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Goethe zu Eckermann -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Krönender Abschluss einer Genealogie der Menschheit,
Rezension bezieht sich auf: Faust: Der Tragödie zweiter Teil (Taschenbuch)
"Dürft ich zum Augenblicke sagen, verweile doch, du bist so schön..."Noch im ersten Teil zum verbotenen Satze im Teufelspakt mit Mephistopheles deklariert, hat er nun am Ende von Fausts Leben einen völlig neuen Sinn erhalten. Höchste Lust und Zufriedenheit waren im ersten Teil noch die einerseits verdammten und andererseits im Frust über die menschliche Beschränktheit ersehnten Genüsse, die Fausts Brust in zwei Seelen spalteten und dem Leser als unvereinbare Gegensätze eingehämmert wurden. Im zweiten Teil jedoch gelingt es dem Goethe, eine geniale Synthese aus beiden zu schaffen: Doktor Faust findet seine Seelenruhe und einen Augenblick höchsten Genusses bei der Betrachtung "seines" Volkes, das emsig arbeitend der Utopie einer besseren Gesellschaft und des Fortschritt sein Leben widmet und jeden Tag sein Leben für seine Freiheit riskiert. Diese tollkühne Vision entstand aber aus einer Evolution der Erkenntnis, der Leser fühlt mit Faust und seinem Leidensweg mit, um schließlich, von Inhalt und Rhythmik an die Hand genommen, am Ende selbst zu dieser Vision "hingetragen" zu sein. Diese Basisphilosophie als neuer Erkenntnisansatz wird dabei in sprachlicher Schönheit verkleidet und ohne wissenschaftstheoretischen Ballast, wie beispielsweise in Hegels "Phänomenologie des Geistes", vermittelt. Jedem verzweifelten und sinnsuchenden Menschen, gleich welchen Alters, eindeutig zu empfehlen, obwohl etwas länger und schwerer verständlich als der erste Teil. Filtert man jedoch unter all den mythologischen Gestalten und Nebenschauplätzen den Kern heraus, ist das Werk ein wahrer Höhepunkt der deutschen Literaturgeschichte! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Weltgedicht von universeller Wahrheit,
Von Philipp O. (Baden-Württemberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Faust: Der Tragödie zweiter Teil (Taschenbuch)
Knapp 60 Jahre nach den ersten Skizzen und Ausführungen zu Faust vollendete Goethe kurz vor seinem Tode 1832 noch "Der Tragödie zweiter Teil". Zuvor hatte er die Arbeit immer wieder für mehrere Jahre unterbrochen, neue Entwürfe gemacht und diese wieder verworfen oder verändert. Dabei ist Faust II keine Fortsetzung im klassischen Sinne: Man merkt dem Stück sofort an, dass der spätere Goethe andere Intentionen hatte als noch bei der Arbeit an "Faust I" (1808 veröffentlicht). Die Hauptfiguren Mephisto und Faust dienen vielmehr als roter Faden zwischen den einzelnen Handlungsorten: Im Mittelpunkt steht die Darstellung einer "mannichfaltigen Welt" (Eckermann). Die Weltfahrt gerät zu einer dichterischen Manifestation verschiedener Welten, die sich nur noch symbolisch verbinden lassen. Vom Kaiserhof im ersten Akt über die antike griechische Walpurgisnacht über die Helena-Episode bis zur Landgewinnung am Ende des Stücks. Wer also auf eine Fortsetzung im Stil des Vorgängers hofft, könnte angesichts der Vielzahl der Charaktere und Handlungsebenen abseits der beiden Hauptfiguren enttäuscht sein. Dazu besteht aber keinerlei Grund, weil Goethes Sprache hier unbeschreiblich schön ist, voller Harmonik und Anspruch. Der zweite Teil in seiner Komplexität fasst vieles zusammen, was Goethe in seinem Leben an Erfahrungen gesammelt hat und verbindet dieses Maß an Einsicht mit dem Genie des Dichters. Sorgfalt und Aufwand bei der Entstehung lassen sich aus jedem Vers herauslesen und an Brillianz und Faszination hat dieses Stück Literaturgeschichte nichts eingebüßt. Ich verneige mich vor einer literarischen Leistung, die auf der Welt ihresgleichen sucht.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Grandios!,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Faust: Der Tragödie zweiter Teil (Taschenbuch)
Der zweite Teil ist in seiner Mannigfaltigkeit einfach unübertrefflich. Hier wird die Tragödie ihrem Anspruch, ein "Weltgedicht" zu sein, erst wirklich gerecht. Sicherlich fällt das Verständnis des Werks auf den ersten Blick nicht immer leicht, doch hat auch niemand behauptet, man müsse das Drama wie einen Groschenroman "verschlingen" können. Wohl gemerkt, Mephistopheles dient nicht der Ergötzung des Lesers bzw. Zuschauers! Ich empfehle eine kommentierte Ausgabe.
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