"Das Federspiel" ist ein Roman von und - in erster Linie - für Frauen, die sich in der - manchmal etwas klischeehaft - erzählten Geschichte von den Sehnsüchten einer Frau nach beruflichem Erfolg und der großen, einzigen, erfüllten Liebe wiederfinden sollen und werden. Die Titelheldin entflieht den Käfigen ihrer Welt - Beziehungen, in denen sie sich unfrei fühlt und einem Beruf, der keine Zeit für "Leben" läßt - in die Arme eines sensiblen, leidenschaftlichen und geheimnisvollen Falkners (also eines "Traummannes").
Was wie ein Groschenroman - mit oft konstruierten Einschüben pädogogischen "Infotainments" über die Falknerei - beginnt und anfangs auch so anmutet, wird im letzten Drittel zu einer schönen philosophischen und tränenreichen Parabel, die eigentlich von der schmerzhaften Suche nach dem Selbst und dem Sinn der eigenen Existenz erzählt. So wie das Leben vom Werden und Vergehen bestimmt ist, so ist die Liebe durch Anziehung und Abstoßung, Sehnsucht, Erfüllung und der Endlichkeit von Gefühlen geprägt. Das überraschende Ende läßt uns schluchzend die Frage stellen, ob nicht vorallem die unerfüllten Träume und unerfüllbaren Hoffnungen Triebfedern unseres Lebens sind, denn möglicherweise ist der richtige Augenblick nur süße Illusion...