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Eine der zentralen mythischen Gestalten ist der Elb Feanor. "Er war groß, schön und gebieterisch von Angesicht, mit durchdringend klaren Augen und rabenschwarzem Haar, rege und beharrlich in allem was er unternahm. Wenige haben je durch Rat seine Wege zu ändern vermocht, niemand durch Gewalt." Feanors Lebenswerk sind die Silmaril, drei große Edelsteine, in denen das Licht der Bäume von Valinor, dem Land der Götter, eingefangen ist. Die Silmaril sind das Sinnbild für die Größe und die Hybris der Elben -- ihretwegen kommt es zum Sündenfall, zur Vertreibung aus dem Paradies. Alles Leid, aber auch aller Heldenmut der nachfolgenden Geschichten ist eine Folge dieser Verbannung.
Feanors Fluch sollte nur lesen, wer Tolkiens Hauptwerk bereits kennt und schätzt -- dann bietet die wunderschön erzählte Legende einen weiteren Einblick in Tolkiens Mythenwelt. Es handelt sich dabei um einen Ausschnitt eines wesentlich umfangreicheren Werkes, dem Silmarillion. Hier erzählt Tolkien von der Geburt der Welt in der Musik, von der Erschaffung der Elben und Menschen, der Zwerge und Orks, von den Ereignissen der drei Zeitalter und ihren leidvollen Schicksalen. Im Herrn der Ringe wird nicht nur häufig auf diese Ereignisse Bezug genommen, es leben auch noch einige der Protagonisten und ihre Nachfahren, und die Ereignisse des Ringkrieges sind nur eine Variation der alten Mythen.
Das biblisch anmutende Silmarillion mag einige überfordern -- wer dennoch mehr über die Welt der Ringe und Elben erfahren will, für den ist Feanors Fluch eine reizvolle und andächtig stimmende Lektüre. --Birgit Will
Feanor, der Sohn Finwes, wurde geboren, als das Glück der Elben in Valinor im Zenit stand. Viele Hoffnungen ruhten auf dem stolzen, feurigen Kämpfer und eigenwilligen Künstler. Aber gerade mit seinem Meisterwerk, den Silmaril, trug er zum Unglück seines Volkes und zur Verdunkelung Valinors bei.
Sein Fluch gegen Morgoth, den Schwarzen Feind der Welt, den grausamen Mörder Finwes und Räuber der Silmaril, wird zum Ausgangspunkt jenes endlosen, bitteren Krieges in Mittelerde, den Tolkien in seinem Hauptwerk beschreibt. Denn gegen den Willen der Valar verlässt Feanor das Glückselige Reich und geht in die Verbannung, um Morgoth die drei kostbaren Edelsteine mit Gewalt wieder zu entreißen. Die Geschichte von Feanors Fluch ist damit der Schlüsselmythos zum Herrn der Ringe.
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Sehr gut wird im Buch zum Beispiel die Macht und Kraft der Valar (erschaffen Mond und Sonne) oder von Morgoth beschrieben. Feanor, der (Anti)Held dieser Geschichte, zieht in einem grausamen Krieg mit dem mächtigen Morgoth (Melkor). Wie bei jedem Krieg gibt es eigentlich keine wirklichen Sieger....
Das Buch ist zwar nicht wirklich ein Schlüsselepos für den "Herrn der Ringe" - soll aber trotzdem in keinem Tolkien Bucherregal fehlen (außer man hat sowieso schon den Silmarillion...)
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