Das Buch zeigt auf eindringliche Weise den Lebensalltag, die Wünsche und Nöte, die Freuden und Banalitäten des Soldatenalltags in Afghanisten. Dieses Werk bringt einem die ganz persönlichen Lebenssituationen einzelner deutscher Soldatinnen und Soldaten näher, ganz behutsam und in klitzekleinen Dosen in Form eines Kompendiums an Feldpostbriefen, die jeder für sich einzeln jeweils an seine Lieben in die Heimat geschickt hat.
Doch die kleinen Puzzleteile, kurze Briefe und Mails unterschiedlichster Absender jeweils thematisch geordnet fügen sich zusammen und zeigen das grössere Bild, ein weitblickendes, humanistisches und - alles in allem - auch altruistisches Weltbild, der Wille den Menschen in Afghanistan zu helfen, ihnen Demokratie, Frieden und Sicherheit zu geben. Dieses grössere Bild hätte ich mir als nicht gerade militäraffiner Österreichischer Ex-Zivildiener von der Deutschen Bundeswehr nicht erwartet.
Umso eigenartiger ist in diesem Kontext dann auch das Verhalten der Militärführung, die - wie die Herausgeber in der Einleitung darlegen - alles versucht haben, das Werk zu verhindern.
Das Buch ist aufgrund der Struktur und Gliederung auch für das portionsweise Lesen geeignet, zusammenfassend kann es nur eine Empfehlung geben: LESEN!