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Fegefeuer der Eitelkeiten
 
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Fegefeuer der Eitelkeiten [Taschenbuch]

Tom Wolfe
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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Droemer Knaur (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426614723
  • ISBN-13: 978-3426614723
  • Größe und/oder Gewicht: 19,3 x 12,6 x 5,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 461.576 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Tom Wolfe
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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Fegefeuer der Eitelkeiten
OT The Bonfire of Vanities OA 1987 DE 1988Form Roman Epoche Moderne
In seinem barock erzählten Großstadtroman entwirft Wolfe ein breites Panorama New Yorks in den 1980er Jahren.
Inhalt: Börsenmakler Sherman McCoy hat den amerikanischen Traum von Erfolg und Reichtum verwirklicht – ein Millionen-Dollar-Jahresgehalt, eine Luxuswohnung in der schicksten Gegend New Yorks, ein nettes Töchterchen, eine Dame der Gesellschaft als Ehefrau und eine sexhungrige Freundin. Doch eines Tages begeht Sherman einen fatalen Fehler. Weil er mit seinem Mercedes die Ausfahrt verpasst hat, kurvt er mit Gespielin Maria durch den verrufenen Stadtteil Bronx. Als zwei schwarze Jugendliche auftauchen, geraten die nach Geld aussehenden Weißen in Panik. Maria, die sich ans Steuer setzt, fährt einen der Schwarzen an und rast mit Sherman davon. Der junge Mann stirbt später an seinen Verletzungen, die Polizei ermittelt und Sherman verstrickt sich in ein Netz aus Ungereimtheiten und Lügen. Als sich auch der Klatschreporter Peter Fallow für die Einzelheiten der Geschichte interessiert, beginnt Shermans gesellschaftlicher Sturz aus dem Kreis der Reichen und Schönen.
Aufbau: Nicht zufällig erinnert das Werk an den Roman Jahrmarkt der Eitelkeit (1848) von William Makepeace R Thackeray aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. An einem exemplarischen Ereignis wird in üppigen Stimmungsbildern ein Sittengemälde der Zeit entworfen, hier des vibrierenden Molochs New York am Ende des 20. Jahrhunderts. Wolfe fängt Gerüche, Geräusche und Geschwindigkeit der Metropole mit Lautmalereien und sprachlichen Neuschöpfungen ein. Wirtschaft, Justiz, Politik, Presse und Kirche werden durch stellvertretende Figuren ins Blickfeld gerückt, ihre politischen und persönlichen Interessen fließen ineinander. Sherman McCoy steht für die protzende Schicht der Neureichen mit ihren kostspieligen Träumen und ihrer herausfordernden Eitelkeit. Seine glänzende Fassade stürzt ein, als er sich zum ersten Mal als Mann mit Charakter erweisen muss. McCoys Niedergang erinnert an die schillernden, aber sündhaft teuren Jahre der konservativen Administration unter US-Präsident Ronald Reagan (1981–89). Deren Ideologie des hemmungslosen Egoismus hinterließ einen verarmten Mittelstand und das größte Haushaltsdefizit der amerikanischen Geschichte.
Wirkung: Fegefeuer der Eitelkeiten wurde ein internationaler Bestseller, Kritiker im In- und Ausland rühmten das Buch. Wie ein moderner Honoré de R Balzac habe Wolfe ein »erzähltes morality play« (Hellmuth Karasek) geschaffen, einen »durch und durch komödiantischen Roman« (FAZ), der Ereignisse der Zeitgeschichte auf witzige Art glossiere. In Brian de Palmas Verfilmung (1989) spielten die Hollywood-Stars Tom Hanks, Bruce Willis und Melanie Griffith die Hauptrollen. B. B. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Die ruinösen Abenteuer des Börsenmaklers Sherman McCoy. 'Genußvoll ausgespielt werden der hemmungslose Egoismus und die zynische Brutalität der Großstadtmenschen...' (FAZ-Magazin)

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39 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Willkommen in der New Yorker Vorhölle!, 27. Dezember 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Fegefeuer der Eitelkeiten (Taschenbuch)
New York, Mitte der 1980er Jahre: Sherman McCoy hat alles, wovon viele nur träumen können. Er arbeitet als erfolgreicher Wall-Street-Broker. Er residiert in einer 3,5 Millionen Dollar teuren Park Avenue-Wohnung. Er ist verheiratet mit einer High-Society-Gattin, die nebenbei Ambitionen als Innenarchitektin hegt. Und er ist Vater einer kleinen Tochter, die natürlich auf eine Privatschule geht. Für den letzten Schliff seines Lebens sorgt Maria, eine gelangweilte promiskuitive Mittzwanzigerin, die einen 71-Jährigen geheiratet hat und sich bei Sherman holt, was sie zu Hause nicht erhält. Kurzum: Sherman kann alles, hat alles und ist ganz oben.

Der Höhenrausch findet ein abruptes Ende, als Sherman sich mit Maria in der Bronx verirrt. Hier kollidieren Welten, und zwar buchstäblich. Das Amour fou-Pärchen fährt einen jungen Farbigen an und begeht in Panik Unfallflucht. Für kurze Zeit scheint es, als sei nichts passiert. Sherman wahrt mehr oder weniger die Contenance, bis die Bronxer Staatsanwaltschaft und die Presse von der Angelegenheit Wind bekommen. Sie legen eine Schlinge um Shermans Hals und ziehen sie zu. Der junge Unterstaatsanwalt Larry Kramer wittert seine große Chance: den großen weißen Schuldigen. Ähnliche Hoffnungen hegt Peter Fallow, der alkoholabhängige Journalist: Er sieht die Story, den Scoop ... den Pulitzer-Preis für investigativen Journalismus. Sherman McCoys Stern hingegen ist im Sinken begriffen. Und Morddrohungen sind angesichts dessen, was ihn erwartet, bei weitem nicht das größte Übel.

Tom Wolfes „Fegefeuer der Eitelkeiten" gilt als moderner Klassiker. Bissig und amüsant schildert Wolfe den sukzessiven Untergang eines Yuppies. Nebenbei gewährt er tiefe Einblicke in eine dekadente upper class, die sich in ihrer alltäglichen Langeweile dem Rausch des Luxus' hingibt. Bemerkenswert ist an diesem Roman die erfrischende Art, in der er geschrieben wurde. Fast scheint es, als hätte der Autor während des Schreibens permanent ein sardonisches Lächeln auf den Lippen gehabt. Die vielen Seitenhiebe und bösen Anspielungen sprechen dafür. Ein wirklich großes Buch!

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21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Der New York-Roman der achtziger Jahre, 3. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Fegefeuer der Eitelkeiten (Taschenbuch)
Tom Wolfe hatte schon eine überaus erfolgreiche Karriere als Journalist hinter sich, als er 1987 seinen eigentlichen ersten Roman veröffentlichte. Die Hauptrolle in diesem Buch spielt der sehr erfolgreiche Börsenmakler Sherman McCoy. Er ist erfolgreich, lebt in einer relativ glücklichen Ehe und kann sich nebenher noch eine Geliebte leisten. Doch diese wird ihm zum Verhängnis, als wir während einer Irrfahrt durch die New Yorker Bronx einen schwarzen Jungen anfahren. Dieses Ereignis wird das gesamte Leben von Sherman McCoy umkrempeln, denn nun beginnen sich alle für wichtig haltenden Gruppen, auf diesen Unfall zu stürzen. Dabei gehts nur nebenrangig um Gerechtigkeit für diesen Jungen, wichtigstes Ziel aller Beteiligten ist es, sich zu profilieren. Seien es nun Journalisten, die hoffen die Story ihres Lebens gefunden zu haben, oder Politiker, schwarz und weiß, die die Ereignisse für ihre politischen Propagandazwecke nutzen wollen. Eine Straftat, die man ohne Aufsehen hätte abhandeln können, wird zur Farce. Dadurch gelingt es Tom Wolfe meisterhaft, die amerikanische Gesellschaft zu sezieren und bloßzulegen. Dieser Roman ist ein New York-Roman. Man erkennt, dass Wolfe sich sehr viel Mühe gegeben hat, alles so genau wie möglich darzustellen. Man könnte dieses Buch auch als Reiseführer nutzen. Was sich in diesem Roman in New York abspielt, wird zum Spiegelbild einer amerikanischen Gesellschaft, die in den achtziger Jahren immer noch versuchte, die Kämpfe der verschiedenartigen politischen und kulturellen Gruppen in den Griff zu bekommen, aber eigentlich schon längst daran gescheitert war. Diese Konflikte waren längst von der Oberfläche verschwunden. Die amerikanische Gesellschaft hatte sie verdrängt. Aber unter dieser Oberfläche brodelte es, und es bedarfte nur eines kleinen Anlasses, um alles explodieren zu lassen. Was Wolfe in seinem Roman so meisterhaft dargestellt hatte, sollte für Amerika noch einmal Realität werden: 1991 Unruhen in Los Angeles nachdem Rodney King-Urteil. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Passender Titel, 10. Dezember 2004
Der New Yorker Investmentbanker Sherman McCoy holt seine heimliche Geliebte, Maria Ruskin, am Flughafen ab und verpaßt auf der Fahrt nach Manhattan die Ausfahrt. Er landet in der berüchtigten Bronx, muß auf der Suche nach dem richtigen Weg aus dem Wagen aussteigen, um ein Hindernis zu entfernen und fühlt sich von zwei näher kommenden Schwarzen bedroht. Voller Panik vor einem Überfall wirft er dem einen Schwarzen den weggeräumten Gegenstand, einen Reifen, entgegen und versucht zu fliehen. Währenddessen setzt sich Maria ans Steuer und rammt bei der Flucht den anderen Schwarzen.
Froh, dieser unangenehmen Situation entronnen zu sein, versuchen beide diesen Vorfall zu vergessen. Nach und nach wird dieser Unfall, bei dem der Schwarze Henry Lamb so schwer verletzt wurde, daß er ins Koma fällt, hoch gespült. Vor allem der schwarze Reverend Bacon, der scharf auf den Bürgermeisterstuhl ist, forciert die negative Stimmungsmache und bald regt sich der schwarze Mob in der Bronx.
Unterstützt wird dieser Vorgang durch den Reporter Peter Fallow mit seinen einseitigen und sensationslüsternen Reportagen.
Und der Oberstaatsanwalt, Abe Weiss, der sich Sorgen um seine Wiederwahl macht, sieht sich dermaßen unter Druck gesetzt, daß er eine ungeheure Kampagne gegen McCoy startet, als dessen Beteiligung an dem Unfall bekannt wird. Geleitet werden die Ermittlungen von dem Unterstaatsanwalt Larry Kramer, der seine persönliche Chance sieht, ins Rampenlicht zu treten und Karriere zu machen.
Das nur ganz grob zu der sehr komplexen und wohl durchdachten Story.
Ich habe selten ein Buch gelesen, bei dem der Titel (obwohl nicht original) so gut gepaßt hat wie bei "Fegefeuer der Eitelkeiten", denn Eitelkeit und Egoismus sind die Hauptcharakterzüge der Hauptpersonen in diesem Roman. Jeder ist auf seinen Vorteil bedacht, was in der heutigen Gesellschaft (und auch in der Historie) ja nichts Neues ist. Da dieses Buch aber in der New Yorker Upperclass spielt, treten die genannten Wesenszüge beim Kampf um Macht und Geld noch deutlicher hervor.
Tom Wolfe schafft es mit einem gehörigen Maß an Zynismus, das Verhalten der hohen Gesellschaft New Yorks und derer, die ihr gerne angehören würde, zu skizzieren. Da seien ihm einige langatmige und auch nervige Passagen (bei 870 Seiten keine Wunder) verziehen. Seinen (Anti-)Helden McCoy fand ich nicht immer ausgereift. Einerseits der toughe Banker, andererseits ein nervöses Weichei. Das paßte nicht so ganz.
Ansonsten dieses Buch unbedingt empfehlenswert!
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