Dieses Buch hat alle Erwartungen, die ich hatte ohne weiteres erfüllt. Geschrieben ist es im Stile der isändischen Sagas. Kurz und trocken in der Wortwahl, aber doch poetisch, zieht seine Magie den Leser in den Bann. Kárason entführt den Leser in eine andere Zeit, in ein düsteres Zeitalter isländischer Geschichte, als Blutrache Gesetz war und Totschlag nicht unbedingt strafbar. Es erinnert ein wenig an Halldor Laxnes' "Die glücklichen Krieger", ist aber weit weniger sarkastisch. Ein Freund isländischer Literatur wird sich wohlfühlen, denn auch zwischen den Zeilen ist viel zu lesen. Vorsicht ist allerdings geboten: es ist wahnsinnig spannend, und wer eigentlich lernen oder arbeiten müßte, sollte besser die Finger davon lassen, denn schlaflose Nächte sind kaum zu vermeiden bis die letzte Seite gelesen ist.