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Feels [Vinyl LP]
 
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Feels [Vinyl LP]

Animal Collective Vinyl
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Vinyl (24. April 2009)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Fat Cat (rough trade)
  • ASIN: B001L57ZWO
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 215.347 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die experimentellen Beach Boys 30. September 2006
Format:Audio CD
Wer des momentan gerade angesagten New-Wave oder- Garagenrockrevivals überdrüssig ist,sollte seinen Blick mal über den großen Teich richten.Animal Collective kreieren nämlich einen Sound,den man in dieser Form noch nicht gehört hat.Experimentell,träumerisch,weltentrückt,luftig und abenteuerlich.Alles versehen mit einer ganz leichten Brise Folk,Psychedelic und poppigen Elementen.

Die Band macht sich weitestgehend frei von klassischen Songstrukturen und bastelt einfallsreich faszinierende Lieder,teilweise nur aus obskuren Geräuschen bestehend,vor sich hin plätschernd,dann aber wieder tempogeladen und mitreißend.Besonders gelungen ist "The purple Bottle",welches fast schon herkömmlich aufgebaut ist.So stelle ich mir die modernen,etwas verrückten Beach Boys vor.

Animal Collective mit anderen Gruppen zu vergleichen fällt aber aufgrund des ganz eigenen Stils nicht so leicht.

Wenn man aber Schubladen benutzen möchte,könnte man sie verorten bei Gruppen wie Coco Rosie,Arcade Fire,Sigur Ros,Flaming Lips und ganz aktuell Grizzly Bear.

Also,wer Neues entdecken möchte,sollte unbedingt mal "Feels" kennenlernen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Head like a Door 11. Januar 2010
Format:Vinyl
Während eines der Tracks-Berichte auf Arte über vermeintlich neue Musiktrends war er plötzlich im Bild zu sehen: Panda Bear. Das ganze vorangegangene New-Weird-America Gewäsch des Berichts, nach dem ein paar Monate später kein Hahn mehr krähen würde, war mir schon gehörig auf den Wecker gefallen, doch was ich nun kurz zu sehen bekam, besserte meine Laune augenblicklich wieder erheblich. Mehr in der Nähe von Tortoise oder Dylan Group musizierend, angenehm unaufdringlich und überhaupt nicht weird, präsentierte sich Panda Bear mit Animal Collective als dringend wahrzunehmende Musikhoffnung.
Glücklicherweise stand kurze Zeit später ein Live-Termin in der Weltbühne Hamburg auf dem Programm. Im Vorfeld eine belanglose Kapelle aus Island, was einem mit ihrer gekünstelten Verrücktheit den Besuch eigentlich schonmal hätte verleiden können. Genauso die geschätzte Raumtemperatur von 45 Grad bei etwa 90 Prozent Luftfeuchtigkeit. Die Daunenjacke hat drinnen auch nicht gerade zur Annehmlichkeit beigetragen, aber wohin damit, wenn zwischen alle Besucher kaum noch eine einzige Briefmarke gepasst hat.
Wenn man trotz dieser schlechten Voraussetzungen die Musik der Band trotzdem vom ersten bis zum letzten Ton geniessen kann, sagt das schon genügend über die Qualität der Musik aus. Selten war ich von einem Sound so fasziniert und mitgenommen, wie diesmal. Erst später würden vergleichbare Live-Erfahrungen mit anderen Bands folgen. Das Bild was mir der kurze Auftritt im Fernsehbeitrag vermittelt hat, stimmte heute Abend vorne und hinten nicht. Glücklicherweise wurde es viel besser. Es wurden neue Türen aufgestoßen, die sich nie wieder schließen lassen würden. Die ganze Session schien ineinander über zu gehen. Improvisierte Rhythmen, alle musikalischen Grenzen sprengende Klangteppiche, tribales Getrommel auf dem reduziertesten Schlagzeug, das ich bis dato gesehen hatte, leidenschaftlicher, verzerrter, ununterbrochener Stakkato-Singsang, der auch gerne mal geklaute Zeilen aus Stevie Wonders "I just called..." beinhalten konnte und Harmonie-Strukturen, auf die man nur kommen kann, wenn man in der Jugend mit bewusstseinserweiternden Substanzen experimentiert hat. Offensichtlich kann man die dabei erlebten Dinge, bei entsprechender Begabung und Übung, auch dem nüchternem Konzertbesucher, mithilfe der Musik erfahren lassen. Der Auftritt war wie ein endlos dauernder Trip und eine meditative Übung mit Besuch in einer fremden, aber wunderschönen Welt. Das dies auch eins der Anliegen der Band ist, habe ich erst viel später erfahren und war überrascht, wie erfolgreich sie das umsetzen können. Von der biochemischen Botenstoff-Ausschüttung, die ich an diesem Abend erlebte, konnte ich noch den ganzen Rest des Jahres zehren.
Dankbar und begeistert machte ich mich daran, die Musik auch Zuhause erleben zu können und das erste Album sollte das damals aktuelle "Feels" sein. Natürlich ist die Intensität des Live-Auftritts nicht wirklich auf Platte zu transportieren. ich erkannte die Musik sogar im ersten Moment kaum wieder. Viel aufgeräumter, weniger breihaft, weitaus ausdifferenzierter und eben kein musikalischer ausufernder Bewusstseinsstrom, wie auf der Bühne. Manchmal jedoch nahe dran, wie bei "Grass", "The Purple Bottle" oder "Banshee Beat". Manchmal weniger nahe dran, wie bei "Flesh Canoe", "Bees" und "Daffy Duck". Grandios bleibt die Tatsache, das vielleicht noch logische Rückschlüsse auf Einflüsse möglich sind, das Endergebnis aber unverkennbar eigen bleibt.
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