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Vorsicht: Der Titel mag einen Film schlüpfrigen Inhalts suggerieren. Dem ist aber nicht so. Vielmehr handelt es sich um die Verfilmung des Klassikers der Psychoanalytikerin Louise J. Kaplan und geht der Frage nach, wie sich Perversionen bei Frauen manifestieren. Dabei geht es weniger um die explizite Darstellung derselben als vielmehr um die Untersuchung von Geschlechtsstereotypen und die Kindheit der Protagonistin. Also ganz sicher kein Film für das Mainstream-Publikum, aber ein engagierter, wenn auch umstrittener Beitrag zur Sexual-, Frauen- und Feminismusforschung. --Camillo Becker
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Protagonistin des Films ist die Anwaeltin Evelyn Stephens, die scheinbar ein perfektes Leben fuehrt. Eve ist die personifizierte Selbstkontrolle und Selbstdisziplin, eine erfolgreiche Karrierefrau. Oberflaechlich, den unter dieser meisterhaft inszenierten Aussenfassade brodelt es heftig....
Bald entpuppt sich diese Fassade als Selbstbetrug, denn Eve ist alsbald, nicht mehr in der Lage, all ihre unterdrueckten Aengste, Zweifel, unerfuellten Wuensche und obsessiven erotischen Phantasien zu kontrollieren....
Regisseurin Susan Streitfeld hat sich mit diesem Film auf ein hochkomplexes Gebiet begeben, dass sie leider nicht adaequat umsetzen konnte. Versucht Kaplan noch in ihrem Buch die weiblichen Perversionen zu definieren und von den maennlichen abzugrenzen, so gelint es S.Streitfeld nicht, diese deutlich zu machen. Ganz im Gegenteil. Anstatt eine eigene Sichtweise der, der Frau, durch die Gesellschaft, auferlegten Rolle zu finden, legt sie die typische maennliche Sichtweise zu Grunde. Somit avanciert der Film zum Eigentor, denn anstatt sich von der maennlichen Sichtweise zu distanzieren, unterwirft er sich ihr.
Alleine die schauspielerische Glanzleistung von Tilda Swinton und die unkonventionelle Visualisierung der Thematik, machen diesen Film zu einem interessanten Filmerlebniss, abseits des Mainstreams.
Extras sucht man auf der DVD vergebens; man fragt sich, wozu MCP dem Film ein Menü verpaßt hat, wenn es nicht mal Untertitel gibt. Wenigstens ist die für Synchrohasser lebensnotwendige englische Tonspur abrufbar.
Trotz dieser sparsamen Ausstattung ist die DVD ein lohnender Kauf, denn FEMALE PERVERSIONS ist ein intelligenter und unterhaltsamer Film für all diejenigen, die über Frauen nicht nur am Muttertag nachdenken.
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