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Feist

 

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Biografie

Vier Jahre nach ihrem gefeierten Hit-Album "The Reminder" meldet sich Feist mit ihrem neuen Werk zurück: "Metals", das vierte Studioalbum der Kanadierin, erscheint am 30. September. Bei den Aufnahmen an der kalifornischen Küste wurde die 35-Jährige sowohl von langjährigen Weggefährten Chilly Gonzales und Mocky als auch von neuen Verbündeten wie Valgeir Sigurdsson (Bonnie "Prince" Billy, Björk) unterstützt.

Für Leslie Feist gab es lange Zeit keinen Stillstand. Ihr blieb so gut wie keine Zeit zum Durchatmen. In den vergangenen zehn, zwölf Jahren führte bei ihr permanent eins zum anderen, alles ... Lesen Sie mehr

Vier Jahre nach ihrem gefeierten Hit-Album "The Reminder" meldet sich Feist mit ihrem neuen Werk zurück: "Metals", das vierte Studioalbum der Kanadierin, erscheint am 30. September. Bei den Aufnahmen an der kalifornischen Küste wurde die 35-Jährige sowohl von langjährigen Weggefährten Chilly Gonzales und Mocky als auch von neuen Verbündeten wie Valgeir Sigurdsson (Bonnie "Prince" Billy, Björk) unterstützt.

Für Leslie Feist gab es lange Zeit keinen Stillstand. Ihr blieb so gut wie keine Zeit zum Durchatmen. In den vergangenen zehn, zwölf Jahren führte bei ihr permanent eins zum anderen, alles ging nahtlos, pausenlos, endlos ineinander über: Auf frühe Punk-Exkurse und experimentelle Selbstfindungsprojekte folgten ihr Album „Monarch (Lay Your Jewelled Head Down)“ (1999), Sessions mit Broken Social Scene und unzählige Gigs mit ihrer Kreativ-Posse (Gonzales, Mocky, Lidell etc.) in den Jahren darauf; ihr mit einem JUNO-Award ausgezeichnetes Album „Let It Die“ (2004) beförderte sie wenig später auf die internationale musikalische Landkarte, ebnete den Weg für das Remixalbum „Open Season“ und wenig später für „The Reminder“ (2007), das ihr gleich vier Grammy-Nominierungen, sechs JUNO-Awards, den Shortlist Music Prize und obendrein die Gelegenheit bescheren sollte, den Figuren der Sesamstraße das Zählen beibringen zu dürfen. Mit „The Reminder“ war sie bei Saturday Night Live angekommen, auf Platz #11 der deutschen Charts gelandet und tourte nunmehr in alle Ecken der Welt. Sie nahm Coversongs mit Beck auf, ging mit Wilco ins Studio, sah Stephen Colbert dabei zu, wie er vor laufender Kamera in einem speziellen „1234“-Paillettenanzug abging, und machte einen Dokumentarfilm über das Team, mit dem sie für sämtliche visuellen Aspekte von „The Reminder“ zusammengearbeitet hatte. Und dann, nach all diesen Jahren, sieben davon im Rampenlicht, tat sie es doch: Feist legte eine Pause ein.

„Wenn man auf Tournee ist, hat man so viel Output“, meint sie heute, „und in der Zeit danach war ich wie ein Schwamm – ich habe versucht so viel aufzusaugen, wie ich in den Jahren davor veröffentlicht und abgegeben habe. Ich habe die Füße ganz bewusst still gehalten, hab versucht zu lernen, wie das geht, wie man einfach mal still ist und sich klarmacht, dass so eine Stille nichts Schlechtes sein muss. Manchmal, wenn vorher alles laut und voller Bewegung war, können einem diese Ruhe und das Schweigen ja richtig Angst machen.“

Als Feist dann an dem Punkt angelangt war, an dem sie ein neues Album beginnen wollte, hatte sie mit einem Mal ganz andere Ideen darüber, wie man dieses Schweigen nun brechen sollte: „Ich war bei so vielen Konzerten so unglaublich vorsichtig und zurückhaltend gewesen, dass ich einfach mal wieder den Verstärker aufdrehen wollte“, meint sie und bezieht sich damit auch auf ihre Anfangstage als Gitarristin in Rock- und Punkbands.

Ihr neues Album schrieb sie vergangenes Jahr, zog sich für drei Herbstmonate in die kleine Garage, die hinter ihrem Haus steht, zurück; an diesem Punkt hatte sie schon ein Jahr außerhalb des Rampenlichts verbracht. Während die Texte, die sie für die neuen Stücke geschrieben hat, einen immer wieder packen, weil so viel Gefühl und eine gewisse Melancholie darin durchschimmern, gelingt es ihr mit den Arrangements, komponiert auf der Gitarre, den melancholischen Beigeschmack immer wieder mit ganz anderen Gefühlen und optimistischeren Klängen zu überdecken.

Im Januar 2011 kamen dann ihre Langzeit-Mitstreiter Chilly Gonzales und Mocky nach Toronto, um mit ihr diejenigen 12 Songs fertig zu stellen, die zusammen ihr viertes Studioalbum „Metals“ ergeben. Einen recht kühlen Monat verbrachten die drei zusammen und „versuchten gemeinsam so zu klingen, als ob wir schon so lange zusammen spielen würden, wie wir uns insgesamt kennen – was wohl schon 50 Jahre sein dürften.“ Dann zogen sie an die kalifornische Küste weiter, suchten sich die schroffe Küstenregion um Big Sur aus, um die Arbeit dort fortzusetzen.

„Aufnahmen können eine ganz leichte und unbeschwerte Angelegenheit sein, die nichts mit dem Alltag zu tun hat, und darum suche ich mir auch immer Orte aus, die derartige Stimmungen begünstigen, wo allein das Szenario einen dazu bringt, eben nicht die Dinge zu tun, die man normalerweise tun würde. Diese klare Trennlinie zwischen Festland und Meer am Big Sur, und dieses Gefühl, nicht wie beim Atlantik gleich wieder Europa auf der anderen Seite zu haben, sondern eher so à la ‘da lang geht’s in eine Gegend, in der ich noch nie war’, das war schon extrem inspirierend“, meint Feist. „Dazu kommt, dass es ein Ort ist, der sich noch vollkommen unentdeckt anfühlt, obwohl er schon in so vielen Büchern auftaucht. Steinbeck hat gewissermaßen 1000 Alben dort aufgenommen, Henry Miller und Anais Nin haben wahrscheinlich exakt diese Trennlinie zwischen Land und Meer betrachtet. Und obendrein haben wir dort den perfekten Raum gefunden, um darin ein Studio einzurichten – ganz oben auf der Klippe. Ein gewaltiger Raum, der vollkommen leer war.“

Die Songs, die Feist mit ihrer Band – Gonzales, Mocky, Dean Stone (Percussion) und Über-Keyboarder Brian LeBarton – binnen zweieinhalb Wochen im Februar eingespielt hat, loten ganz andere Emotionen aus als das auf ihren Vorgängern der Fall war. „Die Zeit bleibt nun mal nicht stehen, sie packt einen, reißt einen mit und macht einen anderen Menschen aus dir. So entstehen neue Routinen und Muster“, gibt sie zu bedenken. „Dieses Mal fühle ich mich eher wie eine Erzählerin. Anstatt also zu sagen, das ist die Wahrheit, will ich eher sagen: ‘Hier ist etwas, das sich für mich mit der Zeit als wahr entpuppt hat.’ Und das wiederum kann am nächsten Tag schon wieder ganz anders aussehen. Mit der Zeit wird alles irgendwie ungewisser, auch wenn man meinen sollte, das Gegenteil wäre der Fall.“

„Metals“ ist keine Reaktion auf „The Reminder“, obwohl Feist durchaus ihre Lektion daraus gelernt hat, die Stücke des gefeierten Vorgängers Abend für Abend live zu präsentieren. „In dem Song ‘I Feel It All’, der auf ‘The Reminder’ vertreten ist, gibt es einen Refrain, der da geht: „Ooh I’ll be the one who’ll break my heart/I’ll be the one to hold the gun“ – und wenn du den 300 Mal singst, wird das irgendwann vom Universum erhört. So à la, na gut, wir können das schon einrichten, wenn du das willst. Deshalb wollte ich dieses Mal ganz andere Worte verwenden, eher so etwas wie Beobachtungen und allgemeine Feststellungen, ja fast schon Redensarten und die Art von Sprichwörtern und Weisheiten, die man in Ramschläden als Stickereien vorfinden würde. ‘Vorsicht ist besser als Nachsicht’ zum Beispiel. Auch gute Menschen können Schlechtes tun. Besserung ist möglich, auch wenn man vorher alles falsch gemacht hat. Vielleicht hat es ja einen Grund, warum solche Dinge wie Volksweisheiten behandelt und aufbewahrt werden – es sind halt Wahrheiten, die schon so lange kursieren, dass genug Zeit war, um die Sticknadel auszupacken.“

Die Stücke, die auf „Metals“ versammelt sind, rangieren von sachte polternden, stimmungsvollen Klangteppichen bis hin zu brutalen, extrem intensiven Tracks, die wie ein musikalisches Pendant den aufziehenden Nebel und das darauf folgende Gewitter widerspiegeln. „Das alles ist dieses Mal viel chaotischer, viel bewegter und mit mehr Krach verbunden“, sagt Feist. „Ich habe ganz bewusst noch mehr Fehler zugelassen, nur sind es dann keine wirklichen Fehler mehr, wenn du diese Freiheit einräumst und Platz für Spontaneinfälle lässt. Es ging mir um einen ganz ehrlichen Ansatz – und um die Arbeit mit diesen begnadeten Musikern, die ich so sehr respektiere. Wir haben gewissermaßen geschaut, was passiert, woher der Wind weht, wie ein Seemann, der seinen Finger in die Luft hält. Ideen von der Stange hatten keinen Platz, sondern nur Lebensnahes.“

Die daraus resultierenden Songs entpuppten sich zum Teil als extrem persönliche Beziehungsporträts, so im Fall von „Get It Wrong, Get It Right“, das Feist als „Diashow der Jahreszeiten an einem Ort und zugleich der gefühlten Jahreszeiten zwischen zwei Menschen“ beschreibt. Meistens jedoch geht es ihr um universelle Themen: „Wenn sich der Staub erst mal gelegt hat, kann man oft gar nicht mehr sagen, wer eigentlich Schuld war an einem Streit beispielsweise. Die Leute sind einfach nur sie selbst, jeder steckt in seiner eigenen Fassung von der Geschichte, und sie alle wollen einfach das nächste Kapitel aufschlagen. Dabei hält sich alles die Waage, die schönen Momente sind so schön wie die schlechten Zeiten schlecht sind.“

Gedanken wie diese waren es, die sie schließlich zum Albumtitel „Metals“ führten: „Ich dachte dabei an das stille, unbehandelte Erz im Gegensatz zu dem Resultat, das mit viel Ingenieurswissen beispielsweise zu Wolkenkratzern verbaut wird“, erläutert Feist. „Und parallel dazu will ich gegenüberstellen, wie sich die tatsächlichen Gefühle zu dem, was man sich gewünscht hätte, verhalten. Das Rohmaterial ist eine Sache, und was unsere Köpfe dann daraus machen, ist etwas vollkommen anderes.“

Was die Tracks angeht, hat Feist mit ihren Vertrauten versucht, eine Brücke zwischen der Zukunft und der Vergangenheit zu schlagen. „Ich finde es einfach spannender, wenn sich verschiedene Epochen überlagern, weißt du? Wenn man moderne Dinge zum Einsatz kommen lässt, dann damit aber einfach ganz wild umgeht. Auch wird auf der Platte ziemlich viel von Menschen umhergejohlt, all diese Gruppengesänge, die sich wie ein roter Faden durch die Platte ziehen, das fühlte sich alles absolut vorzeitlich an. Und dann war da noch Brian LeBarton, unser Keyboarder, der dieses ganze Modern/Vorzeitlich-Fass noch weiter aufgemacht hat. Er hat nämlich die einzigartige Gabe, ganz neue Synthesizer so klingen zu lassen, als wären sie aus einer anderen Zeit. Und er kann eine Celesta so spielen, eine Art Cembalo ist das, dass sie klingt, als würde sie aus ‘Bladerunner’ stammen. Er war es, der die Arrangements von Mocky, Gonz und mir zu einer Einheit zusammengeschweißt hat.“

Insgesamt zeichnet sich „Metals“ durch sehr viel Geduld, durch wild wuchernde Sounds und natürliche Schönheit aus – allesamt Facetten, die Feists Gedanken über den Gang der Zeit widerspiegeln. „Ich habe im ‘National Geographic’ einen Artikel über Böden und den modernen Ackerbau gelesen“, sagt sie abschließend. „Es geht dabei ja nur darum, dass Essen wächst in diesem Boden – also nicht, dass alles auf einmal wächst und dann nie wiederkommt. Der Boden sorgt schon dafür, dass etwas kommt, nur musst du ihm Pausen gönnen, damit neue Nährstoffe in den Boden gelangen können, bis schließlich alles wieder von vorne beginnen kann. Er muss manchmal einfach so daliegen in der Sonne, austrocknen, nass werden, ruhen.“ Genau das hat Feist auch getan. Und jetzt ist sie zurück.

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Vier Jahre nach ihrem gefeierten Hit-Album "The Reminder" meldet sich Feist mit ihrem neuen Werk zurück: "Metals", das vierte Studioalbum der Kanadierin, erscheint am 30. September. Bei den Aufnahmen an der kalifornischen Küste wurde die 35-Jährige sowohl von langjährigen Weggefährten Chilly Gonzales und Mocky als auch von neuen Verbündeten wie Valgeir Sigurdsson (Bonnie "Prince" Billy, Björk) unterstützt.

Für Leslie Feist gab es lange Zeit keinen Stillstand. Ihr blieb so gut wie keine Zeit zum Durchatmen. In den vergangenen zehn, zwölf Jahren führte bei ihr permanent eins zum anderen, alles ging nahtlos, pausenlos, endlos ineinander über: Auf frühe Punk-Exkurse und experimentelle Selbstfindungsprojekte folgten ihr Album „Monarch (Lay Your Jewelled Head Down)“ (1999), Sessions mit Broken Social Scene und unzählige Gigs mit ihrer Kreativ-Posse (Gonzales, Mocky, Lidell etc.) in den Jahren darauf; ihr mit einem JUNO-Award ausgezeichnetes Album „Let It Die“ (2004) beförderte sie wenig später auf die internationale musikalische Landkarte, ebnete den Weg für das Remixalbum „Open Season“ und wenig später für „The Reminder“ (2007), das ihr gleich vier Grammy-Nominierungen, sechs JUNO-Awards, den Shortlist Music Prize und obendrein die Gelegenheit bescheren sollte, den Figuren der Sesamstraße das Zählen beibringen zu dürfen. Mit „The Reminder“ war sie bei Saturday Night Live angekommen, auf Platz #11 der deutschen Charts gelandet und tourte nunmehr in alle Ecken der Welt. Sie nahm Coversongs mit Beck auf, ging mit Wilco ins Studio, sah Stephen Colbert dabei zu, wie er vor laufender Kamera in einem speziellen „1234“-Paillettenanzug abging, und machte einen Dokumentarfilm über das Team, mit dem sie für sämtliche visuellen Aspekte von „The Reminder“ zusammengearbeitet hatte. Und dann, nach all diesen Jahren, sieben davon im Rampenlicht, tat sie es doch: Feist legte eine Pause ein.

„Wenn man auf Tournee ist, hat man so viel Output“, meint sie heute, „und in der Zeit danach war ich wie ein Schwamm – ich habe versucht so viel aufzusaugen, wie ich in den Jahren davor veröffentlicht und abgegeben habe. Ich habe die Füße ganz bewusst still gehalten, hab versucht zu lernen, wie das geht, wie man einfach mal still ist und sich klarmacht, dass so eine Stille nichts Schlechtes sein muss. Manchmal, wenn vorher alles laut und voller Bewegung war, können einem diese Ruhe und das Schweigen ja richtig Angst machen.“

Als Feist dann an dem Punkt angelangt war, an dem sie ein neues Album beginnen wollte, hatte sie mit einem Mal ganz andere Ideen darüber, wie man dieses Schweigen nun brechen sollte: „Ich war bei so vielen Konzerten so unglaublich vorsichtig und zurückhaltend gewesen, dass ich einfach mal wieder den Verstärker aufdrehen wollte“, meint sie und bezieht sich damit auch auf ihre Anfangstage als Gitarristin in Rock- und Punkbands.

Ihr neues Album schrieb sie vergangenes Jahr, zog sich für drei Herbstmonate in die kleine Garage, die hinter ihrem Haus steht, zurück; an diesem Punkt hatte sie schon ein Jahr außerhalb des Rampenlichts verbracht. Während die Texte, die sie für die neuen Stücke geschrieben hat, einen immer wieder packen, weil so viel Gefühl und eine gewisse Melancholie darin durchschimmern, gelingt es ihr mit den Arrangements, komponiert auf der Gitarre, den melancholischen Beigeschmack immer wieder mit ganz anderen Gefühlen und optimistischeren Klängen zu überdecken.

Im Januar 2011 kamen dann ihre Langzeit-Mitstreiter Chilly Gonzales und Mocky nach Toronto, um mit ihr diejenigen 12 Songs fertig zu stellen, die zusammen ihr viertes Studioalbum „Metals“ ergeben. Einen recht kühlen Monat verbrachten die drei zusammen und „versuchten gemeinsam so zu klingen, als ob wir schon so lange zusammen spielen würden, wie wir uns insgesamt kennen – was wohl schon 50 Jahre sein dürften.“ Dann zogen sie an die kalifornische Küste weiter, suchten sich die schroffe Küstenregion um Big Sur aus, um die Arbeit dort fortzusetzen.

„Aufnahmen können eine ganz leichte und unbeschwerte Angelegenheit sein, die nichts mit dem Alltag zu tun hat, und darum suche ich mir auch immer Orte aus, die derartige Stimmungen begünstigen, wo allein das Szenario einen dazu bringt, eben nicht die Dinge zu tun, die man normalerweise tun würde. Diese klare Trennlinie zwischen Festland und Meer am Big Sur, und dieses Gefühl, nicht wie beim Atlantik gleich wieder Europa auf der anderen Seite zu haben, sondern eher so à la ‘da lang geht’s in eine Gegend, in der ich noch nie war’, das war schon extrem inspirierend“, meint Feist. „Dazu kommt, dass es ein Ort ist, der sich noch vollkommen unentdeckt anfühlt, obwohl er schon in so vielen Büchern auftaucht. Steinbeck hat gewissermaßen 1000 Alben dort aufgenommen, Henry Miller und Anais Nin haben wahrscheinlich exakt diese Trennlinie zwischen Land und Meer betrachtet. Und obendrein haben wir dort den perfekten Raum gefunden, um darin ein Studio einzurichten – ganz oben auf der Klippe. Ein gewaltiger Raum, der vollkommen leer war.“

Die Songs, die Feist mit ihrer Band – Gonzales, Mocky, Dean Stone (Percussion) und Über-Keyboarder Brian LeBarton – binnen zweieinhalb Wochen im Februar eingespielt hat, loten ganz andere Emotionen aus als das auf ihren Vorgängern der Fall war. „Die Zeit bleibt nun mal nicht stehen, sie packt einen, reißt einen mit und macht einen anderen Menschen aus dir. So entstehen neue Routinen und Muster“, gibt sie zu bedenken. „Dieses Mal fühle ich mich eher wie eine Erzählerin. Anstatt also zu sagen, das ist die Wahrheit, will ich eher sagen: ‘Hier ist etwas, das sich für mich mit der Zeit als wahr entpuppt hat.’ Und das wiederum kann am nächsten Tag schon wieder ganz anders aussehen. Mit der Zeit wird alles irgendwie ungewisser, auch wenn man meinen sollte, das Gegenteil wäre der Fall.“

„Metals“ ist keine Reaktion auf „The Reminder“, obwohl Feist durchaus ihre Lektion daraus gelernt hat, die Stücke des gefeierten Vorgängers Abend für Abend live zu präsentieren. „In dem Song ‘I Feel It All’, der auf ‘The Reminder’ vertreten ist, gibt es einen Refrain, der da geht: „Ooh I’ll be the one who’ll break my heart/I’ll be the one to hold the gun“ – und wenn du den 300 Mal singst, wird das irgendwann vom Universum erhört. So à la, na gut, wir können das schon einrichten, wenn du das willst. Deshalb wollte ich dieses Mal ganz andere Worte verwenden, eher so etwas wie Beobachtungen und allgemeine Feststellungen, ja fast schon Redensarten und die Art von Sprichwörtern und Weisheiten, die man in Ramschläden als Stickereien vorfinden würde. ‘Vorsicht ist besser als Nachsicht’ zum Beispiel. Auch gute Menschen können Schlechtes tun. Besserung ist möglich, auch wenn man vorher alles falsch gemacht hat. Vielleicht hat es ja einen Grund, warum solche Dinge wie Volksweisheiten behandelt und aufbewahrt werden – es sind halt Wahrheiten, die schon so lange kursieren, dass genug Zeit war, um die Sticknadel auszupacken.“

Die Stücke, die auf „Metals“ versammelt sind, rangieren von sachte polternden, stimmungsvollen Klangteppichen bis hin zu brutalen, extrem intensiven Tracks, die wie ein musikalisches Pendant den aufziehenden Nebel und das darauf folgende Gewitter widerspiegeln. „Das alles ist dieses Mal viel chaotischer, viel bewegter und mit mehr Krach verbunden“, sagt Feist. „Ich habe ganz bewusst noch mehr Fehler zugelassen, nur sind es dann keine wirklichen Fehler mehr, wenn du diese Freiheit einräumst und Platz für Spontaneinfälle lässt. Es ging mir um einen ganz ehrlichen Ansatz – und um die Arbeit mit diesen begnadeten Musikern, die ich so sehr respektiere. Wir haben gewissermaßen geschaut, was passiert, woher der Wind weht, wie ein Seemann, der seinen Finger in die Luft hält. Ideen von der Stange hatten keinen Platz, sondern nur Lebensnahes.“

Die daraus resultierenden Songs entpuppten sich zum Teil als extrem persönliche Beziehungsporträts, so im Fall von „Get It Wrong, Get It Right“, das Feist als „Diashow der Jahreszeiten an einem Ort und zugleich der gefühlten Jahreszeiten zwischen zwei Menschen“ beschreibt. Meistens jedoch geht es ihr um universelle Themen: „Wenn sich der Staub erst mal gelegt hat, kann man oft gar nicht mehr sagen, wer eigentlich Schuld war an einem Streit beispielsweise. Die Leute sind einfach nur sie selbst, jeder steckt in seiner eigenen Fassung von der Geschichte, und sie alle wollen einfach das nächste Kapitel aufschlagen. Dabei hält sich alles die Waage, die schönen Momente sind so schön wie die schlechten Zeiten schlecht sind.“

Gedanken wie diese waren es, die sie schließlich zum Albumtitel „Metals“ führten: „Ich dachte dabei an das stille, unbehandelte Erz im Gegensatz zu dem Resultat, das mit viel Ingenieurswissen beispielsweise zu Wolkenkratzern verbaut wird“, erläutert Feist. „Und parallel dazu will ich gegenüberstellen, wie sich die tatsächlichen Gefühle zu dem, was man sich gewünscht hätte, verhalten. Das Rohmaterial ist eine Sache, und was unsere Köpfe dann daraus machen, ist etwas vollkommen anderes.“

Was die Tracks angeht, hat Feist mit ihren Vertrauten versucht, eine Brücke zwischen der Zukunft und der Vergangenheit zu schlagen. „Ich finde es einfach spannender, wenn sich verschiedene Epochen überlagern, weißt du? Wenn man moderne Dinge zum Einsatz kommen lässt, dann damit aber einfach ganz wild umgeht. Auch wird auf der Platte ziemlich viel von Menschen umhergejohlt, all diese Gruppengesänge, die sich wie ein roter Faden durch die Platte ziehen, das fühlte sich alles absolut vorzeitlich an. Und dann war da noch Brian LeBarton, unser Keyboarder, der dieses ganze Modern/Vorzeitlich-Fass noch weiter aufgemacht hat. Er hat nämlich die einzigartige Gabe, ganz neue Synthesizer so klingen zu lassen, als wären sie aus einer anderen Zeit. Und er kann eine Celesta so spielen, eine Art Cembalo ist das, dass sie klingt, als würde sie aus ‘Bladerunner’ stammen. Er war es, der die Arrangements von Mocky, Gonz und mir zu einer Einheit zusammengeschweißt hat.“

Insgesamt zeichnet sich „Metals“ durch sehr viel Geduld, durch wild wuchernde Sounds und natürliche Schönheit aus – allesamt Facetten, die Feists Gedanken über den Gang der Zeit widerspiegeln. „Ich habe im ‘National Geographic’ einen Artikel über Böden und den modernen Ackerbau gelesen“, sagt sie abschließend. „Es geht dabei ja nur darum, dass Essen wächst in diesem Boden – also nicht, dass alles auf einmal wächst und dann nie wiederkommt. Der Boden sorgt schon dafür, dass etwas kommt, nur musst du ihm Pausen gönnen, damit neue Nährstoffe in den Boden gelangen können, bis schließlich alles wieder von vorne beginnen kann. Er muss manchmal einfach so daliegen in der Sonne, austrocknen, nass werden, ruhen.“ Genau das hat Feist auch getan. Und jetzt ist sie zurück.

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Vier Jahre nach ihrem gefeierten Hit-Album "The Reminder" meldet sich Feist mit ihrem neuen Werk zurück: "Metals", das vierte Studioalbum der Kanadierin, erscheint am 30. September. Bei den Aufnahmen an der kalifornischen Küste wurde die 35-Jährige sowohl von langjährigen Weggefährten Chilly Gonzales und Mocky als auch von neuen Verbündeten wie Valgeir Sigurdsson (Bonnie "Prince" Billy, Björk) unterstützt.

Für Leslie Feist gab es lange Zeit keinen Stillstand. Ihr blieb so gut wie keine Zeit zum Durchatmen. In den vergangenen zehn, zwölf Jahren führte bei ihr permanent eins zum anderen, alles ging nahtlos, pausenlos, endlos ineinander über: Auf frühe Punk-Exkurse und experimentelle Selbstfindungsprojekte folgten ihr Album „Monarch (Lay Your Jewelled Head Down)“ (1999), Sessions mit Broken Social Scene und unzählige Gigs mit ihrer Kreativ-Posse (Gonzales, Mocky, Lidell etc.) in den Jahren darauf; ihr mit einem JUNO-Award ausgezeichnetes Album „Let It Die“ (2004) beförderte sie wenig später auf die internationale musikalische Landkarte, ebnete den Weg für das Remixalbum „Open Season“ und wenig später für „The Reminder“ (2007), das ihr gleich vier Grammy-Nominierungen, sechs JUNO-Awards, den Shortlist Music Prize und obendrein die Gelegenheit bescheren sollte, den Figuren der Sesamstraße das Zählen beibringen zu dürfen. Mit „The Reminder“ war sie bei Saturday Night Live angekommen, auf Platz #11 der deutschen Charts gelandet und tourte nunmehr in alle Ecken der Welt. Sie nahm Coversongs mit Beck auf, ging mit Wilco ins Studio, sah Stephen Colbert dabei zu, wie er vor laufender Kamera in einem speziellen „1234“-Paillettenanzug abging, und machte einen Dokumentarfilm über das Team, mit dem sie für sämtliche visuellen Aspekte von „The Reminder“ zusammengearbeitet hatte. Und dann, nach all diesen Jahren, sieben davon im Rampenlicht, tat sie es doch: Feist legte eine Pause ein.

„Wenn man auf Tournee ist, hat man so viel Output“, meint sie heute, „und in der Zeit danach war ich wie ein Schwamm – ich habe versucht so viel aufzusaugen, wie ich in den Jahren davor veröffentlicht und abgegeben habe. Ich habe die Füße ganz bewusst still gehalten, hab versucht zu lernen, wie das geht, wie man einfach mal still ist und sich klarmacht, dass so eine Stille nichts Schlechtes sein muss. Manchmal, wenn vorher alles laut und voller Bewegung war, können einem diese Ruhe und das Schweigen ja richtig Angst machen.“

Als Feist dann an dem Punkt angelangt war, an dem sie ein neues Album beginnen wollte, hatte sie mit einem Mal ganz andere Ideen darüber, wie man dieses Schweigen nun brechen sollte: „Ich war bei so vielen Konzerten so unglaublich vorsichtig und zurückhaltend gewesen, dass ich einfach mal wieder den Verstärker aufdrehen wollte“, meint sie und bezieht sich damit auch auf ihre Anfangstage als Gitarristin in Rock- und Punkbands.

Ihr neues Album schrieb sie vergangenes Jahr, zog sich für drei Herbstmonate in die kleine Garage, die hinter ihrem Haus steht, zurück; an diesem Punkt hatte sie schon ein Jahr außerhalb des Rampenlichts verbracht. Während die Texte, die sie für die neuen Stücke geschrieben hat, einen immer wieder packen, weil so viel Gefühl und eine gewisse Melancholie darin durchschimmern, gelingt es ihr mit den Arrangements, komponiert auf der Gitarre, den melancholischen Beigeschmack immer wieder mit ganz anderen Gefühlen und optimistischeren Klängen zu überdecken.

Im Januar 2011 kamen dann ihre Langzeit-Mitstreiter Chilly Gonzales und Mocky nach Toronto, um mit ihr diejenigen 12 Songs fertig zu stellen, die zusammen ihr viertes Studioalbum „Metals“ ergeben. Einen recht kühlen Monat verbrachten die drei zusammen und „versuchten gemeinsam so zu klingen, als ob wir schon so lange zusammen spielen würden, wie wir uns insgesamt kennen – was wohl schon 50 Jahre sein dürften.“ Dann zogen sie an die kalifornische Küste weiter, suchten sich die schroffe Küstenregion um Big Sur aus, um die Arbeit dort fortzusetzen.

„Aufnahmen können eine ganz leichte und unbeschwerte Angelegenheit sein, die nichts mit dem Alltag zu tun hat, und darum suche ich mir auch immer Orte aus, die derartige Stimmungen begünstigen, wo allein das Szenario einen dazu bringt, eben nicht die Dinge zu tun, die man normalerweise tun würde. Diese klare Trennlinie zwischen Festland und Meer am Big Sur, und dieses Gefühl, nicht wie beim Atlantik gleich wieder Europa auf der anderen Seite zu haben, sondern eher so à la ‘da lang geht’s in eine Gegend, in der ich noch nie war’, das war schon extrem inspirierend“, meint Feist. „Dazu kommt, dass es ein Ort ist, der sich noch vollkommen unentdeckt anfühlt, obwohl er schon in so vielen Büchern auftaucht. Steinbeck hat gewissermaßen 1000 Alben dort aufgenommen, Henry Miller und Anais Nin haben wahrscheinlich exakt diese Trennlinie zwischen Land und Meer betrachtet. Und obendrein haben wir dort den perfekten Raum gefunden, um darin ein Studio einzurichten – ganz oben auf der Klippe. Ein gewaltiger Raum, der vollkommen leer war.“

Die Songs, die Feist mit ihrer Band – Gonzales, Mocky, Dean Stone (Percussion) und Über-Keyboarder Brian LeBarton – binnen zweieinhalb Wochen im Februar eingespielt hat, loten ganz andere Emotionen aus als das auf ihren Vorgängern der Fall war. „Die Zeit bleibt nun mal nicht stehen, sie packt einen, reißt einen mit und macht einen anderen Menschen aus dir. So entstehen neue Routinen und Muster“, gibt sie zu bedenken. „Dieses Mal fühle ich mich eher wie eine Erzählerin. Anstatt also zu sagen, das ist die Wahrheit, will ich eher sagen: ‘Hier ist etwas, das sich für mich mit der Zeit als wahr entpuppt hat.’ Und das wiederum kann am nächsten Tag schon wieder ganz anders aussehen. Mit der Zeit wird alles irgendwie ungewisser, auch wenn man meinen sollte, das Gegenteil wäre der Fall.“

„Metals“ ist keine Reaktion auf „The Reminder“, obwohl Feist durchaus ihre Lektion daraus gelernt hat, die Stücke des gefeierten Vorgängers Abend für Abend live zu präsentieren. „In dem Song ‘I Feel It All’, der auf ‘The Reminder’ vertreten ist, gibt es einen Refrain, der da geht: „Ooh I’ll be the one who’ll break my heart/I’ll be the one to hold the gun“ – und wenn du den 300 Mal singst, wird das irgendwann vom Universum erhört. So à la, na gut, wir können das schon einrichten, wenn du das willst. Deshalb wollte ich dieses Mal ganz andere Worte verwenden, eher so etwas wie Beobachtungen und allgemeine Feststellungen, ja fast schon Redensarten und die Art von Sprichwörtern und Weisheiten, die man in Ramschläden als Stickereien vorfinden würde. ‘Vorsicht ist besser als Nachsicht’ zum Beispiel. Auch gute Menschen können Schlechtes tun. Besserung ist möglich, auch wenn man vorher alles falsch gemacht hat. Vielleicht hat es ja einen Grund, warum solche Dinge wie Volksweisheiten behandelt und aufbewahrt werden – es sind halt Wahrheiten, die schon so lange kursieren, dass genug Zeit war, um die Sticknadel auszupacken.“

Die Stücke, die auf „Metals“ versammelt sind, rangieren von sachte polternden, stimmungsvollen Klangteppichen bis hin zu brutalen, extrem intensiven Tracks, die wie ein musikalisches Pendant den aufziehenden Nebel und das darauf folgende Gewitter widerspiegeln. „Das alles ist dieses Mal viel chaotischer, viel bewegter und mit mehr Krach verbunden“, sagt Feist. „Ich habe ganz bewusst noch mehr Fehler zugelassen, nur sind es dann keine wirklichen Fehler mehr, wenn du diese Freiheit einräumst und Platz für Spontaneinfälle lässt. Es ging mir um einen ganz ehrlichen Ansatz – und um die Arbeit mit diesen begnadeten Musikern, die ich so sehr respektiere. Wir haben gewissermaßen geschaut, was passiert, woher der Wind weht, wie ein Seemann, der seinen Finger in die Luft hält. Ideen von der Stange hatten keinen Platz, sondern nur Lebensnahes.“

Die daraus resultierenden Songs entpuppten sich zum Teil als extrem persönliche Beziehungsporträts, so im Fall von „Get It Wrong, Get It Right“, das Feist als „Diashow der Jahreszeiten an einem Ort und zugleich der gefühlten Jahreszeiten zwischen zwei Menschen“ beschreibt. Meistens jedoch geht es ihr um universelle Themen: „Wenn sich der Staub erst mal gelegt hat, kann man oft gar nicht mehr sagen, wer eigentlich Schuld war an einem Streit beispielsweise. Die Leute sind einfach nur sie selbst, jeder steckt in seiner eigenen Fassung von der Geschichte, und sie alle wollen einfach das nächste Kapitel aufschlagen. Dabei hält sich alles die Waage, die schönen Momente sind so schön wie die schlechten Zeiten schlecht sind.“

Gedanken wie diese waren es, die sie schließlich zum Albumtitel „Metals“ führten: „Ich dachte dabei an das stille, unbehandelte Erz im Gegensatz zu dem Resultat, das mit viel Ingenieurswissen beispielsweise zu Wolkenkratzern verbaut wird“, erläutert Feist. „Und parallel dazu will ich gegenüberstellen, wie sich die tatsächlichen Gefühle zu dem, was man sich gewünscht hätte, verhalten. Das Rohmaterial ist eine Sache, und was unsere Köpfe dann daraus machen, ist etwas vollkommen anderes.“

Was die Tracks angeht, hat Feist mit ihren Vertrauten versucht, eine Brücke zwischen der Zukunft und der Vergangenheit zu schlagen. „Ich finde es einfach spannender, wenn sich verschiedene Epochen überlagern, weißt du? Wenn man moderne Dinge zum Einsatz kommen lässt, dann damit aber einfach ganz wild umgeht. Auch wird auf der Platte ziemlich viel von Menschen umhergejohlt, all diese Gruppengesänge, die sich wie ein roter Faden durch die Platte ziehen, das fühlte sich alles absolut vorzeitlich an. Und dann war da noch Brian LeBarton, unser Keyboarder, der dieses ganze Modern/Vorzeitlich-Fass noch weiter aufgemacht hat. Er hat nämlich die einzigartige Gabe, ganz neue Synthesizer so klingen zu lassen, als wären sie aus einer anderen Zeit. Und er kann eine Celesta so spielen, eine Art Cembalo ist das, dass sie klingt, als würde sie aus ‘Bladerunner’ stammen. Er war es, der die Arrangements von Mocky, Gonz und mir zu einer Einheit zusammengeschweißt hat.“

Insgesamt zeichnet sich „Metals“ durch sehr viel Geduld, durch wild wuchernde Sounds und natürliche Schönheit aus – allesamt Facetten, die Feists Gedanken über den Gang der Zeit widerspiegeln. „Ich habe im ‘National Geographic’ einen Artikel über Böden und den modernen Ackerbau gelesen“, sagt sie abschließend. „Es geht dabei ja nur darum, dass Essen wächst in diesem Boden – also nicht, dass alles auf einmal wächst und dann nie wiederkommt. Der Boden sorgt schon dafür, dass etwas kommt, nur musst du ihm Pausen gönnen, damit neue Nährstoffe in den Boden gelangen können, bis schließlich alles wieder von vorne beginnen kann. Er muss manchmal einfach so daliegen in der Sonne, austrocknen, nass werden, ruhen.“ Genau das hat Feist auch getan. Und jetzt ist sie zurück.

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