Eine Mutter schreibt persönlich und offen, aber mit der notwendigen „Schreibdistanz" über ihre Tochter Felizitas. Diese ist kein „normal" entwickeltes Kind, sondern seit ihrem 4. Lebensjahr mit der Diagnose „Frühkindlicher Autismus" behaftet. Über die familiäre Belastung, die diese Diagnose bedeutet, wird hier kaum direkt geschrieben und erst recht nicht „gejammert", vielmehr zeichnet die Mutter ein Bild von Felizitas selber und der Art, wie mit ihrer Störung von ihr als Mutter und von therapeutischer Seite umgegangen wurde und wird. Dabei sieht sie sich selbst durchaus als vielleicht wichtigste Therapeutin für ihr Kind, die mit anderen - professionellen - Therapeutinnen zusammenarbeitet.
Das habe ich als „professionelle Therapeutin" ohne weiteres akzeptieren können, denn herausgekommen ist ein Buch, das eben keine mehr oder weniger rührselige (Lebens-)Geschichte einer Familie mit einem autistischen Kind ist! Vielmehr ist es als Praxisbuch für die Therapie (nicht nur von autistischen Kindern!) hervorragend geeignet und bietet viele ganz konkrete Ideen und Anregungen - von einer betroffenen Mutter für therapeutische „Profis". Danke für dieses Buch!