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Faust [Blu-ray]

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Produktinformation

  • Darsteller: Johannes Zeiler, Isolda Dychauk, Anton Adassinsky, Hanna Schygulla, Georg Friedrich
  • Regisseur(e): Alexander Sokurow, Marina Korenewa
  • Format: PAL
  • Sprache: Deutsch (DTS-HD 5.1)
  • Region: Region B/2
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Ascot Elite Home Entertainment
  • Erscheinungstermin: 8. Mai 2012
  • Produktionsjahr: 2011
  • Spieldauer: 133 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B007EAGD64
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 22.597 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Sokurows FAUST ist nicht nur die Verfilmung von Johann Wolfgang von Goethes Klassiker, sondern auch eine radikale Neuinterpretation des Mythos. In deutscher Sprache mit deutschen, österreichischen und russischen Schauspielern, u.a. Johannes Zeiler (Wiener Schauspielhaus) als Faust, Isolda Dychauk (BORGIA) als Gretchen, Anton Adassinsky (DEREVO-Theater) als Wucherer/Mephisto und Hanna Schygulla, gedreht, schuf Russlands Regiestar Alexander Sokurow einen magischen und zugleich verstörenden Film. Einen FAUST, wie man ihn kennt, aber doch noch nie mit solcher Wucht auf der Leinwand gesehen hat. Für die Kameraarbeit zeichnet Bruno Delbonnel (DIE FABELHAFTE WELT DER AMELIE) verantwortlich. Ein Film wie ein Trip, mit Sicherheit eines der außergewöhnlichsten Filmwerke des Jahres.

Extras: Trailer, Interview mit Alexander Sokurow (mit freundlicher Genehmigung von 3sat-Kulturzeit), Behind the scenes, Trailershow

VideoMarkt

Der Universalgelehrte Faust stellt fest, dass die wissenschaftlichen Erkenntnisse, von denen er in seiner Jugend geschwärmt hat, keine ausreichende Angaben beinhalten, wie die Welt oder das Leben wirklich ist. Daraufhin schließt der Doktor in seinem ewigen Streben nach Wissen einen verhängnisvollen Pakt mit Mephisto, dem Gegenspieler Gottes. Dabei vergisst er aber seine moralischen und ethischen Werte und verfolgt als rastloser Forscher seine Ziele ohne jedwede Rücksicht auf seine Umwelt. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: DVD.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von zopmar am 7. Oktober 2014
Format: DVD
Eine sehr freie, weit weg von Goethe anzusiedelnde Faustinterpretation. Kenner der Materie werden sich am Wiedererkennungswert mit dem deutschen Klassiker erfreuen. Aber auch optisch ist der Film interessant gemacht. Eine düstere fast an einem s/w Format orientierte Fassung. Und hin und wieder Goethezitate oder auch welche von anderen historischen Figuren wie Luther. Ungewöhnliche Highlights sind die sprudelnden Geysire und die Vereinigung von Faust (Johannes Zeiler) und Gretchen (Isolda Dychalk) symbolisiert ein gemeinsamer Fall ins Wasser. Den bösen Verführer Mephisto (Anton Adassinski), der hier ein Pfandleiher und Wucherer ist, wird Faust auch los: er begräbt ihn unter einem Steinhaufen. Seine Frau (Hanna Schygulla) irrlichtert etwas planlos durchs Bild. Sie hat eigentlich keine Funktion.
Manche Szenen sind skurril und grotesk bis an den Rand der Unverständlichkeit. Ein Festivalpublikum würde daran herumrätseln. Außergewöhnlich aber etwas anstrengend.
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73 von 89 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Gruppe der Einzelkämpfer am 9. Januar 2013
Format: DVD
Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten?
Die Kamera nur ja nicht grade halten!
Dann wird man dies, trotz goethefreier Lehren,
mit goldnem Löwen-Mut, als Kunstwerk ehren.

Den Anfang macht ein nebeltrüber Himmel,
gefolgt von einem leblos welken Pimmel,
und doch des Filmes größte Raffiness,
ist hier der SpongeBob-Mephistopheles.
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16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Leser am 23. März 2013
Format: DVD
Dieser Film ist ein Meisterwerk, weil er 1) etwas wagt und dies 2) in einer so nie gesehenen Filmsprache umsetzt. Scheinbar respektlos nimmt sich der Regisseur ein Heiligtum der deutschen Kultur vor, lässt dabei auch noch Goethes Sprache ausser Acht und bürstet es dermassen gegen den Strich, dass am Ende doch wieder eine Grundabsicht des FAUST zum Vorschein kommt: die zur Hybris gesteigerte Rastlosigkeit eines Suchers und Grüblers, der von einem Fettnäpfchen ins andere tappt, ohne Erlösung und ohne das gefunden zu haben, "was die Welt im Innersten zusammenhält". Das krasse Gegenteil von abgefilmtem Theater oder auf modern getrimmtem Zeitgeist-Klassiker, eine ganz eigene "russische" Version, mit Mut zum Düsteren, Verwinkelten, Schmutzigen altdeutscher Kleinstadtgassen und ihrer schrägen Bewohner. Ein Film wie ein Traum, besser noch Albtraum der deutschen Seele, mit einer ganz eigenen visionären Qualität.
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24 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Heino Bosselmann am 6. April 2012
Format: DVD
Man erwarte sich, aufgestachelt von begeisterten Rezensionen, nicht zuviel. Oder man erwarte sich besser mal wieder das sehr Besondere. Alexander Sokurow, der u. a. den Anspruch verkündete, den Deutschen den von ihnen vergessenen Klassiker Goethe mit dessen bedeutendstem Stoff wieder nahebringen zu wollen, entwirft sich seinen eigenen 'Faust'. Es geht ihm offenbar weniger darum, den alten mythisch-philosophischen Menschheitskonflikt zu entwickeln, sondern um die russisch ikonodulische Einfärbung einer symbolistisch anmutenden Collage, die die deutsche Vorlage lediglich als Material nutzt. Den Bildern werden dabei die Farben ausgetrieben, um die Kulissen und Gesichter nur um so deutlicher herauszuzeichnen.
Fausts Frustration in der Gelehrtentragödie erkennt man noch, aber schon die Wette, bei Goethe überhaupt erst für Dynamisierung sorgend, fällt zunächst weg und findet sich später nur wieder als Pakt oder Deal, der einen recht hölzernen Faust (Johannes Zeiler) an einen schockierend somaplastisch verformten Mephisto (Anton Adassinsky) bindet, der mehr als von Goethe von Schopenhauer her zu denken wäre und eher die Ästhetik des Häßlichen als die Ethik des Bösen verkörpert. Interessant immerhin, daß er zeitgemäß als Wucherer Mauritius Müller plaziert wird.
Aus dramaturgisch undurchsichtigen Gründen ist die Szenenfolge des Dramas umgestellt, eher verbastelt, vermutlich nur, um den Untertitel 'frei nach Goethe' zu rechtfertigen. Vielleicht wäre überhaupt an einen anderen Titel zu denken gewesen, freilich zu Lasten der Werbung. Aber: Hier wurde eben nicht das Drama verfilmt; hier geht es wohl eher darum, wie ein Regisseur die große Vorlage sieht ' Russisch, sehr russisch.
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Von nonexistence am 11. April 2015
Format: Blu-ray Verifizierter Kauf
Diese Interpretation von Goethes Faust ist sehr schwer zu bewerten, wie das bei Kunst ja meistens der Fall ist. Der Film ist verstörend und fesselnd zugleich, vor allem durch die Schauplätze und die manischen, düsteren und getriebenen Charaktere.
Ich kann nicht beurteilen, ob der Film als Provokation, Neuinterpretation oder Huldigung des Klassikers aufgefasst werden soll, aber er funktioniert irgendwie.
Zumindest ist die Aussage für einen Kunstfilm relativ eindeutig...

Die Stilmittel wie Farbfilter, Bildverzerrungen usw., sind passend eingesetzt und unterstreichen die Stimmung des Filmes, allerdings wünscht man sich in einigen Szenen etwas mehr Details und dabei meine ich nicht nur die Bildschärfe (für diesen Film braucht man keine hochauflösende Bluray).

Der Ton der Bluray ist sehr leise, die Umgebungsgeräusche untermalen die Kulissen aber teilweise sehr gut.
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12 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Freddy K. am 17. Mai 2012
Format: DVD
(Achtung: Enthält teils entscheidende Spoiler)

Wenn Regiekünstler Darren Aronofsky konstatiert, dass dieser Film zu jenen gehöre, die sein Leben verändert hätten, geht unter der weltweiten Runde allgemeiner Cineasten ohne Zweifel ein Raunen durch die Menge. Wenn der Film dann auch noch bei den Filmfestspielen von Venedig den Goldenen Löwen als Bester Film abräumt, vergrößert es sich wohl zu einem entgegenfiebernden Hecheln. Vielleicht auch, weil der Trailer trotz interessanter Bilder irgendwie doch eher eine wenig innovative, fast altbackene Neu-Verfilmung befürchten ließ. Doch weit gefehlt: der russische Regisseur Alexander Sokurov hat eine ungemein faszinierende, alles andere als spannende, doch in keiner Minute langweilige Interpretation des wohl bedeutendsten Werkes der deutschen Literatur geschaffen, das sich sehr frei von Goethes Vorlage bewegt, jedoch mit seiner sehr eigenwilligen, oft surreal anmutenden Bildsprache eine außerordentliche Bandbreite vielschichtiger Deutungsmöglichkeiten eröffnet.

Irgendwie mag sich mancher wenigstens nach Beginn des Abspanns an "2001: Odyssee im Weltraum" erinnert haben ... wie Kubrick scheint auch Sokurov davon begeistert zu sein, mehr Fragen zu stellen als zu beantworten. Seine ausschweifende, obwohl grade im ersten Teil des Films sich doch nahezu beiläufig entwickelnde Symbolik und Metaphorik ist größtenteils sehr abstrakt, oftmals nur schwer zu begreifen. Trotzdem soll hier ein vorsichtiger Deutungsversuch unternommen werden.
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