Die einzigen Blutsauger, mit denen sich Frank Faust bisher herumschlagen musste, waren Mücken. Doch nun schickt ein geheimnisvoller Auftraggeber den Detektiv auf eine Reise, die ihn bis ins Mark verunsichert: Im Wiener Staatsarchiv entdeckt er einen alten verbürgten Fall von Vampirismus. In Rumänien trifft der Ermittler den letzten Nachfahren des Fürsten Vlad, der den Beinamen "Draculea" hatte. War "Vlad, der Pfähler" das Vorbild für den berühmten Vampir im Roman "Dracula"? Seine Gebeine sollen auf der Klosterinsel Snagov ruhen, doch das Grab ist leer. Ist die Geschichte wahr? Treibt "Dracula" immer noch sein nächtliches Unwesen? Frank Faust hat Blut geleckt und geht dem Glauben an Vampire auf den Grund.
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Findefuchs 2/2011 „Das mehrfach ausgezeichnete Hörspiel aus der Reihe „Fakten, Wissen, Erleben“ reist auf den Spuren des Vampirismus kreuz und quer durch Rumänien und packt dabei Original-Experteninterviews samt viel Atmosphäre in eine oberspannende Detektivgeschichte.“
hörbuchBibel, Frühjahr/Sommer 2012 „Im besten Ruhrpott-Slang verleiht Naujoks dem Detektiv einzigartigen Charakter und klingt dabei so locker, als hätte es gar keine Textvorlage gegeben.“
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Als Kind fand ich Hörspiele toll - vor allem die gruseligen. Als lange schon Erwachsene kann ich mich immer noch für all things vampire begeistern. Ein aktuelles Hörspiel habe ich aber schon länger nicht mehr gehört. Um so mehr habe ich mich über dieses hier gefreut: Wissensvermittlung, geschickt kombiniert mit Spannung und einer großen, großartigen Portion Witz.
Worum geht es in diesem Hörspiel? Der Wissensdetektiv Faust jr. bekommt einen Auftrag, genauer gesagt zwei, von einer äußerst zwielichtigen Gestalt: er soll etwas zu dem Zeitpunkt noch nicht näher beschriebenes aus Rumänien holen - und unterwegs ein wirksames Anti-Mücken-Mittel auftreiben. Hautschonend, versteht sich. Die wahren Vampire sind halt wirklich lästig... Der gute Faust macht sich, verplant wie er ist, auf den Weg, unterstützt von seinem putzigen Computer-Handy-Gadget (Name ist mir grad entfallen), das ständig nach neuen Batterien plärrt, sonst aber durchaus hilfreiche Informationen absondert. Z. B. die, dass ein Studienkollege inzwischen in Wien über rumänische Geschichte forscht. Auf dem Weg dorthin macht der Detektiv noch halt in Regensburg, wo er einer netten Mückenforscherin und einem Haufen nicht so netter Mücken begegnet. Immerhin hat er danach schon mal das Mückenschutzmittel in der Tasche. Über Wien führt die Reise weiter nach Rumänien, hinein in eine erstaunliche Mischung aus Aberglaube und realkapitalistischer Mythenverwertung^^. Derweil geriert sich der geheimnisvolle Auftraggeber immer unheimlicher - und sieht der nicht eigentlich aus, wie einst Stoker seinen Dracula beschrieb?!...
Dem geneigten und nicht erst seit gestern interessierten Vampirfan wird hier nicht wirklich Neues offenbart - Jungvampirfans können aber durchaus einiges lernen, und das auf höchst unterhaltsame Art und Weise. Allein die Tatsache, dass all die Experten echt sind, macht das ganze zu einer sehr authentischen Erfahrung. Und dann sind da noch so Kniffe wie ein frech-vorlauter Erzähler und allen voran ein liebenswert tapsig-naiver "Ermittler" namesn Frank Faust.
Großartig! Ich habe schon lange nicht mehr so gelacht wie hier...Lesen Sie weiter... ›
Es ist sehr lange her, dass mich ein Hörspiel so begeistert hat, wie dieses. Ich habe noch nicht viele Hörspiele gehört, die Kindern wissen vermitteln sollen, weil ich immer in Sorge bin, dass dort die berühmte Brechstange angesetzt wird. Bei Wahre Vampire hatte ich diesen Eindruck nicht eine Sekunde lang. Die Geschichte ist durchgängig spannend, manchmal auch ganz schön schaurig, und äußerst abwechslungsreich. Das liegt vor allem daran, dass die Handlung an vielen verschiedenen Orten spielt. So reist Faust von seiner Heimatstadt Bochum nach Regenburg und von dort über Wien nach Bukarest und anschließend noch zu zwei kleineren Orten in Rumänien. Zudem handelt es sich bei den Personen, mit denen Faust dort in Kontakt kommt um seinen Fall bzw Auftrag zu erledigen, tatsächlich um echte Wissenschaftler auf den jeweiligen Gebieten. Diese Passagen vermitteln dann den größten Teil an Informationen, werden aber immer wieder aufgelockert durch flapsige Sprüche von Faust oder kleinen Wortgefechten zwischen ihm und dem Erzähler, der gerne mal mitmischt. Der Humor ist überhaupt mit das Beste an diesem Hörspiel. Ich habe bei Fausts flapsigen Sprüchen oft herzlich lachen müssen
Mit Ingo Naujoks hat man genau den richtigen Sprecher für Faust jr. gewählt. Im besten Ruhrpott-Slang verleiht er dem Detektiven einen einzigartigen Charakter und klingt dabei so locker als hätte es für dieses Hörspiel gar keine Textvorgabe gegeben. Bodo Primus als Erzähler liefert sich manch amüsantes Wortgefecht mit Ingo Naujoks und wirkt so nie wie ein außerhalb stehender Beobachter, sondern wie ein Teil der Geschichte.... Fausts bleicher Auftraggeber bekommt seine Stimme und den osteuropäischen Akzent von Benjamin Armbruster geliehen, der diese Aufgabe einfach brillant meistert. Und zuletzt sei noch die niedlichste Rolle erwähnt: die von Fausts "Super-Handy", seinem Personal Pott, der von Ralph Erdenberger gesprochen wird, allerdings mit derbe verzerrter, aber sehr niedlicher Stimme.
Besagte Wissenschaftler sind u.A. Dr. Ulla Obermayr (Biologin, Spezialgebiet Mückenforschung), Dr. Bogdan Popa, (Historiker aus Bukarest), Oktavian Buda (forensischer Psychologe aus Bukarest), Dr. Peter Kreuter (Historiker aus Regensburg, Spezielgebiet Vampirglaube), Dr. Constantin Belasceanu (Anthropologe aus Bukarest und Nachfahre von Vlad III. Draculea). Dazu kommen dann noch ein rumänischer Schauspieler und eine Wirtin aus dem kleinen Dort Aref. Sie alle haben ihre Passagen selbst eingesprochen. Wobei man hier schon hört, dass sie eben keine Sprecher sind. Und man hört auch deutlich, dass diese Szenen nicht im Studio eingesprochen wurden. Dafür geben die dem Hörspiel aber eine unglaubliche Authentizität, was das allemal wett macht.
Auch musikalisch und von den Geräuschen her, kann sich Wahre Vampire hören lassen. Beeindruckt hat mich besonders, dass die Szenen mit Vlad Moroi durch die Untermalung für ein Kinderhörspiel wirklich bemerkenswert schaurig rüberkommen. Das hat schon was von einem Gruselfilm. Doch auch die übrigen Szenen werden stets passig von Musik begleitet. So hört man schon an den Klängen, in welcher Stadt man sich gerade befindet, und eine allgegenwärtige Geräuschkulisse macht die Geschichte wunderbar anschaulich.
Das Cover ist mit dem Vampir, der ängstlich zu einer Mücke schaut, sehr pfiffig gemacht. Doch das Innere des Booklets hält noch eine klasse Überraschung bereit. Denn neben der Tracklist und der Sprecherliste findet man hier eine Karte mit Fausts Reiseroute und eine Auflistung der Wissenschaftler, die in dem Hörspiel mitgewirkt haben.
Fazit: Mir hat Wahre Vampire riesigen Spaß gemacht. Hier gibt es einiges zu lernen, aber auch viel zu lachen und eine wirklich interessante und spannende Geschichte, die ich mir gleich mehrmals angehört habe. Einfach top!Lesen Sie weiter... ›