Die neuen französischen Krimis sollen ja etwas Besonderes sein. Sie sind hart, ausgefallen, direkt, brutal, irgendwo ein Gegenpol zur eher ruhig - beschaulichen Welt zum Beispiel eines Herrn Mankell. Spannung? Ja, zweifellos, viele Morde, viel Gewalt und eine flüssig zu lesende, spannende Schreibweise. Aber kann das alles sein? Wo ist der Sinn der ziellosen Brutalität? Die killende Hauptakteurin bleibt fremd, da sie anscheinend bei ihrem Tun keine nachvollziehbare Intention hat, zumindest kann der Autor sie nicht vermitteln. Ich werde wohl noch ein Buch von Jean-Patrick Manchette lesen, denn vielleicht ist "fatal" nur ein Ausrutscher. Vielleicht liegt die fehlende Begeisterung aber auch an meinen Ansprüchen - vielleicht ist die französische Krimikultur einfach nichts für verwöhnte Lesegourmets.