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Fast eine Weltgeschichte: Spiegelungen
 
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Fast eine Weltgeschichte: Spiegelungen [Gebundene Ausgabe]

Eduardo Galeano , Lutz Kliche
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 459 Seiten
  • Verlag: Hammer; Auflage: 1., Aufl. (12. Februar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3779502305
  • ISBN-13: 978-3779502302
  • Originaltitel: Espejos. Una historia casi universal
  • Größe und/oder Gewicht: 24,6 x 15,6 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 698.819 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Eduardo Galeano
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Eduardo Galeano ist kein Historiker, wollte nie einer sein. Und doch ist er besessen von dem Wunsch, Geschichte zu erinnern. Mit seinem weltberühmten Buch "Die offenen Adern Lateinamerikas" schrieb er ein grandios unorthodoxes Geschichtswerk. Jetzt überschreitet er die Grenzen seines Kontinents und wendet sich dem Ganzen zu: der Geschichte der Menschheit.
Galeano erinnert Geschichte stets, indem er Geschichten erzählt. So hat er auch hier zahllose Begebenheiten versammelt, die aus unterschiedlichsten Quellen stammen: aus der Mythologie, aus historischen Dokumenten, aus modernen Medien. Die auf allen Kontinenten spielen und von allerlei Dingen handeln.
Und doch sind all diese kleinen Geschichten verbunden durch das eine große Interesse Galeanos: Das Verhältnis von Oben und Unten. Von Unterdrückern und Unterdrückten. Von Macht und Ohnmacht.
Die Leichtigkeit und Eleganz seiner Sprache nehmen Galeanos Aussage nie die Schärfe und so geraten seine Miniaturen zur Anklage all derer, die die Geschichte schon immer in ihrem Sinne zu lenken wussten.

Über den Autor

Eduardo Hughes Galeano, geboren 1940 in Montevideo / Uruguay, wurde mit 20 Jahren stellvertretender Chefredakteur der bekannten Zeitschrift für Kultur und Politik MARCHA in Montevideo. Zwischen 1964 und 1966 war er Direktor der EPOCHA, der Zeitschrift der 'unabhängigen Linken' von Uruguay.
1973 übernahm er in Buenos Aires die Chefredaktion der Zeitschrift CRISIS und leitete sie bis zur Schließung des Verlags 1976. Ab 1976 lebte Guleano im spanischen Exil. Im Frühjahr 1985, nach der Beendigung der Militärdikatur in Uruguay, kehrte er nach Montevideo zurück. Für seine literarische Arbeit erhielt er u.a. den Preis der "Casa de las Americas" und den "American Book Award".

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Spiegel des Unrechts 21. November 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Allein diese Fülle an Geschichten aus der Geschichte der Menschheit macht dieses Buch zu einem Erlebnis. Immer wieder neue Bilder, immer wieder Erinnerungen an schon mal Gehörtes, Gelesenes. Geschichten, die uns mit der Sprachgewalt Galeanos zu einem Spiegel über das immer wieder sich Wiederholende, die Unterdrückung der Vielen durch die Wenigen werden. In alle Epochen, in alle Regionen dieser Erde führt uns Galeano hinein mit seinen Geschichten. Das Ergebnis erscheint überall und zu allen Zeiten gleich. Die Menschheit ist zweigeteilt und die da oben, die wenigen, bestimmen das Los der Massen, mit Lügen, mit Betrug, mit Gewalt, mit Zuckerbrot und Peitsche. Aber Galeano wäre nicht Galeano, würde er mit seinen Geschichten nicht nur schildern, beschreiben, sondern den aufmerksamen Leser nicht auch zu Schlüssen und Urteilen führen und damit in den vielfältigen Geschichten den Unterdrückten, den Stillen, den Schwachen nicht nur eine Stimme zu geben, sondern sie darüber hinaus zu moralischen Siegern zu machen.

Ob es ihnen hilft? Die Antwort auf diese freilich überläßt Galeano seinen Lesern. Ein Teil von ihnen, der ehrlichere, der kleinere, muß an dieser ewigen Schurkerei verzweifeln und kann nur einen Ausweg im Zurückschlagen sehen. Ein anderer Teil wird nachdenken und dann zurückkehren zum 'Business as usual'. Und am dritten Teil wird all das gelesene Unrecht abprallen angesichts der eigenen Selbstgerechtigkeit.
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andere sicht der dinge 14. Oktober 2010
Von rabennest
Format:Gebundene Ausgabe
historische short cuts. jeder kurztext regt zum nachdenken an. wer über die eurozentrische sicht hinausgelangen und geschichte "von unten" erfahren will, der lese dieses buch!
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3 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schwer erträglich 11. August 2009
Von some1
Format:Gebundene Ausgabe
In seinen kurzen Skizzen erzählt Galeno von den zahllosen kleinen oder großen Niederträchtigkeiten und Bestialitäten der Weltgeschichte - eine um die andere, chronologisch geordnet, in vielen Ländern dieser Erde.

Zweierlei macht dieses Buch so schwer erträglich. Zum einen diese hämmernde Wiederholung menschlicher Blindheit und Grausamkeit. Es ist vor allem der Stil. Man meint, einen SPIEGEL der 70er-Jahre zu lesen: Derselbe trocken-zynische Ton, dieselbe überhebliche, moralisch selbstgerechte, anklagende Linken-Rhetorik, wie sie heute manchmal noch in SPIEGEL-TV zu erleben ist, präsentiert mit finster in die Kamera starrendem Blick, der die Empörung nicht offen zeigt (sonst wäre es ja unsachliche Polemik), aber auch nicht verheimlichen will (sonst würde man ja seinem Ankläger- und Weltverbesserer-Selbstverständnis nicht gerecht).

Zum andern ist die Auswahl menschlicher Niederträchtigkeiten 1.) offensichtlich äußerst subjektiv und lateinamerikalastig (mit gewaltigen Defiziten in anderen Erdteilen) und 2.) prinzipiell einseitig negativ. Wie die Stecknadel im Heuhaufen muss man Beispiele von Güte und Idealismus suchen, die doch genauso immer vorhanden waren und nicht weniger relevant für (fast) eine Weltgeschichte sind. Galeano kommt aus dem Sog der Negativität nicht mehr heraus. Er aalt sich mit schier flagellantischem Genuss in dem endlosen Leid, das er beschreibt. Der Mensch ist böse! Hört ihr? Böse! Ihr wollt es nicht glauben? Böse! Und für alle, die ihre Ohren noch immer davor verschließen: Böse! - Es ist nicht zu leugnen: Der Mensch *ist* böse. Aber nicht nur. Und will man eine "Weltgeschichte" schreiben, und sei es nur "fast", muss man dem Rechnung tragen, denn eine bewusste Teilwahrheit ist schon eine bewusste Lüge.

Insgesamt ein zwar verdienstvolles, aber sehr enttäuschendes Buch.
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