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Fellinis Satyricon


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Produktinformation

  • Darsteller: Martin Potter, Hiram Keller, Salvo Randone
  • Regisseur(e): Federico Fellini
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Mono), Italienisch (Mono), Französisch (Mono), Spanisch (Mono)
  • Untertitel: Französisch, Spanisch, Finnisch, Dänisch, Griechisch, Norwegisch, Portugiesisch, Ungarisch, Schwedisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Twentieth Century Fox
  • Erscheinungstermin: 14. März 2008
  • Produktionsjahr: 2003
  • Spieldauer: 124 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00016JD5Q
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 12.842 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

""Fellinis Satyricon" gehört zu den brillantesten Leinwandwerken des italienischen Filmkünstlers Frederico Fellini: die vollendete Karikatur eines Sittengemäldes aus dem verkommenen Rom der Antike. Inspiriert vom berühmt-berüchtigten Roman "Satyricon" des Petronius Arbiter über das orgiastische Treiben der Römer während der Ära des Kaisers Nero, verhöhnt Fellini in diesem bizarren, bisweilen surrealistischen Monumentalfilm den Niedergang jeglicher Moral."

VideoMarkt

Die Römer Encolpius und Ascyltus rivalisieren um die Gunst des Lustknaben Gitone. Sie nehmen an dem in einem Thermalbad stattfindenden Gastmahl des reichen Trimalchio teil, irren durch Vorstädte und Hurenhäuser und erleben ein Scheinbegräbnis des Hausherrn. An einem Strand erwacht, werden sie auf das Piratenschiff des Lichas von Tarent geschleppt. Gerettet, erleben sie mit einer orientalischen Sklavin die Liebe zu dritt. Sie rauben einen als Orakel tätigen Hermaphroditen, der in ihren Armen stirbt. Durch Sümpfe gelangen sie zur dicken Zauberin Oenethea. Ascyltos stirbt, Encolpius will abreisen...

Kundenrezensionen

3.9 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

45 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Luther Blisset am 7. Oktober 2003
Format: DVD
Der Film beruht auf dem antiken Romanfragment gleichen Namens von Petronius. Die literarische Vorlage, ein Schelmenroman, erzählt die Eskapaden der beiden Studenten Askyltus und Encolpius, die sich in der Antike durch zahlreiche Abenteuer schlagen müssen.

Fellini's Adaption ist sehr frei, (ich habe zum Vergleich das Buch gelesen) vieles im Buch fehlt und wurde duch andere Dinge ersetzt, was aber nicht wirklich schlimm ist, denn Fellini packt die Geschichte in phantastische, groteske, teiweise surreale Bildern und erzählt so auf seine Art die Kernaussage der Geschichte, nämlich die Verrohung der Gesellschaft durch Dekadenz, mit allen Höhen und Tiefen.
Dies wird aber nicht mit dem Zeigfinger untermalt, sondern wie ein Traum entfaltet sich dies alles völlig frei, quasi unkommentiert.
Wie im Buch Stellen fehlen, so gibt sich der Film bewußt genauso Fragmenthaft und wirkt dadurch wie ein Episodenfilm.

Fellini erzeugt eine Welt die nur bedingt an das alte Rom erinnert, vielmehr ist es eine seltsame, archaische, bizarre
Vision aus einer versunkenen, antiken Zeit.
Auch die Musik erscheint fremd und "alt". Zusammen mit den Bilder wirkt sie sehr suggestiv und phantastisch, schade das der Film wohl nur in Mono gedreht wurde.

Die DVD selbst beinhaltet 4 Sprachfassungen (alle Mono), Deutsch, Französisch, Italienisch und Spanisch.
Das Bild finde ich sehr gut und für einen so alten Film sauber und scharf. Die Farben und Kontraste erscheinen satt und kräftig, der Ton ist eben leider nur Mono.
Als Bonus gibt es nur den Trailer und (WOW!) interaktive(!) Menüs und Szenenanwahl(!)...

Fazit: Dieser Film ist ein Meisterwerk, er sollte in keiner anspruchsvollen Filmsammlung fehlen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Almartin am 28. November 2013
Format: DVD
'Satyricon' ist einer meiner absoluten Lieblinsfilme, den man zwar nicht mal eben so nebenbei sehen kann, der aber immer wieder aufregend und neu ist. Fe-
derico Fellini hat sich ideen aus Petronius unvollendeter Schrift genommen und sie mit andren Elementen vermischt. Zum Glück hat er nicht einen sogenann-
ten Sandalenfilm daraus gemacht, sondern antikisierende, künstliche Bildwelten geschaffen, die viel mehr vom antiken Zeitgeist zeigen als angeblich origi-
nalgetreu entworfene Schauplätze. Man muss sich nur einmal das Schmierentheater, das Museum, das Bestattungsfeld oder das Bordell ansehen. Diese Szeneri-
en sind alle durch und durch künstlich, man kann aber gerade deshalb einen Verfall von Kultur wahrnehmen. Daneben gibt es dann durchaus ästhetisch schöne
Szenen wie die, dem Tod des Petronius selbst nachempfundene, in der sich das edle Ehepaar auf dem Landgut tötet, um der grausamen Vernichtung zu entgehen,
nicht ohne vorher den Leibeigenen noch die Freiheit geschenkt zu haben. Oder die mit Humor erzählte Geschichte der Witwe von Ephesus. Das Gastmahl des Trinalchio, der Raub des Hermaphroditen und die Seeräuber (Lichas) Episode sind ungeheuer grausam. Beim Gastmahl hat man auch einen extremen Gegensatz
zwischen den 'primitiven' Teinehmern am Gastmahl und den auftretenden griechischen Schauspielern. Wenn man genauer beobachtet ist hier auch eine typische Felliniszene zu sehen, Tryphaena (Capucine) sieht Encolpius (Martin Potter) eher beiläufig an, aber was liegt nicht alles in diesem Blick?
Die Schwäche des Films liegt meiner Meinung nach in Fellinis Auswahl der Darsteller, er ist bei der Auswahl zu sehr vom Äußeren ausgegangen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ray TOP 1000 REZENSENT am 22. Februar 2013
Format: DVD
Satyricon" ist ein nur in Teilen erhaltener, satirischer Roman von Titus Petronius Arbiter, der zur Zeit Neros lebte und in dieser Zeit auch erschien.
Das Werk ist so vielseitig und faszinierend, dass sich Generationen von Gelehrten und Künstlern immer wieder mit ihm befasst haben. So beflügelte Satyricon die Phantasie der Lesers. 1970 inszenierte Federico Fellini seine pralle Version des Werkes und lässt voller Lust die beiden Studenten und Helden Encolpius (Martin Potter) und Ascyltus (Hiram Potter) auf unzählige Monstern, skurrile Gestalten und Kuriositäten treffen, die von Anbeginn der Szenen so zahlreich sind, daß man sie bald als völlig normal akzeptiert und die inzwischen filmhistorisch als Fellinis schräges Panoptikum so ähnlich auch in anderen seiner Werke auftreten und daher geniales Beiwerk sind. Die beiden jungen Männer, die ausschliesslich der Lust verpflichtet sind, tauchen ein in das alte Rom voller haariger Zwerge, fetten Huren, Krüppel, Lahme, Blinde, Riesen, Hermaphroditen und allerlei Wüstlingen und geschminkten Dirnen. ,
Fellini gab an, dass er all das in den Film hineinbrachte, was seine Phantasie mit diesen Zeiten alter Kulturen aus Rom oder Byzanz in Verbindug bring.
So erscheint Satyricon" ein riesiger fragmentarischer Bilderbogen, ein Mischung aus Welttheater und Mythenzirkus, voller Schleichwege, Labyrinthe und Nebenstraßen und bleibt zuerst mal recht irritierend, dann mysteriös und faszinierend und es gelingt Fellini den Zuschauer perfekt in eine andere Epoche eintauchen zu lassen.
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