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Fauler Zauber: Schein und Wirklichkeit des Sozialstaates
 
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Fauler Zauber: Schein und Wirklichkeit des Sozialstaates [Gebundene Ausgabe]

Roland Baader
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 292 Seiten
  • Verlag: Resch-Verlag; Auflage: 2., unveränd. Aufl. (1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3930039591
  • ISBN-13: 978-3930039593
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 15,7 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 177.047 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Roland Baader
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Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Fauler Zauber

Schein und Wirklichkeit des Sozialstaates

Im Sozialstaat ist vieles faul, auch der Zauber. Das wissen viele. Aber kaum einer wagt, dies öffentlich auszusprechen. Roland Baader bildet da eine Ausnahme. Er nimmt kein Blatt vor den Mund, aber – zum Glück – vor die Feder. Und die ist spitz, so sehr, dass es auch viele seiner Bemerkungen sind. Scharf dagegen sind seine Beobachtungen und seine Analysen. Die Trennung von Sozialstaat und Wohlfahrtsstaat sei nichts weiter als eine Scheingrenze. «In Wirklichkeit handelt es sich beim Wohlfahrtsstaat und beim Sozialstaat um ein und dasselbe Phänomen . . . Ist nämlich – hier beim Wohlfahrtsstaat wie dort beim Sozialstaat – das Band zwischen Leistung und Ertrag, zwischen Beitrag und Nutzen . . . zerrissen, dann kann der Kern aller Moral, die persönliche Verantwortung nämlich, nicht mehr stattfinden.» In der sozioökonomischen Sphäre sei jedes System falsch, das dieses Band zerschnitten habe. Gleichwohl lasse sich auch innerhalb eines falschen Systems vortrefflich und sogar logisch schlüssig argumentieren – letztlich aber doch irreführend. So zum Beispiel in der Diskussion um längere Ladenöffnungszeiten, in der ausschliesslich um die zu erwartenden Änderungen beim Umsatz und bei den Arbeitszeiten gestritten wurde. «Der eigentliche Kern des Themas ‹Ladenöffnung› wurde überhaupt nicht angesprochen. Die Tatsache nämlich, dass es in einem Rechtsstaat, in dem das Wort ‹Eigentum› oder ‹Besitz› überhaupt noch einen Sinn haben soll, dem Eigentümer oder Besitzer eines Ladens prinzipiell freigestellt bleiben muss, . . . wann er sein Geschäft öffnet oder schliesst, und dass in einem freien Land der Kunde letztlich entschieden darf, wann und wo er was einkaufen will.» Kommt uns das in unserer Debatte nicht bekannt vor?

Aber nicht nur das «Denken in falschen Systemen» verhindert, Schein und Wirklichkeit des Sozialstaates zu trennen – auch der weit verbreitete Mangel an Sachkenntnissen hilft den grossen Sozialmagiern. So gelinge es manchem der Illusionisten, vor den Augen des bürgerlichen Publikums die hohe Staatsquote zum Beispiel auf die jährlichen Kosten für Bau und Unterhalt des deutschen Strassen- und Wegenetzes zurückzuführen, vollkommen richtig mutmassend, dass kaum einer wisse, dass diese mal eben nur 0,7% des BIP beanspruchen und wohl kaum für Quoten weit über 50% herhalten können. Und würden bei einer Steuersenkung die Reichen stärker entlastet als die Armen, so sei es ein leichtes, die Mär von der sozialen Ungerechtigkeit zu entfachen. Dabei bleibe allerdings unerwähnt, dass die drastische Senkung der Spitzensteuersätze nicht nur zu höheren Investitionen, sondern auch zu einem höheren Beitrag der Reichen am Gesamtvolumen der Einkommenssteuer führe.

Baaders Buch enthält mehr, als hier schlaglichtartig beleuchtet werden kann. Die Lektüre lohnt auf alle Fälle. Das klassisch-liberale Credo, der flüssige Stil und die Gabe der klaren Argumentation erinnern an Frédéric Bastiat. Wie dieser versteht es auch Baader, die Verbalartistik seiner Gegner mit leichter Feder zu entzaubern. Sein Buch ist vor allem für diejenigen wertvoll, die den faulen Zauber «sozialer» Argumentation erahnen, deren Erfolgsgeheimnis aber nicht entschlüsseln können; ganz gleich ob das Thema «öffentliche Güter». «soziale Sicherheit», «Beschäftigung» oder «soziale Gerechtigkeit» heisst. Für den Autor sind diese vier die grossen «Einfallstore, durch die der Staat in das Leben der Menschen eindringt». Sie gelte es zu vernageln. Wie? Baader plädiert für die Rückkehr zum Minimalstaat, für privates Geld à la Hayek und für die Umkehr der Pyramide «Bund/Länder/Gemeinden»: «Wesentliche Stärkung und Ausweitung der Gemeindeautonomie (noch weit über das Schweizer Vorbild hinaus) zulasten der Zuständigkeiten von Bund und Ländern. Bis hin zur alleinigen Steuerhoheit.» Auch wenn der Autor sich nicht der Illusion der allgemeinen Entzauberung des Sozialstaates hingibt, so gibt sein Buch doch Hoffnung.

Hardy Bouillon

Kurzbeschreibung

Wachsende Arbeitslosigkeit, ausufernde Staatsverschuldung, steigende Kriminalität, Politikverdrossenheit und Niedergang des Standorts Deutschland - alles das sind nicht vorübergehende Auswüchse, sondern logisch-unerbittliche Folgen deutscher Sozial-Pathologie. Das "tabuisierte" Heiligtum "Sozialstaat" führt in den finanziellen, moralischen und gesellschaftlichen Bankrott. Roland Baader, Nationalökonom, seziert die Erosions-Mechanismen mit wissenschaftlicher Akribie und zeigt die beschwerlichen Wege aus den Zeitgeist-Fallen. Seine Analyse ist zugleich ein überzeugendes Plädoyer für den Minimalstaat, denn: Der Staat löst keine Probleme, er ist ein Problem.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Frank Reibold TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
In diesem Buch möchte der Autor "Schein und Wirklichkeit des Sozialstaats" aufzeigen.

"Recht" bedeutet, dass Eingriffe in die so genannten natürlichen Rechte der Menschen (Leben, Freiheit, Eigentum) verboten sind und bestraft werden. Deshalb kam im Zuge der Aufklärung die Idee des Minimalstaats auf, der nur Justiz, Inneres und Verteidigung umfasst.

Der Autor zeigt zunächst auf, wie laut Olson der Staat entstanden ist: Statt regelmäßig von Räuberbanden überfallen und ausgeraubt zu werden, unterwirft sich die Bevölkerung einem "stationären Banditen", der gegen Zahlung eines Schutzgeldes ("Steuern" genannt) die Überfälle anderer Banditen abwehrt. Diese regelmäßige Zahlung war halbwegs planbar und ließ die Steuerzahler zumindest überleben.

Im Laufe der Zeit übernahm der Staat immer mehr Aufgaben, zuletzt als "Sozialstaat" die Soziale Sicherung, welche vorher erfolgreich privat organisiert war. Dadurch sollten "soziale Gerechtigkeit" und "soziale Gerechtigkeit" gewährleistet werden.

Der Autor zeigt jedoch auf, dass das nicht stimmt. Vielmehr traten u. a. folgende Konsequenzen auf:

- der Sozialstaat arbeitet ineffizient, verzerrt die Preise, untergräbt das Sparen, verhindert Leistung; kurz: er schadet der Marktwirtschaft und dem Wohlstand der Bürger
- die Umverteilung erfordert zunehmenden Einfluss von Interessenverbänden, sodass Konflikte erst entstehen
- Eingriffe in die Marktwirtschaft erreichen nie das gewünschte Ergebnis, eher das Gegenteil
- die Sozialleistungen und Vorschriften wie die Schulpflicht untergraben die Institution der Familie; dadurch entstehen Armut, Problemschulen, Drogenabhängigkeit, Kriminalität (das hat Friedman: "Capitalism and Freedom schon vor einer Generation vorher gesagt)
- das Recht wird verletzt, weil die Umverteilung das Recht auf Eigentum beschneidet

Leider denkt die Bevölkerung immer noch, der Sozialstaat wäre nützlich oder gar unersetzlich. Wie oben bereits angedeutet, kann bis auf die Funktionen des Minimalstaats alles auch (und vor allem besser) privat erledigt werden (das dies funktionierte, kann man in Seldon: "Virtues of Capitalism" nachlesen). Untersuchungen zeigen, dass von den Einnahmen des Sozialstaats nur ein Bruchteil bei den Armen ankommt. Der Rest wird zurück verteilt oder versickert in der Bürokratie (was ein Grund für die Einrichtung dieses Systems war und ist). Wie beim ursprünglichen "stationären Banditen" ist Ausbeutung der Bürger eben leider immer noch das eigentliche Wesen des Staates.

Der Autor fordert deshalb die Rückführung auf den Minimalstaat und die Abschaffung des staatlichen Geldmonopols (welches Konjunkturzyklen, Inflation und Arbeitslosigkeit erzeugt; siehe Mises: "Human Action"). Leider sei jedoch das "sozialdemokratische Jahrhundert" noch nicht beendet und der Marsch Richtung Sozialismus ginge weiter. Da alle Fehler fälschlicher Weise dem Kapitalismus angelastet würden, wäre nach dem Zusammenbruch des Sozialstaats wahrscheinlich eine Diktatur zu erwarten. Damit dies nicht eintrete, sollten alle (klassischen) Liberalen die Bevölkerung über die korrekten Zusammenhänge informieren.

Mir hat das Buch gut gefallen, weil die problematischen Konsequenzen des Sozialstaats (und damit auch der modernen Demokratien) anschaulich dargestellt werden.
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32 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Pflichtlektüre 26. Juni 2002
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Erst beim Lesen merkt man, wie sehr man schon den Rattenfängerparolen des Staates auf den Leim gegangen ist. Um wieviel besser würde es uns wirtschaftlich und mental gehen, wenn wir einen Staat hätten, der schlank wäre und privatwirtschaftlich gemanagt würde. Baader ist in seiner Klarheit der Darstellung ein Muß.
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eines der besten Bücher... 11. Januar 2005
Format:Gebundene Ausgabe
... was ich jemals gelesen habe. Fundiert recherchiert und hochinformativ. Bis zur Lektüre dieses Buches habe ich von mir selbst gegelaubt, ich würde auf falsche Versprechungen des Staates nicht mehr hereinfallen, bis mich Baader eines besseren belehrt hat. Es ist erschreckend zu bemerken, wie geschickt die Vertreter aus Politik, Gewerkschaften und sonstigen Vertreter eines "starken Staates" den Geist der Bürger mit Hilfe ihrer Verbalartistik verwirren.

Baader entwirrt das Geflecht der Märchen und vorsätzlicher Lügen und zeigt verläßlich auf, warum JEDER Eingriff des Staates in den Markt mehr negative als positive Folgen hat und warum die "heilige Kuh" Sozialstaat zu genau dem Gegenteil von dem führt, was er erreichen will. Baader legt beispielsweise dar, warum der Sozialstaat keine Verteilungskämpfe verhindert, sondern im Gegenteil erst welche erschafft. Alles in allem eine absolute Empfehlung für alle, die die falschen Versprechungen leid und auf der Suche nach einer echten Alternative für die Gesellschaft sind.

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