Inhalt:
Eine Ermittlung gegen Brunetti? Unmöglich. Zwar geht es nur um seine Eigentumswohnung und die Baubewilligung, doch Brunetti muß das Schlimmste befürchten. Als der zuständige Beamte wenig später von einem Baugerüst stürzt, weiß Brunetti mit Sicherheit, daß es in diesem Fall keineswegs nur um seine eigene Wohnung geht. Seine Ermittlungen führen Brunetti in die venezianische Drogenszene, zu Wucher und Korruption. Nur "Feine Freunde" können da noch helfen. (Quelle: Klappentext)
Der Handlungsanstoss - der Besuch des zuständigen Beamten für den "Fall" um Brunettis Wohnung - verläuft während des Roman eher im Sande. Der Grund dafür liegt auf der Hand: intuitiv bezweifelt Brunetti den offiziellen Bericht, es handle sich um einen gewöhnlichen Unfall bei dem toten Beamten, und beginnt zunächst inoffiziell Nachforschungen anzustellen. Dabei erhält der Leser einen tieferen Einblick in die Drogen-, Geldverleiher- und Korruptionsszene, in denen der eine immer eine schützende Hand über den anderen hält. Umso schwieriger ist es deshalb, überhaupt an gewisse Informationen zu gelangen; ein Problem, mit dem sich auf Brunetti konfrontiert sehen muss.
Auch wenn dies ohne Zweifel ein faszinierender Aspekt der venezianischen Gesellschaft ist, umso langweiliger ist der eigentliche Fall. 3 von 5 Punkten.