Bella wird 35 - ein Ereignis, das sie in stiller Trauer zu begehen gedenkt. Schließlich sieht die zerbrechliche Schöne ihr Leben davonziehen. Da ist George, ein alternder, verheirateter Broadway-Regisseur, zu dem sie seit 12 Jahren eine Liaison hat - ohne Aussicht auf Ernsthaftigkeit oder gar Erfüllung ihres sehnlichen Kinderwunsches. Da ist ihre Mutter, die ihr die Fähigkeit zu leben rundweg abspricht. Und schließlich ihr Job als Kellnerin in einem Diner, den sie wegen permanenter Überlastung fast täglich hinschmeißen will.
Aber andererseits trägt Bella ihr Schicksal mit zärtlichem Galgenhumor, hat stets ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte ihrer Mitmenschen, ist die gute Seele des Lokals - „Keine Frau könnte Ihnen widerstehen", versichert sie dem kontaktsuchenden Rentner Paul, der von seinen alterszynischen Freunden bei jeder Herzensangelegenheit gleich der Nekrophilie bezichtigt wird. Um nach Dienstschluss die vor dem Lokal erfolglos um Kunden stotternde polnische Nutte noch auf einen Kaffee einzuladen.
Dann tritt, auf Initiative ihrer Mutter, Bruno in ihr Leben. Bruno, ein erfolgloser, noch nie publizierter Schriftsteller, schlägt sich als Taxifahrer durch. Und er hat zwei Kinder zu versorgen, die ihm seine Ex-Frau hinterlassen hat - das eine von ihm, das andere von dem Yogalehrer, mit dem sie sich nach Nepal abgesetzt hat. Die beiden finden Gefallen aneinander, aber Bella gibt sich auf Anraten einer Freundin als betont coole, Kinder hassende Femme fatale.
Währenddessen wirbt Paul schüchtern um die lebenslustige Emily, und sein alter Kumpel Seymour verschaut sich in die akademische Stripperin Wanda. Ein Reigen der Liebesirrungen und -wirrungen nimmt seinen Lauf, Missverständnisse und Missgeschicke verhindern immer wieder das sich anbahnende Happy-End. Zuletzt aber dürfen alle feststellen, dass Märchen wahr werden können - sogar in New York.
Die dritte Zusammenarbeit des in New York lebenden israelischen Independent-Regisseurs Amos Kollek mit Anna Thomson nach „Sue" und „Fiona" ist eine heitere Liebeserklärung an das Leben und die Stadt geworden. Skurrile Charaktere, vom Leben gebeutelt, aber nicht niedergeworfen, suchen auf ihre jeweils ganz eigene Weise nach dem überlebensnotwendigen Stück vom Glück. Zärtlich blickt der Regisseur auf seine Figuren, allen voran die großartige Anna Thomson, und lässt sie ihre liebenswerten Verrücktheiten leben. Die Dialoge sind voller warmem, selbstironischem Witz - keine knallenden Lacher, zaubern sie ein Lächeln auf die Gesichter im Publikum. Die denn auch gelöst den Saal verlassen. Das Leben bahnt sich seinen optimistischen Weg, unerschütterlich und unaufhaltsam. Wunder sind möglich. Sogar in New York.