"Die Wahrhheit steckt irgendwo hier drin..." Ja! Tut sie.
Die ersten 150 Seiten sind spannende Tiefenpsychologie für eingefleischte Robbie Fans, er erzählt auf seine ganz eigene liebevoll sensible Weise über seine intimen Träume, Wünsche und Ängste. Auch die Trennung von Guy Chambers wird "live" aus Robbie's Perpektive geschildert.
Leider folgen dann gut 250 völlig uninteressante Seiten, die einzig dadurch gerettet werden, dass Robbie teilweise bekannte Anektoten aus seiner Take That Zeit erzählt und so mancher Fan sich freuen wird, seine Gedanken zu bekannten Lieblingssongs zu erfahren und bei der Geburtsstaunde einiger "Intensive Care" Songs "live" dabei zu sein.
Dennoch ziehen sich die Seiten, denn Robbie's Alltagsleben ist tatsächlich, wie er selbst immer behauptet hat, schlichtweg langweilig. Auch verliert der Autor den "touch" zu Robbie und so besteht der Mittelteil des Buches nur aus gefühlsarmen Beobachtungen eines ebenso gefühlsarmen Robbie Williams.
Im dritten Teil, gut 150 Seiten, sieht man Robbie dann bei den Ups und Downs seiner Escapology Tour, was durchaus interessant ist, auch wenn sein Umgang den (weiblichen) Fans mich teilweise geschockt hat. Stichwort Bumsstiefel... Gut zu wissen...
Was bleibt als Konklusion?
Das Buch hätte man gut und gerne kürzen können, 200 Seiten weniger und es wäre wohl als genial durchgegangen.
zu Robbie bleibt meiner Meinung nach zu sagen:
He is not quite the sensitive man he so much longs to be.
Liebe Grüße, ein realistischer Langzeitfan!