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Faust. Eine Tragödie.
  
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Faust. Eine Tragödie. [Unbekannter Einband]

Johann Wolfgang von Goethe
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (28 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Unbekannter Einband
  • Verlag: Schroeter, (1910)
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B002ZQRRB2
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (28 Kundenrezensionen)

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40 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
How good is Faust? 8. September 2006
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Was wurde nicht schon alles geschrieben und gesagt über Johann Wolfgang von Goethes großes Menschheitsdrama "Faust - Der Tragödie erster Teil" sowie "Faust - Der Tragödie zweiter Teil" - speziell über den ersten Teil?
Das größte Werk des größten deutschen Dichters, Johann Wolfgang von Goethe, soll es sein? Das bedeutendste der glanzvollen deutschen Literaturgeschichte gar? Eines der größten Werke der Weltliteratur, auf einer Stufe mit Dantes "Göttlicher Komödie" und Homers "Odysee/Ilias"?
Nun, über die Legitimität jener Thesen, jener Behauptungen, scheint es in Fachkreisen keinerlei Diskussion zu geben, gleich ob Literaturhistorik, Literaturwissenschaft oder Literaturkritik, der Bedeutung und der Qualität, der herausragenden Stellung des "Faust" scheint man sich überall gleichermaßen bewusst zu sein.

Goethes "Faust" ist ein Menschheitsdrama, es zeigt den gesamten Umfang der Schöpfung Gottes, zeigt das Weltgeschehen zwischen Himmel und Hölle in all seinen Facetten. Die zentrale Problematik des Protagonisten Faust ist dessen Leiden an der Begrenztheit, der Eingeschränktheit des menschlichen Daseins, des menschlichen Wesens im allgemeinen. Nicht Wissen will er, keine Intelligenz, sondern was er will, ist zu begreifen, "was die Welt im Innersten zusammenhält". Er fordert gottgleiche Einsicht in die Totalität des irdischen Lebens, um die der Gattung Mensch auferlegten Grenzen zu überwinden. Es ist jener Titanismus, an dem Faust zu zerbrechen droht. Er flüchtet sich in Magie und Freitodgedanken, bleibt mit all seinen Versuchen und Experimenten allerdings erfolgslos, was ihn innerlich bereits für das Kommende, den Pakt mit dem Teufel, mit Mephistopheles, bereit macht.
Im "Faust" findet sich viel von Goethes Weltanschauung, seiner persönlichen Religion und Philosophie. So war Goethe stets darauf aus, übergeordnete Gesetzmäßigkeiten, eine höhere Ordnung, zu erkennen. Er fand diese nicht in der reinen Theorie, der wörtlichen Abstraktion, sondern vielmehr sah er als die fundamentalen "Triebräder" der Natur die Begriffe von Polarität und Steigerung. Er spricht von Polaritäten, Gegensätzlichkeiten und der Notwendigkeit eines solchen Dualismus, eines polaren Rythmus als Grundlage aller Existenz also, um Stillstand zu vermeiden. Er spricht von polaren Begriffspaaren wie Systole und Diastole, Tätigkeit und Ermattung, Tag und Nacht, Freud und Leid, Einatmen und Ausatmen, Schaffen und Vernichten, Leben und Tod, wobei das Universum der Diastole ebenso bedarf wie der Systole, der Tod so notwendig ist wie das Leben, um alles in Einklang zu halten, Stillstand zu vermeiden und "voranzuschreiten". Dies ist Goethes "Formel des Lebens": das Prinzip des fortwähreden Anziehens und Abstoßens als Grundlage der Existenz und als Grundlage des Aufteigens. Diese Prinzipien von Polarität und Steigerung durchwirken alles Sein. So zerfällt auch die Menschheit in zwei gegensätzliche Geschlechter, um sich weiterentwickeln zu können, und so müssen sich diese beiden Geschlechter, Mann und Frau, zunächst verbinden, um wiederum neues Leben entstehen zu lassen. Eben dies meint Goethe, wenn er sagt: "Das Geeinte zu entzweien, das Entzweite zu einigen, ist das Leben der Natur."
Dies alles manifestiert sich vielfach im "Faust": die zentrale Polarität (siehe Wette und Pakt) zwischen Strebsamkeit und Ermattung, zwischen Tätigkeit und Zufriedenheit im Genuss, die Polarität zwischen göttlichem und mephistophelischen Weltprinzip, zwischen Mephisto als Vetreter des Nihilismus und Faust als Strebendem und nicht zuletzt im Wesen von Faust selbst, in seiner triebhaft-sinnlichen und seiner tätig-strebenden Seite. Personifiziert wird dieser Widerstreit, dieser Dualismus in den beiden Protagonisten, in Faust und Mephisto, als Kraft, als Antrieb also, und Gegenkraft.
Die zentrale Polarität zwischen Strebsamkeit und Ermattung/Zufrienheit verweist zudem auf die Privatreligion des alten Goethe, der als Folge fortwährender Tätigkeit einen Anspruch auf Unsterblichkeit für sich ableitet, denn "wenn ich bis an mein Ende rastlos wirke, so ist die Natur verpflichtet mir eine andere Form des Daseins anzuweisen." Er meint: "Die Funktion des Lebens ist das Dasein, in Tätigkeit gedacht." Denn ohne Strebsamkeit und Tätigkeit als porale Gegensätze zu Ermattung und reine Zufriedenheit im Genuss ist "Steigerung" und "Fortschreiten" wiederum nicht möglich.
Die zentrale Frage ist also nicht: Gut oder Böse? Moralisch richtig oder verwerflich? Viel wichtiger als moralische Integrität sind für Goethe in gewissem Sinne, sind im "Faust" ohne Zweifel Werte wie Tätigkeit und Strebsamkeit - Goethe spricht hier auch von Entelechie.
Warum wird Faust in Teil 2 nach seinem Tode erlöst? Die Engel sagen es: weil er stets tätig, strebsam war. Durch sein rastloses Streben, seine fortwährende Aktivität erwirbt er den Anspruch auf eine "andere Form des Daseins". Ob sich Faust auch moralisch und ethisch weiterentwickelt hat und damit auch einer Erlösung im theologischen Sinne würdig ist, bleibt indes fraglich. Doch ist dies - wie schon erwähnt - hier eher nebensächlich.
Denn: "Der Mensch, er irrt solang er strebt." Moralisch falsches Handeln wird als Irrtum in Folge des viel höher zu bewertenden Strebens legitimiert.
So zeigt Goethe im "Faust" den Menschen in der Spannweite seiner Möglichkeiten am Exemplum des Gelehrten Faust, der sich eben daher, da er kein gewöhnlicher Mensch ist und da er sich stets am Äußersten des Menschseins bewegt, für ein solches Exempel bestens eignet.

"Faust" ist also ohne Zweifel eines der größten, bedeutendsten und einflussreichsten Werke in der Geschichte der Weltliteratur, das `Summa Summarum` des größten deutschen Dichters.

Die Frage "How good is Faust?" kann allerdings jeder nur für sich selbst beantworten. Den Mut sich dieser Frage überhaupt zu stellen, das Werk zu lesen also, sollte man jedoch auf jeden Fall aufbringen als Literaturinteressierter - insbesondere als "Dichter und Denker"!
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
"Faust" in der Tasche 6. Januar 2005
Format:Taschenbuch
Goethes Faust- Hand auf's Herz, hätten Sie gedacht, dass diese alte Bildungskamelle richtig handfeste Unterhaltung sein könnte? Nein? So dachte ich auch zunächst, spuckte in die Hände und war überrascht über die fließend zu lesenden Vers, mal mit, mal ohne Reim. 1000* gehört, doch nie ob der Gretchenfrage Inhalt in Kenntnis gesetzt, handelt man sich nicht nur diese ein, sondern erfährt, woher viele der täglich gehandhabten Sprichwörter stammen. Goethe, der Weise, der es faustdick hinter den Ohren hatte, verhandelte hier Themen, die an ihrer Aktualität bis heute kaum eingebüßt haben. Handzahme Charaktere sollten Sie nicht erwarten, eher sich auf eigene Faust aufmachen durch Goethens wilde Berg-und Talfahrt der menschlichen Auf-und Niedergänge.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Die Geschichte des jungen Fausts hat immer schon Menschen bewegt! Der Mann, der sich mit dem Teufel verbündete, gehört heute zu den deutschen Klassikern. Während jedoch der erste Teil der Tragödie einfacher zu lesen und wesentlich kürzer ist als der zweite, muss man bei diesem Zweiten länger über jedes Wort nachdenken. Der Anhang hilft dabei ungemein, und daher mein Fazit: Auf jeden Fall lesen, Goethe ist immer lesenswert, nicht nur als Schullektüre! Durch weiteres Hintergundmaterial wie die Entstehungsgeschichte und einer Zeittafel wird es auch noch interessanter.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Sehr gut!
In dieser kurzen Rezension möchte ich mich nicht daran aufhängen, wie mir das Werk gefällt - mal abgesehen davon, das ich noch nicht angefangen habe, es zu lesen -,... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von music-addicted-soul veröffentlicht
GOETHE sein Faust
Rundum zufrieden ! Schnelle Lieferung und ein perfektes Preis-Leistungsverhältnis.
Das Buch ist schön, und seinen Preis 2 x wert !
Vor 5 Monaten von K.D.Thiel veröffentlicht
Buch sehr gut-Preis nicht angemessen
Das Buch ist wirklich sehr gut, aber unter dem Aufkleber auf der Rückseite kann man deutlich erkennen, dass es einmal billiger war, als wie es jetzt verkauft wurde.
Vor 12 Monaten von Sven veröffentlicht
Ein echter Klassiker
Diese Tragödige ist ein absoluter Klassiker und gehört einfach zum Repertoire eines fundierten, literarischen Wissens dazu. Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von PelzHimself veröffentlicht
Holla
Aber Hallo!
Das Buch habe ich 2Mal gelesen.
Normalerweise liest man die Bücher ein einziges Mal.
Beim jeden neuen Lesen entdeckt man bei FAUST etwas Neues. Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von sagdanke veröffentlicht
nicht immer leicht zu lesen, aber eine Bereicherung
Zu Aufbau und Inhalt wurde sich schon so oft geäußert, bzw. diese sind überall nachzulesen, so dass ich hierzu nichts mehr schreiben möchte. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Athene veröffentlicht
klassisch genial
dazu kann man nicht viel sagen, ausser das faust genial ist!
ich liebe es, auch wenn ich sagen muss, das ich den 2ten teil nicht ganz verstanden habe!
Vor 23 Monaten von Karynmaus veröffentlicht
"Dass ich erkenne, was die Welt, im Innersten zusammenhält"
Ein Mensch hat in seinem Leben, mag es kurz sein oder lang, mehrere Aufgaben, Ziele und Berufungen. Damit meine ich in diesem Falle aber nicht Haus bauen oder Baum pflanzen, nein,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. Februar 2010 von André Thoß
Für Schulgebrauch untauglich
Wie die Überschrift schon sagt, ist diese Ausgabe von Faust absolut untauglich. Es beginnt damit, dass die Versangaben unten auf der Seite zusammengefasst sind (z.B. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Januar 2010 von F. Geiger
der Klassiker schlechthin - zurecht
Im Grunde ist es wahrscheinlich recht überflüssig, "Faust" zu loben - es gilt als das beste Werk deutscher Sprache, nicht? Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Oktober 2009 von Ingbert Edenhofer
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