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Fateless - Roman eines Schicksallosen

Marcell Nagy , János Bán , Lajos Koltai    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 9,95 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Marcell Nagy, János Bán, György Gaszó
  • Regisseur(e): Lajos Koltai
  • Komponist: Ennio Morricone
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Ungarisch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Englisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Euro Video
  • Erscheinungstermin: 16. Februar 2006
  • Produktionsjahr: 2004
  • Spieldauer: 134 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000E1YUJM
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 28.841 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Auf dem Weg zur Arbeit wird der 14-jährige Jude György Koves aus dem Bus gezerrt und nach Auschwitz-Birkenau deportiert. In den nächsten Monaten verlegen die Nazis den Jungen mehrfach, und er erlebt das unfassbare Grauen des Lageralltags. Bald ist der Jugendliche mit seinen Kräften am Ende und wartet eigentlich nur noch auf den Tod. Doch nicht das Sterben, das Weiterleben ist nach seiner Befreiung das Problem. Denn György kehrt in "sein" Budapest zurück - und dort ist alles anders als zuvor.

Produktbeschreibungen

Budapest 1944 Die jüdische Bevölkerung hofft auf ein baldiges Ende von Verfolgung und Krieg. Der 14-jährige György Köves muss den schmerzhaften Abschied seines Vaters ins "Arbeitslager", die eigene Brandmarkung und die seiner Freunde durch den Judenstern erleben. Er kommt in die Konzentrationslager Auschwitz, Buchenwald und Zeitz. Hierbei erfährt er Leid, Demütigung, Solidarität, Angst und Gleichgültigkeit. György überlebt den Holocaust und kehrt nach Kriegsende nach Budapest zurück. Hier jedoch ist nichts mehr wie es war, keine vertrauten Gesichter, keiner der zuhört - er ist fremd in seiner eigenen Heimatstadt.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Hölle gibt es nicht" 10. Juli 2006
Format:DVD
Fateless" erzählt vom Leidensweg des 15-jährigen Jungen György Koves (Marcell Nagy), der in die Vernichtungsmaschinerie der Nazis gerät, durch Zufall überlebt, innerlich und äußerlich schwer gezeichnet schließlich ins Nachkriegs-Budapest zurückkehrt.

Zu Beginn des Films sind die Juden in Budapest nicht sonderlich beunruhigt, als einige Männer ins Arbeitslager abtransportiert werden. Auch Györgys Vater wird abgeholt, nachdem er ein letztes Mal seine Familie zusammenführt, um Abschied von seinen Angehörigen zu nehmen. Der Junge selber muss in einer Fabrik am Stadtrand arbeiten. Eines morgens werden er und viele weitere Juden auf dem Weg zur Arbeit, trotz gültiger Passierscheine, verhaftet. Das ist der Beginn einer schrecklichen Odyssee, die für György durch die Konzentrationslager Auschwitz, Buchenwald und Zeitz führt.

Der ungarische Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Imre Kertész hatte sich lange Zeit geweigert, einer Verfilmung seines Bestsellers Roman eines Schicksallosen" zuzustimmen. Als Kameramann Lajos Koltai sich das Holocaust-Drama für sein Spielfilmdebüt aussuchte, änderte Kertész seine Meinung und war sogar gewillt, das Drehbuch zu schreiben. Aus diesem Grund hat er die Geschichte mit autobiografischen Einzelheiten angereichert. Auch Kertész durchlitt als Jugendlicher die Qualen in Auschwitz und Birkenau und versuchte mit seinem Roman das nicht Verstehbare des eigenen Schicksals zu benennen. Weil der Autor auch die Schuld der Ungarn am Mord ungarischer Juden thematisiert, war Kertész im Heimatland lange Zeit nicht geschätzt.

Mit einem Budget von 10 Millionen Euro ist die ungarisch-deutsch-englische Koproduktion der bisher teuerste ungarische Film. Die digitale Nachbearbeitung generiert monochrome Bilder, die im Widerspruch zum Dargestellten ästhetisch angenehm wirken.

Koltais Bemühen um Authentizität, hervorgerufen durch die Fixierung auf ein Einzelschicksal, funktioniert Dank exzellenter Schauspielleistungen. So versucht György seiner verständnislosen Umwelt klarzumachen, dass das Lager keine Hölle ist. Der Unterschied ist", sagt er, die Hölle gibt es nicht, das Lager schon."

Fazit: Die beklemmende, nicht distanzierte Sicht auf den Holocaust unterscheidet sich von Filmen wie Schindlers Liste" und Der Pianist" gewollt deutlich. Mag Ennio Morricones Filmmusik für manche eine Spur zu pathetisch geraten sein und an dessen alte Western-Scores erinnern, mag man dem Film auch vorwerfen, er nehme eine zu naiv-kindliche Perspektive ein, so ist Lajos Koltais Versuch einer ganz anderen Umsetzung der Holocaust-Thematik wirklich gelungen.
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ästhetisierung des Schreckens 4. Dezember 2008
Von Tom
Format:DVD
In den Rezensionen vieler Feuilletons ist dieser Film mit negativen Kritiken bedacht worden, meines Erachtens zu Unrecht. Besonders Ennio Morricones Filmmusik galt als unpassend. Doch gerade sie macht für mich eine der Stärken des Films aus. Besonders die Szene, als die Häftlinge zu der pathetischen Musik Morricones wiegend versuchen, den Standappell zu überstehen, eine Szene, die mich bis in meine Träume verfolgt hat, gehört für mich zu dem Beeindruckensten, das ich bisher im Film gesehen habe. Sie gibt in so einer eindringlichen Art und Weise Zeugnis von der Würde des Menschen, dass sie mich fast zur Erstarrung bringt. So kann und muss grosse Kunst auf die Sinne wirken, die von den Grenzerfahrungen des menschlichen Daseins berichtet. Dieser Film ästhetisiert den Schrecken, das mag sein. Aber vielleicht ist es einer angemessensten Weisen, sich dem Thema der Konzentrationslager des Dritten Reiches zu nähren.
Er ist keine getreue Umsetzung des Romans von Imre Kertesz, ja, der Roman ist kaum wieder zu finden. Vielleicht war das gar nicht beabsichtigt und es ist sehr wahrscheinlich auch gar nicht möglich. Und doch zeugt er von einem tiefen Humanismus und erzeugt damit Hoffnung.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Joroka TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD
Der 14-jährige jüdische György wird 1944 auf dem Weg zur Arbeit festgenommen und nach Auschwitz verschleppt. Dort übersteht er die Selektion nur dadurch, dass er sich 2 Jahr älter macht. Er wird dem Arbeitsdienst zugeteilt. Er durchläuft mehrer Konzentrationslager und durchlebt die Unmenschlichkeit dieser Todeslager. Doch sein Überlebenswille ist zunächst noch recht stark. Nachdem die Hoffnungslosigkeit jedoch wächst und wächst, gibt György entmutigt auf. Er wird krank und ist dem Tode schon ganz nahe....

Ein beeindruckender Film, keine Frage. Die darstellerische Leistung des jungen Marcell Nagy als György einfach sagenhaft! Bis zu den letzten 20 Minuten gebe ich auch 5 Sterne. Doch dann wird es verwirrend: Als György Schicksal quasi schon besiegelt war, landet er plötzlich in blütenweiser Bettwäsche in einem beheizten Raum mit anderen Kranken..? ? ? ? Dacht zunächst: klar, medizinische Experimente. Aber nein, das war es nicht. Eigentlich wird der Zuschauer auch über diese wundersame Wendung im Unklaren gelassen. Nun, so kurz vor Befreiung durch die Allierten gab es Todesmärsche, aber doch kein Aufpäppeln der Todgeweihten!!!
Eine anderes scheinbares Paradoxon des Filmes lässt sich historisch aber erklären. Als György nach Budapest zurückkehrt leben die meisten seiner jüdischen Verwandten und Nachbarn noch. Tatsächlich hat ein Großteil der jüdischen Bevölkerung der Hauptstadt von Ungarn als große Ausnahme in Europa den Holocaust überleben können. Doch György findet sich nicht mehr zurecht in seiner alten Heimat.

Ich meine: Insgesamt ein sehr sehenswerter Film, für jemand mit starken Nerven. Die bildliche Darstellung der Grausamkeiten steht im Gegensatz zu manch anderem Film aus dieser Sparte jedoch nicht im Vordergrund. Doch, was "zwischen den Zeilen" zu lesen ist, ist schrecklich genung.

Ein Einzelschicksal, eines von über 6 Millionen. Doch es macht das unfassbare Leid ein Stück weit erfahrbar und mitleidensfähig.
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