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Fehlt denn jemand . Roman
 
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Fehlt denn jemand . Roman [Gebundene Ausgabe]

Doris Konradi
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 221 Seiten
  • Verlag: Tisch 7; Auflage: 1., Aufl. (23. Februar 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3938476028
  • ISBN-13: 978-3938476024
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.439.376 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Auf einem Hausboot in Amsterdam wird Justin Vater und erkennt, dass er jahrelang vor seiner Geschichte geflohen ist. Eine Geschichte, die er zurückgelassen hat in Deutschland, bei seiner Schwester Juliane. Sie, die Theaterregisseurin, setzt sich direkt mit der Familie auseinander und dem Stillschweigen, dass über die Vergangenheit des Großvaters herrscht. Am Ende des langen Tages wird Justin die Geschichte von Marlou erzählt, die den Vorhang über der Wahrheit lüftet - jetzt steht ihm sein Leben offen. In ruhigem erzählerischen Fluss breitet Doris Konradi in ihrem Debüt FEHLT DENN JEMAND die Erzählstränge aus, um sie am Ende auf eine ergreifende Wahrheit zuzuführen. FEHLT DENN JEMAND steht in der Tradition des Familienromans, geschrieben mit dem Können einer Autorin, die genau weiß, wie man große Stoffe entwickelt.

Über den Autor

Doris Konradi, 1961 in Köln geboren, studierte Volkswirtschaftslehre, Germanistik, Romanistik und Niederlandistik. Seit 1997 Arbeit an literarischen Texten. 2003 erhielt sie den Bettina von Arnim-Preis für die Kurzgeschichte "Freunde von Lula". Doris Konradi lebt als freie Schriftstellerin in Köln.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Fehlt da jemand, erschienen im ambitionierten neuen Kölner Verlag Tisch 7, reiht sich ein in eine Fülle vun Erzählungen und Romanen, die die Enkel 60 Jahre nach Kriegsende auf die Suche nach den Großvätern und deren Vergangenheit schicken. Wunderbar fern von jedem-nicht selten- krampfhaften Versuch der Bewältigung gehen diese Enkel zu Werke. Weg von der Anklage hin zum Feststellen, Erkennen und Einordnen. Oft bestechend klar und nüchtern. Doris Konradi gehört zu diesen vielversprechenden Autorinnen. Sie führt ihre Protagonisten Juliane und ihren Bruder Justin mit sicherer Hand und lässt sie ihr Leben finden. Sie liefert eine Momentaufnahme mit Langzeitwirkung, gibt ihnen Räume, schafft Nähe und schützende Distanz. Doris Konradi verliert nie den Anlass aus den Augen.
Sie macht Gegenwart begreiflich, indem sie ganz unspektakulär Vergangenheit zulässt, eine Vergangenheit, die hilft zu verstehen und leben lässt. Immer spannend, immer prägnant, bisweilen berückend einfach erzählt ist "Fehlt da jemand" mehr als nur ein gelungenes Romandebut.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Lesewurm
Vordergründig geht es um eine Familie, die die Nazivergangenheit des Großvaters verheimlicht - gerade in diesen Tagen ein viel diskutiertes Thema, doch es geht für mich um sehr viel mehr. Doris Konradi sieht die Welt mit eigenen, sehr feinen Augen und legt ihre Beobachtungen feinfühlig in ihre sehr autentischen Figuren. Hier ein Zitat, in dem eine der Protagonisten den Familienvater beschreibt:
"Er trug seinen weinroten Pullunder zu Hemd und Hose, seine Hauskleidung, die er sich leistete, wenn er fernab aller offiziellen Begegnungen war, bequem, aber keine Spur nachlässig. ... Er stand auf Socken, trug nicht die ledernen Pantoffeln, die seinem lässigen Aufzug das richtige Maß an Korrektheit verliehen, sondern nur dünne schwarze Herrensocken. Seine knochigen Füße wirten nackt, fast anzüglich, wie ein geöffneter Blusenknopf oder ein zu kurzer Rock Körperteile ahnen ließen, die gewohntermaßen verdeckt blieben. Gleich wirkte er unbeholfen im unvollständigem Habit, als seien es die Schuhe und nicht seine Füße, mit denen er den Boden spürte, die ihm seine Standfestikeit verliehen."
Diese feinsinnige Beschreibung schwarzbestrumpfter Herrenfüße, zieht einem doch die Schuhe aus, oder?
Freunde wortgewaltiger Literatur werden in diesem Buch eine ganze Truhe solcher Wortperlen finden - ein Schatz, der den leider etwas hohen Preis auf jeden Fall rechtfertigt. Selten habe ich eine kurzweilige, stimmungsvolle Geschichte, interessante Personen und eigenwillige Gedanken in einer solchen Symbiose gelesen.
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kino im kopf 28. September 2005
Ein wunderbares Buch für schöne Stunden. Von leichter Hand skizziert Doris Konradi die Charaktere der Geschichte, Justin und Justine, Bruder und Schwester, beidesind eng verbunden mit der Vergangenheit des Großvaters, über die in der Familie geschwiegen wird. Amosphärisch dicht sind Hauptschauplätze und Figuren beschrieben; auch der Umgang der Eltern miteinander zeigt mit wenigen Worten gegensätzliche Welten auf. Immer dichter spannt Doris Konradi die Fäden zwischen den Geschwistern, deren Nähe zueinander trotz der räumlichen Entfernung jederzeit zu spüren sind. Gut gefallen hat mir, wie Doris Konradi die Handlungsstränge gegeneinander setzt, so dass der Roman keinen Moment an Spannung verliert. Die Handlung zieht in den Bann, man mag das Buch nicht mehr aus der Hand legen, bevor es zuende gelesen ist.
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