Die plain English Übersetzung direkt neben dem Originaltext habe ich aus mehreren Gründen als extrem hilfreich empfunden:
- Der Lesefluss wird kaum gestört, da man unverständliche Ausdrücke "nebenher" im modernen Englisch nachlesen kann. Dies empfinde ich als einen großen Vorteil im Vergleich zu Shakespeare-Ausgaben, bei denen ausgewählte Vokabeln auf der unteren Hälfte der Seite übersetzt sind; der schnelle Blick zur Seite ist aus irgendeinem Grund wesentlich weniger störend als der schnelle Blick nach unten. Somit kann man sich besser auf die Handlung konzentrieren, was den Lesespaß doch sehr steigert.
- Das plain English ist tatsächlich sehr schlicht gehalten und somit meines Erachtens auch für Leser geeignet, deren Englisch noch verbesserungswürdig ist (z.B. im Schulunterricht)
- Durch das moderne Englisch Seite an Seite mit dem Originaltext liest man sich nach einigen Seiten immer mehr in die Sprache Shakespeares ein und wird immer sicherer darin. Sie verliert einiges von ihrem Schrecken :)
Das war tatsächlich das erste mal, dass es mir Freude bereitet hat, etwas von Shakespeare zu lesen; sonst war es immer eher eine Quälerei. Sehr schön finde ich außerdem, dass es sich hier im Gegensatz zu den Reclam-Heftchen um ein "richtiges" Buch mit vernünftigem Papier handelt. Außerdem werden im Text immer wieder in kleinen Anmerkungen Ausdrücke erklärt, deren Humor sich sonst nicht erschließen würde. Im hinteren Teil befinden sich noch ein paar Seiten für Notizen. Ab jetzt kommen für mich nur noch No Fear Ausgaben in Frage!