Der Inhalt des Bilderbuches ist schnell erzählt: bei einem Gewitter rettet ein Marienkäfer einem anderen Käfer das Leben, beide werden Freunde. Der Marienkäfer hat Angst vor dem Dunkel und wird durch den anderen Käfer, der sich plötzlich als Glühwürmchen entpuppt, hineingeführt in das Faszinierende der Nacht. So endet das Buch mit einem „Lampionfest" vieler Glühwürmchen, die Felix die Nacht erhellen.
Im Inhaltlichen unterscheidet sich das Buch daher nicht so sehr von anderen Werken für Kinder.
Das Besondere und Faszinierende dieses Buches sind die Ansichten, aus denen heraus die Hauptakteure dargestellt werden. Im wesentlichen ist es nämlich die Froschperspektive, die immer wieder auf den Himmel verweist, der oft bedrohlich wirkt, aber mit Hilfe von Freunden zu einem tollen Sternenhimmel werden kann. Die Gesichter und Mimiken auch der anderen Tiere sind sehr situationsgerecht gezeichnet.
Das ein Huflattich die überwiegende Kulisse für das Geschehen ist, zeugt auch von einem speziellen Interesse der Autorinnen, Kinder in einen kleinen Mikrokosmos der Natur zu führen. Wie oft ist nicht schon das Agieren in der Natur- und Pflanzenwelt ein Parabelbeispiel für menschliche Nöte und Lösungsmöglichkeiten gewesen...
Das Leuchten der Glühwürmchen wird mit Glitzerfolie, wie man sie z.B. vom „Regenbogenfisch" her kennt, lebendig dargestellt. Auch wenn diese Materialverwendung fast schon abgedroschen ist, wird die Glitzerfolie hier nur im angemessenen Rahmen verwendet.
Die sorgfältige, farbenfrohe, detailgerechte Ausfertigung des Kinderbuches im gewohnten DIN A 4- Format macht das Ganze zu einem Genuss - für Kinder und Erwachsene.