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Es war Gründgens Rolle seines Lebens: der Mephisto in Goethes Faust. Unzählige Male über drei Jahrzehnte hinweg war der umstrittene Schauspieler, Regisseur und Intendant Gustaf Gründgens in die Rolle des Teufels persönlich geschlüpft. Drei Jahre vor seinem mysteriösen Tod in Manila hat er diesen charismatischen Mephisto glücklicherweise der Nachwelt hinterlassen -- durch eine Verfilmung seiner legendären Faust-Inszenierung am Hamburger Schauspielhaus.
Sein damit beauftragter und völlig unerfahrener Adoptivsohn Peter Gorski versucht gezielt filmische Stilmittel (Wechsel der Perspektive und assoziative Zwischenschnitte) einzusetzen, um sich von einer reinen Abfilmung der Inszenierung zu lösen. Dies gelingt allerdings nur bedingt und wirkt eher etwas unbeholfen. Trotzdem ist Faust ein faszinierendes Filmwerk, das, dank der energiegeladenen Theater-Inszenierung Gustaf Gründgens von der ersten Minute an fesselt. --Annette Link
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a) Haben diese Leute tatsächlich diesen Film gesehen und
b) Was erwarten die Leute eigentlich von einer Faustverfilmung?
Ich hatte schon einen längeren Kommentar fast fertig, doch habe ich ihn wieder gelöscht, weil es es mir einfach nicht wert ist, auf diese Kritken einzugehen. Dass Faust keine leichte Kost ist, weiß man vorher und ihn leicht verdaubar mit opulenter Teufelskulisse zu erwarten, zeugt lediglich von schlechtem Geschmack.
Die Dinge sind wirklich so einfach, wie sie sein sollten (nur manche erkennen es, auch welchen Gründen auch immer, nicht):
Die Besetzung ist DURCHGEHEND hervorragend, mit einer Ausnahme:
Gustav Gründgens, der war genial.
Der Text wurde von niemandem zu schnell gesprochen, anscheinend aber von einigen Zuschauern zu langsam verstanden.
Die Kulisse ist, typisch für die 60er Jahre, eher spröde, was aber hier sinnvoll ist.
Es gibt wenige Literaturverfilmungen, die es mit dieser aufnehmen können, einfach erstklassig!.
Lediglich die Kritik an fehlenden Untertiteln möchte ich stehen lassen, das sollte einfach "zum guten Ton" selbstverständlich dazugehören, 5 Sterne gibt's aber trotzdem.
Natürlich sind die Kameraführung und die "Special Effects" aus heutiger Sicht veraltet und wirken völlig starr. Aber man muss die Zeit bedenken in der der Film gedreht wurde. Gustaf Gründgens hat die technischen Mittel seiner Zeit völlig ausgeschöpft. Von diesem Standpunkt aus betrachtet, sollte man diesen leicht negativen Punkt nicht mehr beachten.
Das Stück an sich wurde sehr gut umgesetzt und gibt einen guten Eindruck wieder. Über allem steht natürlich Gustaf Gründgens mit seiner bewunderndswerten Darstellung des Mephisto.
Durch diese Verfilmung ist auch der Nachwelt und der jungen Generation (und ich darf mich mit meinen erst 17 Jahren wohl dazuzählen) ein Stück wunderbarer Schauspielkunst erhalten geblieben. Und allein deshalb lohnt es sich diesen Film zu sehen.
An dieser Stelle bedanke ich mich bei meinem Deutschlehrer, der uns diese Verfilmung gezeigt hat, woraufhin ich sie mir auf Dvd gekauft habe.
Das 45- minütige Extra auf der Dvd über den "Theatermann Gustaf Gründgens" ist sehr informativ und ein kurzer Einblick in das Leben dieses wunderbaren Schauspielers.
Alles in allem ist dieser Verfilmung wohl "die" "Faust"- Verfilmung schlechthin und sehr zu empfehlen.
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