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„Felix - Ein Hase auf Weltreise“ ist eine unausgegorene, stümperhaft erzählte Geschichte, die von Klischees bzgl. anderer Kulturen nur so wimmelt. Obwohl der Plot seine kleinen Zuschauer - wie bei Felix’ Reisen üblich - durch die ganze Welt führt, von Skandinavien über die Sahara, den Himalaya und Schottland bis nach Transsylvanien - erfahren diese nichts, aber auch gar nichts Wissenswertes über die jeweiligen Regionen. Trolle und Elfen, der Yeti, Vampire - was in anderen Büchern nur als Würze für wirklich verwertbare Informationen eingesetzt wird, avanciert hier zum Hauptbestandteil. Nichts gegen das buchstäbliche Auftauchen von Nessie - aber warum muss der dazugehörige Schotte ein grummeliger, kilttragender Mistkerl sein, der Nessie fangen und Felix über’s Ohr hauen will? Warum sieht der Loch Ness aus wie ein deutscher Baggersee, und die Highlands wie der Schwarzwald?
Stattdessen beglückt uns ein unerträglicher Poltergeist, ein rothaariger, grüngesichtiger Dummschwätzer, der sich zwischendurch von drei rappenden Küchenschaben im Homeboy-Outfit Honig um’s Maul schmieren lässt („Er ist der Chef, yo, yo, yo!“). Diese vier Krawallmacher verfolgen das arme Publikum durch den ganzen Film, ohne dass so richtig klar wird, wozu das gut sein soll.
Warum treibt man den Aufwand und heuert Prominente wie Sonja Kirchberger oder Rick Kavanian als Synchronsprecher an, anstatt sich erst einmal um ein anständiges Drehbuch zu bemühen? Und überhaupt, weshalb hat Annette Langen das nicht selbst besorgt? Man möge mich nicht missverstehen: Ich hatte nicht mit Ingmar Bergman gerechnet. Aber selbst im Vergleich mit durchschnittlicher KiKa-Kost ist dieser Streifen dilettantisch, nichtssagend und gähnend langweilig. Wenn man sein Handwerk schon nicht beherrscht, warum klaut man dann nicht wenigstens bei „Shrek“ oder „Findet Nemo“?
Vermutlich stellen sich die Verantwortlichen vor Beginn derartiger Produktionen einfach das dümmste Balg vor, das ihre Phantasie hergibt, und an diesem Zielpublikum orientieren sich dann alle Beteiligten. Von kindlicher Förderung oder zumindest einigermaßen intelligenter Unterhaltung kann hier dementsprechend keine Rede sein, so als könne man damit kein Geld verdienen - dabei haben die Amerikaner doch zweifellos das Gegenteil bewiesen. Kurzum: „Felix -Ein Hase auf Weltreise“ ist Kino auf Neun-Live-Niveau - Schrott für Doofe, die es bleiben wollen.
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