Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Reife Leistung !!!, 22. November 2008
Immer wenn die Musiker von OPETH oder KATATONIA in schnöde Langeweile verfallen, oder ihnen die Musik ihrer Hauptbands zu feingeistig wird, dann erwecken sie in stetiger Regelmäßigkeit das Death Metal-"Projekt" BLOODBATH zu neuem Leben. Hier darf dann wieder nach Herzenslust gegrunzt, geknüppelt, geröchelt, geholzt und mal ganz nebenbei der nächste ungestüme Elchtod-Meilenstein aus den Angeln gehoben werden. Und wie auch seine Vorgänger "Nighmares made flesh" und "Ressurection through carnage" (Klassiker!) so ist auch die neue BLOODBATH-Scheibe "The fathomless mastery" ein roher, ungehobelter Hassbatzen geworden. Man merkt den Herren Akerfeldt, Nystrom & Co. tatsächlich an, wie viel Herzblut und Spielfreude in die neuen 11 Songs geflossen ist. BLOODBATH ist für die Musiker anscheinend wie ein Ventil, durch das alle aufgestauten Energien - die bei OPETH und KATATONIA heutzutage immer seltener "rausdürfen" - abgelassen werden können.
Was erwartet der Hörer nun also von "The fathomless mastery" ? Ist doch klar...eine urtypische Elchtod-Scheibe im Stile von ENTOMBED, DISMEMBER oder den alten Urvätern CARNAGE und NIHILIST. Und prinzipiell hat der Hörer damit sogar recht. Überraschenderweise haben BLOODBATH ihren musikalischen Horizont jedoch um einige Nuancen erweitert, die man eigentlich nicht erwarten konnte. So fällt ein Großteil der Tracks ungewöhnlich technisch und vertrackt aus. Einige Stakkato-Riffs und wirre Melodie-Passagen erwecken z.B. eindeutige MESHUGGAH-Parallelen, was Songs wie "Slaughtering the will to live" , "Iesous" oder "Treasonous" aber richtig gut zu Gesicht steht. Schädelspalter wie das göttliche "Drink from the cup of heresy" , "Mock the cross" oder der garstige Mega-Opener "At the behest of their death" haben dafür eine eindeutige MORBID ANGEL-Schlagseite, was ebenfalls als Überraschung zu Buche schlägt. Und auch "Earthrot" und der hundsgemeine Rausschmeißer "Wretched human mirror" haben auch nur im weitesten Sinne etwas mit "easy listerning" zu tun. Also wer hier ein gradliniges Elchtod-Scheibchen im Stile von "Left hand path" (ENTOMBED) oder "Where no life dwells" (UNLEASHED) erwartet hat, könnte beim ersten Hördurchlauf durchaus seine Probleme mit dem neuen BLOODBATH-Album haben. Aber wie so oft im Leben, so zahlt sich auch bei "The fathomless mastery" die Geduld eindeutig aus. Man brauch zwar stellenweise schon etwas länger, um sich an die neuen Song-Strukturen zu gewöhnen. Danach entpuppt sich dieser tolle 11-Tracker jedoch als absoluter Volltreffer, den man sooo schnell nicht wieder aus dem CD-Schacht nimmt. Übrigens, am Ende des Songs "Hades rising" haben BLOODBATH die mit Abstand (!!!) geilste Metal-Harmonie des Jahres versteckt, die mich auch beim 20. Durchlauf beinahe zu Tränen rührt. "The fathomless mastery" ist wirklich eine tolle Scheibe geworden, die zudem durch ein richtig morbides und unheilvolles Artwork versehen wurde, welches schlichtweg "der Hingucker" ist. Eines werde ich allerdings nie begreifen: Warum in Dreiteufelsnamen lassen sich alle Musiker mittlerweile nur noch mit Sonnenbrille auf den Bandfotos ablichten ???
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Knüppel auf den Sack! Absolute Kaufempfehlung., 11. Februar 2009
Schöne Sache, was Bloodbath mit ihrem neuesten Output abgeliefert haben. Irgendwo zwischen skandinavischen und amerikanischen Einflüssen scheinen sie nun definitv ihren Stil gefunden zu haben, und klingen Eigenständig genug, um nicht mehr nur Akerfield-Stiefkind und Retro-Funprojekt zu sein, sind inzwischen eine absolute Death Metal-Bank.
Und was für eine! Alle Mitglieder veröffentlichen munter mit ihren Hauptprojekten Katatonia, Opeth und andere und finden nebenher noch Zeit, ein Album zu schreiben, das mal so eben die neuen Six Feet Under, Cannibal Corpse und Entombed in den Schatten stellt! Das hat auch Gründe , die ich im folgenden nennen möchte:
Da wäre erstmal die absolut geile Produktion der Scheibe, druckvoll, stark, klar und auf den Punkt getroffen. Kein Rumpel-Retro-Sound, einfach nur fett und passend zur Musik. Wer auch immer hierfür verantwortlich war, hat seine Sache absolut gut gemacht.
Desweiteren war es eine gute Entscheidung, Akerfield wieder zu Bloodbath zurückzuholen. Nicht dass ich was gegen Tantgrens Stimme gehabt hätte, aber Akerfield passt mit seinen tiefen, erdigen Growls einfach perfekt zum Sound-Gesamtbild. Dass er seinen Opeth-Schlagzeuger grad mitgebracht hat war übrigens auch eine sehr gute Aktion.
Negativ anzurechnen gibt es eigentlich wenig, sieht man vielleicht von den Texten ab, die über das übliche Blasphemie/Tod/Gore nicht hinauskommen. Aber egal, Bloodbath soll schließlich in erster Linie Spaß machen. Und das macht es! Jeder, der eine Affinität zu Death Metal hat, dem sei das Album absolut empfohlen, besser geknüppelt wird derzeit nirgendwo!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Death-Metal-Album des Jahres 2008, 11. März 2009
The Fathomless Mastery ist zweifellos das Death-Metal-Album des Jahres 2008, kein Zweifel.
Bloodbath verstehen es hierin mit spielerischer Leichtigkeit, die Grundzutaten Brutalität, Technik, Atmosphäre und sinnvolle, nachvollziehbare Songstrukturen perfekt zu vereinen. - Keine ausufernden Arrangements, gleichwohl keine Simpelsongs mit drei Riffs. Kein komplexes mathematisches Taktgehüpfe, ebenso wenig aber wird z.B. der Stockholm-Beat ausgewalzt. Und wenn man sich "Slaughtering the Will to Live" oder "Mock the Cross" anhört, spürt man bis ins Mark die Inbrunst, mit welcher Mikael Akerfeldt die Hasstiraden ausspeit.
Und alles dabei wirkt wie aus einem Guss, wie von Satan persönlich geschmiedet. Oder eben wie von Bloodbath mit spielerischer Leichtigkeit eingeprügelt.
Bloodbath waren und sind keine alltägliche Band. Überhaupt sollten sich alle im Death Metal Schaffenden dort draußen nach diesem Album fragen, ob sie Death Metal wirklich weiter als Tagesgeschäft betreiben sollten. Denn hier kommt eine Band an, deren Mitglieder in der Prog-Metal-Elite Schwedens zu verorten sind und hauen ihnen ohne große Erklärungen und ohne jede Anstrengung ein Death-Metal-Album wie aus dem Lehrbuch vor die Füße. Räudig, vor Blut triefend und mit tiefstem Hass angefüllt. So wie es sein muss.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|