Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Intelligent, ambitioniert und sehr intensiv !!, 18. Januar 2007
Nach einem Flugzeugabsturz gibt es nur wenige Überlebende. Einer davon ist Max, der auch maßgeblich für die Rettung der Übrigen verantwortlich ist. Der Absturz allerdings hat in ihm einen Schock ausgelöst, der ihn permanent über den Dingen stehen läßt. Er findet keinen Bezug mehr zu seiner gewohnten Umgebung, d. h. Familie und Beruf sind ihm völlig fremd.
Einzig die Nähe zu Carla, einer jungen Frau, die während des Absturzes ihr zweijähriges Kind verloren hat und glaubt, allein die Schuld dafür zu tragen, gibt ihm eine gewisse zwischenmenschliche Energie.
Auf eine spektakuläre, sehr nachhaltig wirkende Art und Weise beweist Max Carlas Unschuld am Tod ihres Kindes und befördert sie wieder ins Leben zurück. Er selbst durchlebt nocheinmal vor dem Hintergrund einer allergischen Reaktion die letzten Minuten an Bord des Unglücksfliegers und überwindet sein Trauma.
Fearless ist ein Katastrophenfilm und auch wieder nicht, weil er sich zu keiner Zeit der Klischees herkömmlicher Produktionen dieses Genres bedient. Es ist auffällig, daß dieser amerikanische Film, der in erster Linie mit Amerikanern besetzt ist, so unamerikanisch daherkommt. Verantwortlich dafür sind sicher das Drehbuch von Rafael Yglesias und der Inszenierungsstil Peter Weirs. Der Australier hat Fearless seinen eigenen, ganz persönlichen Stempel aufgedrückt. Und der ist wirklich ungewöhnlich, da der Film unaufhörlich zwischen hartem Realismus und mystischen Überzeichnungen schwankt. Ein leichter Touch Hollywood ist auch dabei, aber das war wohl nötig, um a) die Geldgeber von diesem Projekt zu überzeugen und b) dieses Drama hin und wieder zu entspannen und selbst das ist gut gelungen.
Jeff Bridges ist die Rolle des Max auf den Leib geschrieben, die Rolle der Carla wird von Rosie Perez nicht minder schlecht verkörpert. Kurzauftritte von John Turturro und Tom Hulce können diese Performance nur positiv unterstützen. Die letzten zehn Minuten des Films das ist die Phase, in der Max einen allergischen Schock erleidet, die schrecklichen Szenen an Bord der Maschine ein zweites Mal vor Augen hat und sich dadurch, allerdings mit der Hilfe seiner Frau, ins Leben zurückkatapultiert sind derart intensiv, daß es einen fast zerreißt. Das Visuelle ist eins, definitiv schon faszinierend genug, aber untermalt und letztlich ergänzt um den mehrminütigen Auszug aus dem 1. Satz der klassischen 3. Symphonie des polnischen Komponisten Henryk Gorécki, der in diesem Zusammenhang eine schier unbeschreibliche Dramatik entwickelt.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Emotional überwältigendes, hochkarätig gespieltes Drama vom Regisseur von "Die Truman Show", 28. Oktober 2007
Mit "Fearless - Jenseits der Angst" gelang Peter Weir wohl einer der unterschätztesten Filme der 90er und ebenso ein herausragendes Musterbeispiel für die großartige, nicht minder unterschätzte Schauspielkunst von Jeff Bridges.
Der zutiefst menschliche, emotional packende Film trägt unverkennbar die einzigartige Handschrift von Peter Weir, Regisseur von Meisterwerken wie "Die Truman Show", "Der Club der toten Dichter" oder "Der einzige zeuge". Der Film erreicht beinahe eine lyrische Ebene, er ist meditativ und lässt einen noch Tage nach dem Ansehen nicht mehr los. Vielleicht sieht man sogar die Welt um sich herum danach ein wenig mit anderen Augen.
Die aufwühlende Geschichte von Max Klein, der einen schrecklichen Flugzeugabsturz überlebt und sich danach unverwundbar fühlt, ist emotional so dicht, dass es einem regelrecht die Sprache verschlägt. All die außergewöhnliche emotionale Last, die der Protagonist auf seinen Schultern trägt, wird für den Zuschauer spürbar gemacht. Aber auch die Komplikationen, die Kleins Familie nach dem Unfall widerfahren, sind brilliant ausgearbeitet.
Peter Weir lässt sich unglaublich viel Zeit kleine Gesten zu zeigen, die eine unglaubliche Wirkung auf den Zuschauer hinterlassen. Die grandiose, nuancierte Darstellung von Jeff Bridges ist jedoch das Herz des Films. Es ist schier unbeschreiblich, wie viel Bridges in seine Performance investiert. Es ist eine regelrechte Tour de Force, die sich auf der Leinwand entfaltet. Wenn man sich betrachtet, wie emotional fordernd seine Rolle ist und wie wenig Anerkennung er dafür erhielt, muss man sich schon wundern. Dies ist nicht das erste Mal, dass Bridges deratiges widerfährt, über die Jahre hin hat er sich jedoch zum vielleicht unterschätztesten Darsteller seiner Generation entwickelt.
Doch er wird von der ebenfalls hochkarätigen Rosie Perez unterstützt, die hier die wohl beste Leistung ihrer Karriere zeigt, wofür sie auch eine Oscar-Nominierung und diverse Auszeichnung von amerikanischen Kritikerverbänden erhielt. Sie spielt die streng katholische Carla, die bei dem Absturz ihren zweijährigen Sohn verlor und mit dieser Last verständlicherweise nicht klarkommt. Sowohl ihr Charakter, als auch der von Bridges, machen extreme, wenn auch unterschiedliche, emotionale Erfahrungen durch. Sie bauen eine Beziehung zueinander auf, die nur sie verstehen können, sie aber auch beide von Grundauf verändern wird. Dies geschieht jedoch sehr zum Leidwesen von den jeweiligen Familien.
Isabella Rossellini zeigt ebenfalls eine bravouröse Darstellung als Kleins Ehefrau, die nach dem Unfall keinen Zugang mehr zu ihrem Ehemann findet. In weiteren Rollen überzeugen noch John Turturro als Therapeut, Tom Hulce ("Amadeus") als Anwalt, Benicio Del Toro als Carlas Mann und Deidre O'Connell als Witwe von Kleins bei dem Unfall umgekommenen besten Freund.
Sie alle tragen dazu bei, "Fearless" zu einem unvergesslichen Stück Kino zu machen, dessen Bilder sich tief ins Gedächtnis einbrennen. Peter Weir gelingt es, Emotionen zutiefst spürbar zu machen, seine Charaktere tiefgründig und ohne Zweifel absolut glaubhaft und lebensecht darszustellen. Seine Regie brilliert durch den langsamen Aufbau, er lässt dem Zuchauer Zeit, die Geschichte für sich im Kopf entfalten zu können. Er besticht durch ein unglaubliches Auge fürs Detail, wie man es nur äußerst selten bei Filmen feststellen kann. Auch hervorzuheben ist sein immenses Talent Musik mit Bildern zu verbinden. Am spürbarsten wird dies bei dem Ende, dass an emotionaler Sogkraft nicht zu überbieten ist. Man sitzt nur noch regungslos da, hält den Atem an und ist einfach nur überwältigt.
"Fearless" ist ein sträflich unterschätzter Film, der nun scheinbar nach Jahren mehr und mehr Anerkennung findet. Ein fantastischer Film, der jedem ans Herz zu legen ist.
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11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Intensiver und verstörender Film. , 12. September 2006
Max Klein hat einen Flugzeugabsturz überlebt. Dieses Erlebnis stellt sein vorheriges Leben in Frage. Max fühlt sich nun unsterblich und der absoluten Wahrheit verpflichtet. Traumwandlerisch durchs Leben laufend und mit dem Tod flirtend bringt er sich immer weiter in die Isolation und entfernt sich von seinem alten Ich.
Ein wahnsinnig intensives, atmosphärisch dichtes Psychodrama von Peter Weir ("Club der toten Dichter") mit einem genialen Jeff Briges ("The Big Lebowski") in der Hauptrolle. Absolut sehenswert!
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