Mit diesem Hörbuch habe ich mich echt schwer getan, erst im dritten Anlauf habe ich es bis zum Ende durchgehört.
Francis' siebtes Abenteuer kommt nur langsam in Fahrt, auf den ersten beiden CDs machte sich bei mir oft Langeweile breit. Immer wenn es mal ein bisschen spannend wurde, fiel kurz darauf wieder jegliche Spannung in sich zusammen. Wäre der Sprecher Charles Rettinghaus nicht so engagiert bei der Sache, hätte ich wohl gar nicht durchgehalten.
Es gibt zig Verdächtige und ebenso viele mögliche Motive, dass es mir genauso schwer wie unserem Ermittler Francis fiel, den Überblick zu behalten und überhaupt einen gewissen Durchblick zu bekommen.
Sprecher Charles Rettinghaus konnte mich allerdings von Anfang an überzeugen. Jeder der Katzen gibt er mit seiner sprachlichen Vielfalt eine unverwechselbare Stimme. Am meisten begeistert hat er mich mit seiner Darstellung des betagten, weitgereisten Karthäusers Herzl, dem er einen wunderbaren Akzent in die Schnauze legt. Allein die Passagen mit dem einem schusseligen Professor gleichenden Kater machen das Lauschen zum unterhaltsamen Erlebnis. Egal ob schnurrig sanft, heiter, verärgert oder angsterfüllt, dem Sprecher gelingt jeder Ausdruck gleichermaßen überzeugend. Mit seinem jeder Stimmung angepassten Ausdruck gelingt es ihm, auch anfängliche enttäuschte Lauscher mitzureißen.
Ungefähr ab der Hälfte wird dann auch die Geschichte etwas spannender, sodass es mir immer leichter fiel, der Handlung zu folgen. Nach und nach ergründet man zusammen mit Francis die Pläne für den Katzenstaat Felipolis und ist mehr und mehr gefesselt. Das Ende wird sogar ziemlich dramatisch und es geht mehr als einmal um Leben und Tod.
Für Francis-Fans und Liebhaber von Katzen-Krimis sicher ein Muss, doch meiner Meinung nach hauptsächlich Dank der tollen Sprecherleistung hörenswert.