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Feind-Bild Springer: Ein Verlag und seine Gegner
 
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Feind-Bild Springer: Ein Verlag und seine Gegner [Gebundene Ausgabe]

Jochen Staadt , Tobias Voigt , Stefan Wolle
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 328 Seiten
  • Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht; Auflage: 1.Aufl. (23. Oktober 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3525363818
  • ISBN-13: 978-3525363812
  • Größe und/oder Gewicht: 22,6 x 15,2 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 457.971 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Jochen Staadt
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die Anti-Springer-Kampagne war eine der größten Medienschlachten der sechziger Jahre. Den Startschuss dazu gab Staats- und Parteichef Walter Ulbricht. Am 21. April 1966 nahm er eine Rede zum 20. Jahrestag der SED zum Anlass, um die Enteignung des Springer Verlags zu fordern. Wenig später verlangte Rudolf Augstein unter der Überschrift »Lex Springer« am 1. August 1966 eine gesetzlich festgelegte Begrenzung der Marktanteile des Axel Springer Verlages. »Kein einzelner Mann in Deutschland«, schrieb Augstein, habe »vor Hitler und seit Hitler so viel Macht kumuliert, Bismarck und die beiden Kaiser ausgenommen«. Die Losung »Enteignet Springer« rückte nach der Erschießung des FU-Studenten Benno Ohnesorg während einer Demonstration gegen den Schah von Persien im Lauf des Jahres 1967 auch in das Zentrum des Streits zwischen Außerparlamentarischer Opposition und dem westdeutschen »Establishment«. Erstmals formuliert wurde sie im Berliner Extrablatt am 13. Mai 1967 von einem Stasi-Agenten.

Über den Autor

Stefan Wolle; Jahrgang 1950; Studium der Geschichte, 1976-1989 Mitarbeiter der Akademie der Wissenschaften der DDR; 1984 Promotion; 1991-1996 Assistent an der Humboldt Universität, 1996-1998 Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft; 1998 2000 Referent bei der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur; freier Autor; Mitarbeiter des Forschungsverbundes SED-Staat an der Freien Universität Berlin; Wissenschaftlicher Leiter des DDR-Museums in Berlin.

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Von Neuschäfer TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch hat es in sich, weil es trotz aller Anfeindungen sich einer Wahrheit verpflichtet weiss, die nicht allen schmeckt und bisherige Denkmuster als Irrtum entlarvt.
Vor allem geht es um die Frage, welche Rolle die DDR bzw. die STASI bei den (sicherlich zum Teil berechtigten) Protesten gegen den Springer-Verlag inne hatte und was davon bislang verborgen blieb.
Dem flüssig geschriebenen Buch liegt eine gründliche und sorgfältige Recherche zugrunde. Dabei wird deutlich, dass die Anti-Springer-Kampagne eine der größten Medienschlachten der 1960er Jahre war. Den Startschuss dazu gab der damalige Staats- und Parteichef Walter Ulbricht. Bereits am 21. April 1966 nahm er eine Rede zum 20. Jahrestag der SED zum Anlass, um die Enteignung des ihm verhassten Springer Verlags einzufordern. Wenig später verlangte Rudolf Augstein unter der Überschrift »Lex Springer« am 1. August 1966 eine gesetzlich festgelegte Begrenzung der Marktanteile des Axel Springer Verlages. »Kein einzelner Mann in Deutschland«, schrieb Augstein, habe »vor Hitler und seit Hitler so viel Macht kumuliert, Bismarck und die beiden Kaiser ausgenommen«. Die Losung »Enteignet Springer« rückte nach der Erschießung des Studenten der Freien Universität Berlin Benno Ohnesorg während einer Demonstration gegen den Schah von Persien im Lauf des Jahres 1967 auch in das Zentrum des Streits zwischen Außerparlamentarischer Opposition und dem westdeutschen sogenannten »Establishment«. Erstmals formuliert wurde sie im Berliner Extrablatt am 13. Mai 1967 von einem Agenten der STASI.
So manches wird nach diesem Buch vielleicht nicht neu, aber anders formuliert werden - auch wenn dies an manchen "Mauern in den Köpfen" nichts verändern wird!

Dieses Werk ist nicht wegen seines Stils provokant und provozierend, sondern wegen seines Inhalts, der gerade zwanzig Jahre nach dem sog. Mauerfall an Brisanz nichts eingebüßt hat.

Ein überaus empfehlenswertes Buch.
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