| ||||||||||||||||||||||||||||||
![]() Gutschein erhalten
Tauschen Sie jetzt Fast ein bißchen Frühling gegen einen Amazon-Gutschein in Höhe von EUR 0,75 ein - einlösbar für Tausende von Artikeln bei Amazon.de. Entdecken Sie mehr eintauschbare Bücher im Bücher Trade-In Shop. Bitte beachten Sie die Teilnahmebedingungen.
Jetzt für Amazon Student anmelden und um 20% erhöhten Eintauschwert sichern. |
Produktinformation
|
Platz 6 der SWR-Bestenliste im März 2002
Buch des Monats März 2002 in Literaturen -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .
Vorgeschlagene Tags zu ähnlichen Produkten(Was ist das?)Setzen Sie den ersten relevanten Tag hinzu (ein Schlüsselwort, das mit diesem Produkt in engem Zusammenhang steht).
|
Es ist fast minutiöse Genauigkeit, mit der Capus die Nachforschungen an diesem real geschehenen Fall in die Erzählung hineinfließen lässt. Neben zitierten Zeitungsberichten, Aussagen von Überlebenden, Polizeiprotokollen und Gerichtsakten, bekommt der Leser auch Kinoprogramme und Werbungen in die Geschichte eingebettet serviert. Die 30er Jahre in Basel werden mit der Hilfe eines fiktiven Erzählerpaares nachempfunden, direkt in ihrer Präsenz, aber augenzwinkernd in ihrem Inhalt.
So wirken die Bankräuber Kurt Sandweg und Waldemar Velte immer wie zwei Träumer, die verloren sind in einer Welt, die sie nicht verstehen und die sie nicht versteht, bis man wieder mit den blutigen Tatsachen ihrer Morde konfrontiert wird. Zwei liebenswerte Halbstarke, die nächtelang zu Tangoplatten tanzen und mit Verkäuferinnen am Rheinufer spazieren gehen, aber auch ohne Skrupel mehrere Menschenleben auf ihrem Gewissen haben. Capus lässt dem Leser in Bezug auf die Gefühle der beiden stets im Dunkeln. Sie zeigen nie Reue oder Einsicht, leben in einer Schizophrenie zwischen Schein und Sein und rechtfertigen sich noch mit einer pathetischen Weltanschauung, die aus purem Selbstmitleid und Pseudophilosophie besteht.
Alle Figuren bei Capus, so genau sie auch nachgezeichnet sind, lassen den Leser im Ungewissen ob ihrer tatsächlichen Motivationen. Nur das fiktive Großelternpaar des Erzählers glänzt durch Menschlichkeit und Nähe. Somit vollzieht Capus einen fabelhaften Umkehrschwung. Während die realen Figuren irreal werden, erwachen die fiktiven zum Leben, obwohl sie vorgaukeln bloß als Instrument des Erzählers für den Wahrheitsgehalt der Geschichte eingesetzt worden zu sein.
Mit „Das ist die wahre Geschichte von..." beginnt das Buch und endet mit den Lebensgeschichten der Beteiligten nach den Vorfällen in den 30ern. Und dazwischen eine feinfühlige Erzählung die Leser umschmiegt und begleitet und doch ihre dauernde Ironie nicht verbergen kann.
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|