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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
umfassend recherchiertes Buch,
Von Elissa Melkart (Schwarzwald) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Fast ganz unten: Wie man in Deutschland durch die Hilfe von Lebensmitteltafeln satt wird (Broschiert)
Ein sehr informatives Werk, das alle erdenklichen Aspekte zur Tafellandschaft betrachtet:Geschildert wird sowohl die persönliche Betroffenheit des Autors als Helfer und Beobachter als auch die distanzierte Sicht als Soziologe. Gerade diese Mischung macht das Buch bemerkenswert. Einerseits wird sachlich auf die mangelnde Fürsorgeleistung des Staates hingewiesen, andererseits sehr emotional auf die Härte und Kälte des Alltags und die teils dringende Notwendigkeit des Einsatzes der Tafeln hingewiesen. Sehr gelungen finde ich die Schilderung der Situation aller Betroffenen, der Spender, der Helfer und der "Endabnehmer", was auch gesellschaftskritisch hinterfragt wird. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Es lohnt sich, dieses Buch zu lesen!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Fast ganz unten: Wie man in Deutschland durch die Hilfe von Lebensmitteltafeln satt wird (Broschiert)
Selke beleuchtet alle Seiten der Tafeln in Deutschland. Sowohl positive wie auch kritische Aspekte werden für den Leser gut verständlich und kurzweilig erläutert.Die eigenen Erfahrungen des Autors geben dem Leser ein realistisches Bild des Alltags der Tafeln. Auch alle, die in den Kreis der Tafeln gehören, vom "Verbraucher" bis hin zur Politik werden näher und vor allem auch kritisch beleuchtet.Dieses Werk regt an, sich ein Bewußtsein über die Tafeln in Deutschland zu schaffen - ein Thema, das für mich aber auch sicherlich viele andere im Genauen noch sehr unbekannt ist. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Respektvolle Reflexion des Missstands,
Von
Rezension bezieht sich auf: Fast ganz unten: Wie man in Deutschland durch die Hilfe von Lebensmitteltafeln satt wird (Broschiert)
Prof. Selke beschreibt, nah am Geschehen, im Anspruch des Fremdheitserkundes den Alltag der Arbeit im explodierenden Markt der Tafel Bewegung. Es ist ihm gut gelungen. Respektvoll gelingt ihm ein kritischer Anstoss zur Reflexion der "guten Tat des Gebens". Die Folgen des Marktversagens (das den Sozialstaat aktivierend aufrufen sollte) versucht die Tafelbewegung (durch die Grundversorgung mit Lebensmittel) zu kompensieren. Der pragmatischen Notwendigkeit zu helfen, indem Lebensmittel unseres Wegwerfgesellschaftssystems sinnvoll verwertet werden, steht der kritische Blick aus Ursache, Motivation und Zukunft der Tafelbewegung gegenüber: Der Staat lehnt sich zurück und unterstützt durch 1 ¤ Jobber die neue Form der Almosenverteilung; die Symbiose der Bedürfnisse von Helfer und Abholers; der Stand der Betroffenen eben "fast (und nicht) ganz unten" zu sein.. alles Punkte, die verständlich und soziologisch sauber analysiert Erklärung finden. Trotz eindeutiger Kritik gelingt es Stefan Selke Wertschätung im Erkennnen des Dilemmas spüren zu lassen. Ich meine, ein Buch, dass jedem Vorsitzenden der einzelnen Tafeln zur Verfügung stehen sollte, um die Komplexität der Armutsrealität zu begreifen und das eigene soziale Tun zu hinterfragen. Die Tafeln helfen auch mit, Armut zu normalisieren und verhindern das Bestreben, in Deutschland Tafen überflüssig werden zu lassen. Gut lesbar ist die Darstellung des Soziologen Selke für Fachpublikum wie jeden Interessierten in seinem Buch "Fast ganz unten" empfehlenswert. Es war an der Zeit und wird seine Leser finden.
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