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Feindbild Christentum im Islam: Eine Bestandsaufnahme (HERDER spektrum)
 
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Feindbild Christentum im Islam: Eine Bestandsaufnahme (HERDER spektrum) [Taschenbuch]

Ursula Spuler-Stegemann
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 224 Seiten
  • Verlag: Verlag Herder; Auflage: 1 (7. April 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3451060086
  • ISBN-13: 978-3451060083
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 578.992 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Christenverfolgung im Irak. Morddrohungen gegen Konvertiten. Gibt es eine Zukunft für den Dialog zwischen Islam und Christentum? Wird dieser Dialog vom Islam überhaupt gewollt? Dieses Buch wagt eine kritische Bestandsaufnahme, denn die Herausgeberin ist überzeugt: Für den sozialen Frieden besteht ein erheblicher Bedarf an Klärungen und auch an offener verbaler Auseinandersetzung - jetzt als überarbeitete Neuauflage.

Über den Autor

Ursula Spuler-Stegemann, Prof. Dr., lehrt an der Philpps-Universität Marburg Türkisch und Religionsgeschichte. Bei Herder spektrum: »Muslime in Deutschland«.

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123 von 127 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Es ist der Islamwissenschaftlerin Prof. Dr. Ursula Spuler-Stegemann Respekt zu zollen, daß sie sich eines brisanten, oftmals vernachlässigten Themas - eines Zukunftsthemas unserer Gesellschaft - angenommen hat: Dem "Feindbild Christentum" im Islam.

Während das "Feindbild Islam" zu einem stehenden Begriff im christlich-islamischen Dialog geworden ist - und nicht selten zu einer Keule, die allzu leichtfertig geschwungen wird -, während es, wie die Herausgeberin schreibt, "ohnehin überstrapaziert" und ein "vielfach instrumentalisiertes Klischee" darstellt, fehlte das Gegengewicht: Wie sieht der Islam in Geschichte und Gegenwart das Christentum? Mit diesem Buch wird das Verhältnis von Christen und Muslimen "in ein realistisches Licht" gerückt.

Neben der Herausgeberin selbst waren elf weitere Autoren - unter ihnen ein Muslim und ein Konvertit - an diesem Werk beteiligt. Es sind dies unter anderem Islamwissenschaftler, Theologen, Journalisten, Orientalisten. Bekannte Namen sind Dr. Christine Schirrmacher, Prof. Dr. Bassam Tibi, Dr. Rita Breuer, Dr. Herbert L. Müller und Dr. George Tamer.

Sie behandeln kritische Positionen zum Christentum aus der Frühzeit des Islam und heutiger Theologen sowie des internationalen Islamismus, die Freiheit des Glaubens, Täuschungen und Wunschdenken im Dialog, dessen Notwendigkeit, Erfahrungen aus der Türkei und eines Konvertiten, die Christenverfolgung und schließlich das Verhältnis der Muslime in Deutschland zu den christlichen Kirchen.

Für den christlich-islamischen Dialog ist dieses sachliche, stets Fairneß bietende Buch unverzichtbar. Es antwortet auf den Vorwurf "Feindbild Islam im Christentum!" nicht einfach mit einem "aber bei euch gibt es das doch auch...", sondern mit differenzierten Betrachtungen ohne Vorurteile und Pauschalisierungen. Dabei sind die Darstellungen vielfältig, und manche Standpunkte befinden sich durchaus im Widerstreit.

Manches stimmt optimistisch, so Dr. Tamers Beitrag zur Notwendigkeit des Dialogs und seines Friedenspotentials, manches macht aber auch betroffen, so die Berichte aus der Türkei und vom Schicksal eines arabischen Christen.

Dieses Buch bejaht den christlich-islamischen Dialog, warnt aber zugleich vor Blauäugigkeit, Blindheit und dem "Herunterspielen des Umgangs mit den Hardlinern unter den Islamisten", vor einem Dialog als Selbstläufer, politischem Mißbrauch des Dialogs und Segregation.

Es gehört unbedingt in die Bibliothek von Kirchengemeinden, Dialogveranstaltern und Interessierten, und es will gelesen und diskutiert werden. Kein Leser wird ausnahmslos allen Standpunkten der Autoren zustimmen, aber jeder Leser wird von der Vielfalt der Darstellungen profitieren.

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69 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
...und intolerant-patriarchalischer Monotheismus.
Die "Feindbild Christentum im Islam" herausgebende Professorin lehrt Islamwissenschaften an der Universität Marburg und hatte zuvor bereits mit "Muslime in Deutschland" das wohl beste Werk über die ausländischen Islam-Angehörigen in unserem Land vorgelegt. In diesem Band hat sie nun eine ganze Reihe von Fachleuten versammelt, die sich dem interreligiösen Dialog widmen, der seit dem 11. September 2001 mit größerem Interesse als zuvor in der Bevölkerung wahrgenommen und beobachtet wird.
Der Islam ist aufgrund des Terrorismus ein Feindbild geworden, aber dies gilt seit dem Einmarsch von George W. Bush in Afghanistan und dem Irak auch umgekehrt. Die Muslime fühlen sich - nicht einmal zu Unrecht - vom Christentum bedroht. Die im Sammelband vertreten Ansichten sind sehr unterschiedlich, aber es zeichnet sich durchweg eine kritischere Betrachtung und Einschätzung des Dialoges zwischen den Kulturen ab, als dies gegenwärtig stattfindet. Vor allem die evangelische Kirche, welche seit Anfang der achtziger Jahre den Dialog aufgrund der "islamischen Revolution" im Iran vorantreibt, geht sehr realitätsfremd mit den Wirklichkeiten um. Blauäugig wird alles ausgeklammert, was Konflikte darstellen würde. Der Dialog ist sehr einseitig, denn die Christen beginnen in unserer Zeit eigentlich erst mit dem Dialog. Für die Muslime ist dieser längst abgeschlossen und wurde schon im Koran geführt.
Demnach sind Christen wie Juden zwar durchaus Anhänger des "Buches" und stehen in der Tradition der Gottesgläubigen, aber dennoch sind sie auch zu verurteilende Ungläubige. Nur in der Anfangszeit Mohameds war dieser christenfreundlich, da die christlichen Gemeinden, mit denen er in direktem Kontakt stand, seine Lehre sogar als eine christliche Splittergruppe einstuften. In späteren Zeiten Mohameds galten Christen aber bald als die gleichen Ungläubigen wie Juden und Heiden. Ein gläubiger Moslem ist nicht bereit, sich auf eine Wahrheit im Christentum einzulassen. Auch ist es nicht erlaubt, mit Christen zu verkehren, außer im Sinne der Missionierung. Und der Dialog gilt im Islam als Missionierung. Dies betrifft nicht die Gestalt Jesus selbst, dieser gilt als Prophet (der nicht am Kreuz gestorben sei und schon gar nicht Gottes Sohn sein konnte) und er ist auch tatsächlich im Koran derjenige, welcher am Ende aller Zeiten kommen wird, um zu richten. Trotz dieser Tatsachen lehnen die Autoren den Dialog nicht ab. Zwar ist kein wirklicher Dialog möglich, solange jede monotheistische Religion fundamentalistisch die eigene als alleinig Gültige betrachtet - aber deswegen nicht zu kommunizieren, empfinden auch sie dennoch als den "verkehrteren" Weg.
Konflikte und Tabus dürfen dann aber nicht - wie es der Fall ist - ausgeklammert bleiben. Die Evangelischen unterstützen viel Islamisches und sehen nicht, dass umgekehrt nichts Derartiges vonstatten geht. Wenn man einen Dialog führt, muss geprüft werden, ob beide Seiten unter den benutzten Begriffen überhaupt das Gleiche verstehen, z. B. der Begriff "Frieden" ist bei uns mit Harmonie und Gewaltlosigkeit und Abwesenheit von Kriegen verbunden. Wenn Islamisten von "Frieden" sprechen, meinen sie damit allerdings etwas ganz Anderes, nämlich die Ausweitung des Islams auf die ganze Welt. Im bisherigen Dialog werden von muslimischer Seite nur Anklagen und Forderungen erhoben. Die deutschen Protestanten akzeptieren das widerstandslos aus ihren Schuldgefühlen heraus, aufgrund ihrer Rolle im "Dritten Reich". Nie wieder will man andere Religionen diskriminieren. Ein wenig Angst vor Machtverlust spielt sicherlich auch eine Rolle. Wenn nämlich der Anspruch des organisierten Islam, alle Muslime im Rahmen einer Körperschaft des öffentlichen Rechts zu vertreten, zurückgewiesen wird, bliebe das im Sinne der Gleichbehandlung nicht ohne Folgen für die Kirchen. Wer den Monopolanspruch der orthodoxen Muslime bestreitet, gefährdet das entsprechende christliche Monopol.
Kaum beachtet werden die vielen unterschiedlichen Strömungen des Islams. Man unterscheidet weder die Hauptgruppen der Sunniten und Schiiten noch die diversen Strömungen letzterer Gruppierung und begreift auch nicht, dass ein islamischer Religionsunterricht in den deutschen Schulen schon aus diesen Unterschieden heraus überhaupt nicht möglich ist. Der Dialog wird gnadenlos durchgezogen, ohne die Möglichkeiten der Information über die Personen und Organisationen, die sie vertreten, zu nutzen. Alles, was den Dialog behindert könnte, wird ganz bewusst übersehen und eliminiert. Es kann aber doch nicht wirklich die Aufgabe christlicher Pfarrer sein, dafür zu sorgen, dass Moscheen errichtet werden. Islamisten dürfen in christlichen Kirchen predigen, umgekehrt findet so etwas nicht statt.
Verhandelt wird mit Organisationen, die als zwei verschiedene Zentralräte der Muslime in Deutschland auftreten, aber diese als solche anzuerkennen, ist eigentlich realitätsfern. Denn beide vertreten Minderheiten (nach Schätzung nur drei bis fünf Prozent) und stehen nicht für die Mehrheit der islamischen Glaubensbewegungen der in Deutschland lebende Muslime. Und eine ganze Reihe dieser dem Zentralrat angehörenden Gruppen, mit denen man kritiklos interkulturelle Aktionswochen zelebriert, wird vom Verfassungsschutz beobachtet und wie beispielsweise "Milli Görüs" als rechtsradikal eingestuft. Man kann nicht - wie vertreten wird - die Menschenrechte und die Behandlung der Christen in islamischen Ländern ausklammern, diese Betrachtungsweise gehört zum Dialog.
Und da sieht es überall düster aus - von wenigen Lichtblicken abgesehen. Erstaunlicherweise werden im einzigen Staat mit islamischer Verfassung - dem Iran - andere Religionen anerkannt und diese können sogar Vertreter in die Regierung entsenden. Saudi Arabien bezieht sich in seiner Verfassung auch auf den Islam, aber mit dem Iran ist diese nicht vergleichbar. Dort ist wie in den meisten arabischen Ländern die Situation der Christen die einer in ständiger Gefahr befindlichen Minderheit. Wenige Lichtblicke gibt es in Ägypten, wo der Islam mit den koptischen Christen tatsächlich im Austausch und in gegenseitiger Anerkennung existiert.
Das Buch bietet sehr interessantes Wissen über die unterschiedliche Situation in islamischen Ländern, die man kennen sollte. Den christlich-islamischen Dialog aufgrund dieses Wissens zu verwerfen, wäre dennoch nichts anderes als Propaganda für den als unvermeidlich hingestellten Kampf der Kulturen. Aber wir brauchen dafür keine interreligiösen Schmusestunden und auch keinen Austausch von Beweihräucherungen oder verlogenen Zusicherungen des guten Willens. Ehrlichkeit gibt es nur, wenn man ohne Selbstzensur, ohne Tabus und ohne Duckmäuserei miteinander reden kann.
Zum Thema Islam empfehle ich weiterhin zu lesen: "Gabriels Einflüsterungen" vom Inder Jaya Gopal, herausgegeben vom Ahriman-Verlag. Ferner "Der Mondgott in den Religionen Syrien-Palästinas. Unter besonderer Berücksichtigung von KTU 1.24"
von Gabriele Theuer (Allah bzw. Il-Alah entstand aus dem assyrisch-babylonischen Mondgott Sin/Suen...dieser entspricht dem ägyptischen Gott Seth).
Und natürlich "23 Jahre - von Ali Dashti über "Die Karriere des Propheten Muhammad" (von einem einstigen schiitischen Theologen).
Ferner sei erwähnt: Bis heute führen die muslimischen Araber des Nord-Sudan einen Islamisierungskrieg gegen den christlichen und animistischen Süden und Westen des Sudan.
Bis heute wird im Islam - auch in Ägypten - der "Glaubensabfall" und auch der Übertritt zum Christentum mit dem Tode bedroht und letzteres als Todesurteil auch vollstreckt.
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52 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Als ich mich für dieses Buch entschieden habe, suchte ich nach näheren Informationen über den Islam und besonders über die Beziehung zwischen Islam und Christentum. Informationen die über die Erkenntnisse, welche man aus den diversen Talkshows wie z.B. Sabine Christiansen ziehen kann, hinaus gehen. Da ich aber auch eine möglichst objektive Informationsquelle haben wollte, ohne die übliche weiß und schwarz Malerei, fokussierte ich meine Suche auf Autoren mit wissenschaftlichem Hintergrund, und bei einer solche Suche sollte man diese Bestandsaufnahme von Professor Dr. Ursula Spuler-Stegemann nicht außer acht lassen.

Frau Professor Spuler-Stegemann hat bei der Erstellung dieser Bestandaufnahme auf die Mitarbeit verschiedener Autoren zurückgegriffen. Unter ihnen findet man neben weiteren Islamwissenschaftlern auch christliche Theologen, Journalisten, ein Muslim und einen Konvertiten.
Das Buch beginnt mit einer Bestandaufnahme wie der Islam das Christentum sieht. Hierbei behandelt die Autorin, in diesem Falle Dr. Christine Schirrmacher, recht umfangreich besonders die theologischen Unterschiede und Streitpunkte zwischen Islam und Christentum, wobei sie häufig auf Zitate aus dem Koran zurückgreift. Im weiteren Verlauf des Buches erfährt man von den verschiedenen Autoren was Begriffe wie Missionierung, Toleranz, Religionsfreiheit und Friede aus islamischer Sicht bedeuten und was gläubige Muslime darunter verstehen.
Außerdem erfährt man aus verschiedenen Berichten wie die Situation der Christen in einigen muslimischen Ländern ist, wie muslimsche Organisationen hier in Europa auftreten und es berichtet auch über das Schicksal von Kovertiten.

Diese Bestandsaufnahme sollte auf keinen Fall als islamfeindlich verstanden werden. Man sollte auch die ein oder andere vorgefertigte Meinung die man zu diesem Thema möglicherweise hat, schnell über Bord werfen. Die Herausgeberin möchte einen realischtischen Umgang mit dem Islam fördern, und nach meiner Meinung gelingt ihr das auch sehr gut. Natürlich wird in dem Buch offen Kritik an islamischen Staaten bei ihrem Umgang mit dem Christentum und an europäischen Politikern bei ihrem Umgang mit dem Islam geäußert. Aber es darf auch nicht jede Kritik gleich mit dem Wort "islamfeindlich" gegeißelt werden.
Allen Lesern die sich in dieser Materie noch nicht so gut auskennen möchte ich abschließend noch raten, dieses Buch wurde zum Teil von Wissenschaftlern geschrieben und die neigen dazu das ein oder andere Fremdwort zu benutzen. Ein Fremdwörterlexikon danebenzulegen kann nicht schaden. Aber diese Tatsache macht das Buch auf keinen Fall schlechter.

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