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Faustrecht der Prärie
 
 

Faustrecht der Prärie

Henry Fonda , Linda Darnell , John Ford    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 7,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Henry Fonda, Linda Darnell, Victor Mature
  • Regisseur(e): John Ford
  • Komponist: Cyril Mockridge, David Buttolph
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0), Italienisch (Dolby Digital 2.0), Französisch (Dolby Digital 2.0), Spanisch (Dolby Digital 2.0)
  • Untertitel: Deutsch, Französisch, Dänisch, Finnisch, Niederländisch, Italienisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Twentieth Century Fox Home Entert.
  • Erscheinungstermin: 5. Juni 2004
  • Produktionsjahr: 1946
  • Spieldauer: 92 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00020VRBY
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 24.930 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

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Nachdem sein jüngster Bruder James erschossen und seine Viehherde gestohlen wurde, übernimmt Wyatt Earp den Posten des Sheriffs in Tompstone, um mit der Hilfe seiner beiden verbliebenen Brüder Morgan und Virgil die Schuldigen zu finden. Bald lernt er den Spieler Doc Holliday sowie dessen ehemalige Freundin Clementine, die als Lehrerin in die Stadt kommt, kennen und schätzen. Als bei Hollidays aktueller Geliebter, der Sängerin Chihauahua, ein Schmuckstück auftaucht, das früher James gehörte, bestätigt sich Earps Verdacht gegen die Clanton-Sippe. Es kommt zum großen Showdown am O.K. Corral.

Produktbeschreibungen

DVD FSK 12 Action, Thriller und Horror/ Fox. EAN 4010232027139

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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tristram Shandy TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Mit diesem gutgemeinten Rat- und manchem ebenso gutgezielten Peitschenschlag versucht Old Man Clanton, ein ruppiger und struppiger Walter Brennan, seine vier Söhne auf dem krummen Weg zu halten, nachdem sie sich von Wyatt Earp haben überrumpeln lassen.

John Fords brillanter Western "Faustrecht der Prärie" von 1946 ist voller derart archetypischer Szenen und wird zu Recht als eines der Pionierwerke des seinen Kinderschuhen entwachsenen, ernsthaften Westerns angesehen. Der Streifen basiert auf der 1931 veröffentlichten Biographie Wyatt Earps - "Frontier Marshall" von Stuart N. Lake -, die allerdings ein recht unkritisches Bild ihres Titelhelden zeichnet.

Ford erzählt die Geschichte des ehemaligen Marshalls von Dodge City, Wyatt Earp - absolut cool gespielt von Henry Fonda , der eine Rinderherde durch Arizona treibt und in der Stadt Tombstone in das Gehege der Clantons gerät. Old Man Clanton, der mächtigste Rancher vor Ort, hat es sich in den Kopf gesetzt, sich diese Rinder anzueignen, wobei er auch nicht davor zurückschreckt, die Tiere zu rauben und den zur Bewachung abgestellten James Earp niederzuschießen. Um die Hintergründe des Mordes an seinem Bruder aufzudecken, nimmt Wyatt Earp kurzerhand die Stelle des Gesetzeshüters von Tombstone an und lässt seine beiden überlebenden Brüder zu Deputys ernennen. Von nun an bemüht sich Earp unparteiisch und aufrecht darum, Recht und Gesetz in Tombstone Einzug halten zu lassen, wobei er auch mit dem selbstherrlich auftretenden Doc Holliday (Victor Mature) in Konflikt gerät. Ich möchte an dieser Stelle gar nicht weiter auf die Einzelheiten der Handlung eingehen, da sie vielen Lesern sicher auch aus anderen Verfilmungen des Earp-Stoffes bekannt sind.

Fords Verfilmung der Earp-Legende ist für mich einer der ganz großen Klassiker des Westerns, nicht zuletzt wegen mancher Szenen, die ich - seit ich sie als Kind zum ersten Male sah - nicht mehr vergessen kann. Da ist vor allem Henry Fonda selbst zu nennen, der Earp mit einer Mischung aus amüsanter Steifheit und packender Energie gibt. Unvergesslich und eigentlich des Titelbilds auf dem Cover würdig ist für mich die lässige, fast kindliche Art und Weise, in der Fonda auf der Veranda in seinem Stuhl sitzt und, das Bein an einen Pfosten gelehnt, hin und her kippelt. Und dann sind da diese zaghaften Annäherungsversuche an die Oststaatendame Clementine (Cathy Downs), die Earp zu den komischsten Tanzschritten der Westerngeschichte animieren. Eine andere große Szene ist die, in der Earp auf der Suche nach Holliday in den Saloon tritt, stets im Hintergrund des Bildes bleibend, und wir sehen, wie sich vor ihm, mit dem Rücken zu uns, die Clantons bedrohlich an der Theke nacheinander vor ihm aufbauen. So etwas hat Ikonencharakter!

Ford erzählt seine Geschichte gemächlich und nimmt sich immer wieder Zeit für Schnörkel wie etwa die burleske Abreise des kauzigen Schauspielers Granville Thorndyke, die eigentlich die Handlung nicht recht vorantreiben, aber trotzdem nicht fehl am Platze wirken. Bewegend ist auch die Szene, in der Thorndyke seinen Hamlet-Monolog hält, in der Mitte aber stockt, weil er in dieser rauhen Gegend schon so lange keinen Shakespeare mehr geben konnte. Hier springt dann Holliday für ihn ein.

All das, und auch die dunkle Eingangsszene, in der Helden- und Prärieromantik aufkommen, haben wahrhaften Kultcharakter. Einzig Victor Mature als Doc Holliday will mir nicht so gefallen, denn auf mich wirkt Mature in der Rolle des kultivierten Zynikers, der vor seiner besseren Vergangenheit davonlaufen will, zu vital und sinnlich. Wer einen stimmigen Doc Holliday erleben will, der sei auf Kirk Douglas in Sturges' "Zwei rechnen ab" verwiesen.

In "Faustrecht der Prärie" geht es um die Ausbreitung der Zivilisation und die Eindämmung von Willkür, Gewalt und Rohheit - nicht umsonst ist Earp ein regelmäßiger Besucher des Barbiers. In diesem Zusammenhang wirkt es ein wenig befremdlich, dass die dunkle und verruchte Schönheit Chihuahua (Linda Darnell - einfach wunderschön!), die entweder mexikanischer oder indianischer Abstammung ist, von Earp verächtlich in eine Pferdetränke geworfen und von Holliday beschimpft wird und am Ende sterben muss, damit die Bühne allein der etwas prüde wirkenden Clementine gehört. Aber ich will an dieser Stelle nicht zum Dominikaner werden ... Für mich bleibt Linda Darnell die reizendere der beiden Ladys! Und vielleicht stirbt Chihuahua auch nur deshalb nach der von Holliday vorgenommen Operation, weil dieser in Wirklichkeit gar kein Chirurg, sondern ein Zahnarzt war.

Nicht alle der gezeigten Szenen - so etwa Earps Besuch am Grab seines Bruders - wurden übrigens von Ford selbst gedreht, denn zwischen dem Financier Darryl F. Zanuck und Ford gab es einige Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich des Tempos und der Erzählweise des Films. Aufgrund der Gemächlichkeit des Films, die der Spannung allerdings keinen Abbruch tut, und der Verwebung der unterschiedlichen Lebensgeschichten gerät der berühmte Showdown am O.K. Corral fast ein wenig kurz, ist aber dennoch sehr dramatisch gestaltet.

Zusammenfassend kann ich diesen Film nur wärmstens empfehlen, und fast tut es mir ein wenig leid, dass ich dem Sturges-Pendant vor einiger Zeit nur vier, statt fünf Sterne gegeben habe. Einen vergleichbaren Fehler will ich heute nicht nochmals machen und so verbleibe ich denn mit der vollen Sternzahl und einem letzten geschliffenen Kurzdialog aus dem Film:

Earp: "Mac, you ever been in love?"
Mac: "No, I've been a bartender all my life."
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Brittles
Tombstone liegt doch nicht im Monument Valley? Wen kümmert es, wenn ein John Ford den legendären Gunfight am O.K. Corral nacherzählt? Mit der Historie sehr freizügig umgehend, besetzte er die Rollen famos: Henry Fonda verkörpert brillant Wyatt Earp. Doc Holliday wird von Victor Mature dargestellt und Old Man Clanton spielt kein geringerer als Walter Brennan, der Liebhabern alter Western sicherlich ein Begriff ist. Auch unter den namen "Tombstone" und "My Darling Clementine" bekannt sei dieser Film allen empfohlen, die Klassiker zu schätzen wissen und denen der Name John Ford (Kavallerie-Triologie) ein Begriff ist.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
In der Ruhe liegt die Kraft 29. November 2008
Von Snorri
Von Amazon bestätigter Kauf
"My Darling Clementine" ist ein Werk gelassener Meisterschaft. Wie seine Hauptfigur, Wyatt Earp, ist Regisseur John Ford seiner Fähigkeiten so sicher, dass er sie nicht demonstrativ zur Schau stellen muss, sondern als selbstverständlich voraussetzen kann. Wie Earp keine großen Worte macht und niemals unnötig mit dem Colt herumfuchtelt, so erzählt Ford seine Geschichte ruhig und lakonisch, ohne große Schauwerte, ohne Faxen, aber mit absoluter Sicherheit in der Wahl seiner Mittel. Jede Einstellung sitzt, jeder Dialog bringt die Situation auf den Punkt. In der ruhigen Art des Films liegt seine Kraft.
"My Darling Clementine" ist, wie "Stagecoach", ein archetypischer Western. Die kleine Westernstadt, das Hotel, der Saloon, der Sheriff, der Revolvermann, die Sippe der Mörder, das leichte Mädchen, die junge Dame aus dem Osten - alles ist da, und alles wirkt gleichzeitig mythisch und authentisch. Wer diesen Film gesehen hat, weiß, was ein Western ist, mit seiner eigenen, genretypischen Dramaturgie und seiner seltsamen Dialektik von Realismus und Märchen.
Henry Fonda ist Wyatt Earp. Von allen Heldendarstellern Fords war Fonda der vielseitigste. Über seine Darstellung des Ordnungsstifters, der so ruhig und unbeirrt sein Ziel verfolgt und stets kühlen Kopf behält, könnte man ein Buch schreiben. Fonda muss das beinahe Unmögliche darstellen: einen Mann, der den Posten des Sheriffs annimmt, um die private Rache für seinen Bruder zu verfolgen, und sich doch niemals von Rachegefühlen leiten lässt, sobald er das Amt übernommen hat, sondern es mit äußerster Integrität ausübt. Fonda glaubt man diese Figur nicht nur, sondern folgt ihm mit Vergnügen in die kleinen Eitelkeiten und Skurrilitäten dieses Mannes, der, wenn es darauf ankommt, entschlossen und souverän handelt, ansonsten aber kein stilisierter Westernheld ist, sondern ein Mensch wie wir alle.
Glänzend, wie stets bei Ford, die Besetzung der kleineren Rollen: Walter Brennan, fernab von "Stumpy"-Komik, als Old Man Clanton, Tim Holt und Ward Bond als Fondas Brüder, Linda Darnell und Cathy Downs, Grant Withers, Paul Fix ... allen sitzen ihre Rollenkostüme wie angegossen. Allerdings gibt es, ungewöhnlich für Ford, eine klare Fehlbesetzung: Victor Mature als Doc Holliday verfügt zwar über beachtliche Bildschirmpräsenz, und seine Szenen haben Energie, aber er wirkt einfach viel zu gesund und robust, und dabei nicht kultiviert genug für die Rolle des schwindsüchtigen Ostküsten-Arztes, der im Westen den Tod sucht (und er hat nicht die schauspielerische Klasse, um erfolgreich gegen seinen Typ anzuspielen). Das ist ein kleiner Makel eines ansonsten perfekten Films.

Die Ausstattung der DVD ist ähnlich puristisch orientiert wie der Film selbst: es gibt zwar viele Sprachfassungen, aber keine Extras. Die Bildqualität ist in Ordnung, die Tonqualität der deutschen Fassung dürfte besser sein. Der deutsche Titel "Faustrecht der Prärie" nimmt eine Spitzenstellung in dem seit Jahrzehnten andauernden Wettbewerb "Wer findet den unpassendsten deutschen Titel für einen fremdsprachigen Film" ein - nur ein sehr kleiner Teil des Films spielt in der Prärie, und es geht ja gerade darum, wie das Faustrecht (der Clantons und Hollidays) durch die gesetzliche Autorität des Sheriffs abgelöst wird. Sei's drum.
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