Im Gegensatz zu meinem Vorredner fand ich die Handlung gar nicht mal so absurd. Aber der Reihe nach. "Faust auf Faust" ist der erste Roman von Christoph Güsken, den ich gelesen habe. Aber ganz sicher nicht der letzte. Die Figur des Privatdetektivs/Nichtmehrprivatdektivs/Danndochwiederprivatdetektivs Henk Voss kommt symphatisch rüber, ist gut gezeichnet und erfreut mein kriminalistisch geschultes Leserherz.
Zum Fall: Henk Voss, der eigentlich nicht mehr als Privatdetektiv arbeiten möchte, wird rückfällig, als sein ehemaliger Partner Bernie Kittel unter Mordverdacht gerät. Mit Hilfe von Jorinde, der Schwester Kittels, ermittelt er in Münster und Umgebung. Noch ein Münsteraner Detektiv, ist natürlich das erste, das einem einfällt. Wilsberg ist der zweite Gedanke. Und tatsächlich sind sich die beiden gar nicht mal so unähnlich, wenn auch Henk Voss deutlich skurriler gezeichnet ist. Man muss diese Art von Humor, die in deutschen Krimis ja nicht alltäglich ist, mögen - sonst kann man mit dem Stil von Christoph Güsken wahrscheinlich nicht allzu viel anfangen.
Wer aber die Romane von Jörg Juretzka und/oder Gisbert Haefs liebt, wird auch an Christoph Güsken(zumindest an "Faust auf Faust") seine Freude haben.