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Fellinis Casanova
 
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Fellinis Casanova

Donald Sutherland , Tina Aumont , Federico Fellini    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Rezensionen

Movieman.de

Fellini ist nicht umsonst einer der Virtuosen des italienischen Kinos. Sein "Casanova" gehört zum Spätwerk des Schaffens des 1993 an einem Herzinfarkt verstorbenen Regisseurs. Er wurde seinerzeit von der Kritik nicht sehr wohlwollend angenommen, wie überhaupt das Spätwerk des Maestros nicht auf dieselbe Liebe stieß wie seine früheren Filme, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass dieser wie auch viele andere Filme des Regisseurs der Zeit getrotzt haben und heute nicht weniger Wirkung entfalten als seinerzeit, da sie im Kino liefen. "Casanova" ist ein großer Film, ein episch aufbereiteter Film, der nicht nur von Donald Sutherlands Darstellung und Nino Rotas Musik lebt, sondern auch und vor allem von seinen gewaltigen Bildern getragen wird. Fazit: Arthaus-Kino für Cineasten

Moviemans Kommentar zur DVD: Die Bildqualität ist nicht mehr unbedingt die Beste. Deutliche Mängel fallen auf. Der Ton ist zumindest im Deutschen überzeugend. Das Bonusmaterial ist zwar nicht reichhaltig, aber dank der Lauflänge der Dokumentation zumindest tiefsinnig.

Bild: Was sofort ins Auge sticht, ist das grobkörnige Bild. Rauschen ist leider konstant in recht hohem Maße vorhanden und stört den Sehgenuss wahrnehmbar (z.B. 00:37:34 oder 01:06:40). Mitunter gesellen sich in das ohnehin starke Grieseln auch noch konträr verlaufende Rauschmuster hinzu (01:26:53). Die Farben sind gut, aber längst nicht mehr so kräftig, wie sie sein sollten. Manche Farbtöne überstrahlen etwas, so vor allem das Rot, das etwas diffiziler gehandhabt werden müsste. Zudem sind Hauttöne etwas rotstichig ausgefallen. Die Schärfe ist ebenfalls nur Durchschnitt, was zum guten Teil natürlich auch dem Einfluss des Rauschpegels zu verdanken ist. Der Kontrast ist mitunter äußerst steil und lässt kaum etwas erkennen (so etwa die Plastiktütenwellen bei 00:18:34).

Ton: Die Monospuren sind ordentlich, aber nicht mehr. Der deutsche Ton kommt dabei am Besten weg. Die Dialoge sind hier am besten zu verstehen. Sie fügen sich nicht Nino Rotas Musik unter, sondern ergänzen sie. Störungen beim gesprochenen Wort, was beim Alter der Vorlage nicht verwunderlich wäre, ist hier nicht gegeben. Der italienische Ton ist etwas lauter, aber die Dialoge klingen mitunter etwas verzerrt und sind dadurch schwerer wahrzunehmen. Dasselbe gilt für die englische Sprachfassung, wobei die Dialoge aber noch einen Tick besser wahrzunehmen sind, so dass die Qualität der Sprachverständlichkeit hier zwischen den Werten der deutschen und italienischen Fassung schwankt.

Extras: Einziges Extra dieser Veröffentlichung ist die Dokumentation "The Magic of Fellini", die fast eine Stunde lang geht und zahlreiche Wegbegleiter Fellinis zu Wort kommen lässt. Kompetent und interessant wird die Karriere des italienischen Regisseurs nachgezeichnet. --movieman.de

VideoMarkt

Episoden aus dem Leben Casanovas. In Venedig wird vor der Rialto-Brücke ein riesiger Frauenkopf aus dem Wasser gezogen. Casanovas nächtlicher Akt mit Maddalena wird heimlich beobachtet. Wegen schwarzer Magie verhaftet, entkommt er den Bleikammern Venedigs, erinnert sich an das Atelier der Stickerinnen. In Paris liebt er eine Marquise, flieht mit ihrem Gold und erzählt von der Liebe zur Französin Henriette. Er findet Zuflucht als Bibliothekar. Mit einer mechanischen Puppe tanzt er auf dem Eis den letzten Tanz.

Video.de

Aus einer ursprünglichen Abneigung gegen den legendären Frauenheld und seine Memoiren entstanden, ist Fellinis Werk teils Selbstporträt des Künstlers, der den Planet Frau betrachtet, teils eine Reise ans Ende der Nacht, da Fellinis Casanova Lüsternheit ohne Leidenschaft, Akrobatik betreibt, ein trauriger Mensch ist. Bezeichnend ist der während der Akte angestellte vergoldete mechanisch kreisende Vogel, ein Metronom der Liebe. Teile des Films, der ein kommerzieller Misserfolg wurde, wurden noch vor der Premiere gestohlen.

Kurzbeschreibung

Giacomo Casanova wird wegen schwarzer Magie verhaftet. Er bricht 1756 aus den Bleikammern Venedigs aus, flüchtet durch ganz Europa und lebt seine erotischen Phantasien aus. In der dekadenten Masken- und Kulissenwelt wird der Frauenheld zum Opfer seines selbst auferlegten sexuellen Leistungsdruck...

movieman.de, 24. Oktober 2005

Fellini ist nicht umsonst einer der Virtuosen des italienischen Kinos. Sein "Casanova" gehört zum Spätwerk des Schaffens des 1993 an einem Herzinfarkt verstorbenen Regisseurs. Er wurde seinerzeit von der Kritik nicht sehr wohlwollend angenommen, wie überhaupt das Spätwerk des Maestros nicht auf dieselbe Liebe stieß wie seine früheren Filme, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass dieser wie auch viele andere Filme des Regisseurs der Zeit getrotzt haben und heute nicht weniger Wirkung entfalten als seinerzeit, da sie im Kino liefen. "Casanova" ist ein großer Film, ein episch aufbereiteter Film, der nicht nur von Donald Sutherlands Darstellung und Nino Rotas Musik lebt, sondern auch und vor allem von seinen gewaltigen Bildern getragen wird.

Fazit Arthaus-Kino für Cineasten

cnet.de, 21. Oktober 2005

In einem opulenten und fantasievollen Bilderreigen, der Film gewann den Oscar für die besten Kostüme, verliert sich der zum exakten Rhythmus eines Metronom liebende Casanova in der Dekadenz der Gesellschaft. Er gleicht seine Hilflosigkeit mit sexuellen Phantasien und Obsessionen aus, die er auch häufig und ausgiebig auslebt. Aber Fellini, der sich hier zum Teil selbst porträtierte und seine Betrachtung des geheimnisvollen Wesens Frau mit einbrachte, lässt ihn zwischen all den Masken, die die Menschen tragen, und ihren Kulissen, hinter denen sie sich verschanzen, zu einer verlorenen Seele werden, die sich eigentlich für nichts und niemanden interessieren, geschweige denn, begeistern kann. [...] Die Dokumentation über "Die Magie von Fellini" ist zwar das einzige Extra der DVD, dafür aber sehr ausführlich und tiefgründig. In einer knappen Stunde äußern sich Wegbegleiter, Schauspieler und andere Filmkollegen über die Arbeitsweisen und die Gewohnheiten des Filmzauberers, der in einigen Interviewausschnitten auch selbst zu Wort kommt.

Cover Info

Donald Sutherland ...Giacomo Casanova
Tina Aumont ...Henriette
Cicely Browne ...Madame D'Urfe
Carmen Scarpitta ...Madame Charpillon
Clara Algranti ...Marcolina
Daniela Gatti ...Giselda
Margaret Clementi ...Sister Maddalena
Olimpia Carlisi ...Isabella
Silvana Fusacchia ...Isabella's sister
Adele Angela Lojodice ...Mechanical doll
Sandra Elaine Allen ...Angelina the Giantess
Clarissa Mary Roll ...Anna Maria
Daniel Emilfork ...Du Bois
Luigi Zerbinati ...Pope
Dudley Sutton ...Duke of Wuertemberg
John Karlsen ...Lord Talou
Reggie Nalder ...Faulkircher
Mariano Brancaccio ...Dancer
Mario Gagliardo ...Righetto
Angelica Hansen ...Hunchbacked Lady
Diane Kurys ...Madame Charpillon
Mary Marquet ...Casanova's mother
Chesty Morgan ...Barberina
Marika Rivera ...Astrodi
Pietro Torrisi ...Brute Man
Dan van Husen ...Viderol

Produktbeschreibungen

Wegen schwarzer Magie verhaftet, bricht Giacomo Casanova 1756 aus den Bleikammern Venedigs aus und flüchtet durch ganz Europa. Hier lebt er seine sexuellen Phantasien und Obsessionen aus, doch die dekadente Gesellschaft lässt ihn zum tragikomischen Helden werden Zwischen Masken und Kulissen wird der Schürzenjäger Opfer seines selbst auferlegten sexuellen Leistungsdrucks...
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