Eines der besten OP-Center-Titel ist "Feindbilder" sicherlich. Gründe dafür:
1. Der übliche Clancy-Patriotismus fehlt diesmal vollständig. Stattdessen kritisieren die Autoren die ZUstände in der amerikanischen Geheimdienst- und Regierungsbürokratie.
2. Endlich dürfen auch mal ein paar Personen, die aus den USA stammen - und damit bei CLancy in der Regel automatisch Helden sind - böse sein, eine Verschwörung aushecken und als Verräter gelten. So etwas findet man bei Clancys eher selten. (Wie bereits gesagt, sind ja alle US-Amerikaner bei Clancy automatisch Helden, besonders die Soldaten.)
3. Die SPannungskurve des Romans ist excellent, die Vorbereitung und die Durchführung der gigantischen Verschwörung sind klasse detailliert beschrieben und doch kaum langatmig.
4. Auch Geheimdienstagenten dürfen wieder Probleme haben (wie bereits Hood in Teil 5 und 6) oder mal einen Auftrag vermasseln.
5. Auchd das russische OP-Center (bekannt aus Teil 2) spielt wieder mit und hilft den Amerikanern. Endlich sind es mal nicht nur amerikanische Superhelden, die den Erfolg der Verschwörung verhindern.
Warum ich dann nur vier Sterne vergebe?
Nun, das OP-Center war in den ersten sechs Romanen immer sehr actionreich. Diesmal wenig Action für einen Clancy, doch dafür fliegen die Funken in den Gesprächen. Besonders der Showdown im Weißen Haus sorgt dafür, dass man immer weiter liest.
Alles in allem ein weniger aufregender, aber dennoch packender Teil der OP-Center-Serie, gut, aber nicht das Beste.
Noch eine Anmerkung: Was soll der Kampfjet auf dem Cover? In dem Buch gibt es nicht eine Militärschlacht oder auch nur einen Luftkampf oder die Erwähnung von fliegenden Kampfjets! Hier wird man ein bisschen in die Irre geführt! (Das ist wohl dem deutschen Verlag zuzuschreiben. Hoffe in Zukunft auf bessere Umschlaggestaltungen!)
Hoffentlich sind die Teile 8 und 9 genauso spannend...