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Fast Food Gesellschaft [Gebundene Ausgabe]

Eric Schlosser
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Kurzbeschreibung

2002
In seiner spannenden, sich über zwei Jahre erstreckenden Reportage hat Eric Schlosser den Fastfood-Komplex und seine Auswirkungen untersucht. Detailliert schildert er, dass es sich bei der täglichen Entscheidung für oder gegen den Big Mac gar nicht primär um eine gesundheitliche Entscheidung handelt, sondern dass das Wachstum der Fastfood-Imperien auf unser aller Kosten, auf Kosten von Gesellschaft und Umwelt geht.
Während vor 30 Jahren von den Amerikanern 6 Milliarden Dollar in Fast Food investiert wurden, sind es heute bereits mehr als 110 Milliarden. In eben diesem Zeitraum hat sich die Anzahl dickleibiger Jugendlicher verdoppelt, und jeder zweite erwachsene Amerikaner gilt als übergewichtig oder fett. Fast Food gibt mit King Size Fritten, Coke und deftigen Fleischportionen die Richtung vor. Deutschland folgt dem großen Vorbild aus Übersee. Nur knapp hinter England belegen wir den unrühmlichen 2. Platz im europäischen Fastfood-Konsum.
In der Tradition der berühmten sozialkr itischen Reportagen eines Upton Sinclair deckt Eric Schlosser akribisch und nüchtern all die Hintergründe und Zusammenhänge auf, die den enormen Erfolg der Fastfood-Imperien ausmachen. Beginnend bei den ersten bescheidenen Hamburger-Buden in Südkalifornien bis zur Eröffnung des ersten McDonald's-Restaurants in Plauen nach der deutschen Wiedervereinigung zeichnet er die ganze Entwicklung dieser weltumspannenden Industrie nach, recherchierte in Schlachthäusern, Küchen und chemischen Fabriken, interviewte Industriebosse und sprach mit Kindern und Jugendlichen.
Was er in seiner Reportage zutage fördert, wirft ein desillusionierendes Licht auf den so genannten freien Markt. Die industriellen Agrartechniken von Fastfood-Ketten zerstören Natur und Landschaft, ihre rücksichtslose Arbeitspolitik erschüttert das soziale Gefüge, und ihre Werbestrategien treiben Kinder und Jugendliche in eine Scheinwelt.
Wer nach der Lektüre von "Fast Food Gesellschaft" in einen Hamburger beißen will, dem dürft e klar sein, dass er hier nicht nur vor der Wahl "gesund/ungesund" steht, sondern dass der Profit von Fastfood-Ketten auf Kosten der Gesellschaft geht in Form von sozialer Demontage, Missbrauch von Steuergeldern und Verlust von Vielfalt in verschiedensten Bereichen.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 447 Seiten
  • Verlag: Riemann Verlag (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570500233
  • ISBN-13: 978-3570500231
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14,4 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 247.897 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

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Ein Hamburger ist für Eric Schlosser nicht nur eine Scheibe gebratenes Hackfleisch zwischen zwei Brötchenhälften, sondern ein Sinnbild dafür, wie moderne Gesellschaften heute essen und wirtschaften, wie sie mit ihrer Umwelt, ihrer Kultur und ihren Mitmenschen umgehen. Für den amerikanischen Journalisten steht fest: Wir leben in einer Fastfood-Gesellschaft -- und in seinem faktenreichen und lesenswerten Buch beschreibt er, warum er dies für keinen guten Zustand hält.

Zunächst widmet sich der Autor der Geschichte des Fastfoods in den USA. Ende der 40er-Jahre revolutionierten die Brüder Richard und Maurice McDonald die amerikanische Esskultur mit einem völlig neuen Konzept: Auf der Speisekarte standen nur noch wenige Gerichte. Geschirr und Gläser wurden durch Plastik und Pappe ersetzt. In der Küche arbeiteten die Angestellten im Fließbandverfahren, und statt von Kellnerinnen bedient zu werden, holten sich die Kunden ihr Essen direkt an der Theke. Mit diesen Methoden ließ sich mehr Essen in kürzerer Zeit zu billigeren Preisen anbieten. Aus dem SB-Restaurant der McDonald-Brüder wurde binnen weniger Jahre ein Weltkonzern. Es blieb nicht der Einzige.

Doch der globale Siegeszug der Burger und Co. hat Schattenseiten. Schlosser zeigt sie deutlich auf: Der immense Bedarf der Ketten an billigem Fleisch und Kartoffeln hat die Landwirtschaft in den USA grundlegend verändert. Agrarfabriken und Massentierhaltung haben kleine Betriebe verdrängt. In den Pommes-Fabriken und Schlachthöfen werden nur noch Billigjobs angeboten, Gewerkschaften sind verpönt. Die Lebensmittel werden unter industriellen Bedingungen produziert, was zu Qualitätsminderung führen kann. Der "typische" Geschmack des Fastfoods stammt größtenteils aus Aromalabors. Und was die gesundheitlichen Folgen übermäßigen Burger-Genusses angeht, so stellt Schlosser fest, dass "sich überall da, wo sich die amerikanischen Fastfoodketten niederlassen, die Hüften runden".

Eric Schlossers Buch ist sorgfältig recherchiert, spannend geschrieben und zugespitzt im Urteil. Es ist kein ideologischer Kreuzzug gegen das schnelle Essen -- Schlosser prangert nur besonders drastische Auswüchse an. Sein Fazit: "Der niedrige Preis eines Fastfood-Hamburgers spiegelt nicht seinen wahren Preis. Die Gewinne der Fastfoodketten werden auf Kosten der Gesellschaft gemacht". --Christoph Peerenboom

Pressestimmen


Buchnotiz zu : Die Zeit, 25.07.2002
"Imbisskultur" a la McDonald hat Folgen. Überall da, wo Menschen ihre Ernährung weitgehend auf Fast Food umgestellt haben - Reinhard Blomert nennt hier Großbritannien, die USA und Japan - gibt es auch die meisten Übergewichtigen. Die Annahme ist zwar nichts Neues, aber einer der "renommiertesten" Publizisten der USA, Eric Schlosser, hat das Thema, berichtet der Rezensent, genauer unter die Lupe genommen. In den USA ist sein Buch bereits ein Bestseller, das "meistverkaufte Sachbuch des Jahres" und bereits in der 15. Auflage erschienen. In seiner Besprechung konzentriert sich der Rezensent vor allem darauf, die Produktionsbedingungen, Arbeitsverhältnisse, gesundheitlichen und ökologischen Folgen von McDonalds fast food zu referieren. Und das ist, so Blomert, ausgesprochen "unappetitlich". Es ist erstaunlich, schließt Blomert, dass Schlosser bisher eine Klage des mächtigen Konzerns erspart geblieben ist.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Perlentaucher.de

Eines kann man McDonald's nicht vorwerfen: mangelnde Ehrlichkeit. In Australien wirbt der Burger-Konzern mit dem Slogan "One taste worldwide" und in Kanada ziert folgender Spruch die Plakate: "Resistance is futile!" Dass Widerstand zwecklos ist, weiß jeder, der einmal seine Heimatstadt verlassen hat. Sei es in Potsdam, Paris, Peking oder in Papeete, der Hauptstadt Tahitis: Überall trifft man auf die "Golden Arches", das Symbol der bekanntesten Marke der Welt. 1987 warb Tahiti noch mit "Sorry, kein McDonald's" für seine unberührte Natur - seit ein paar Jahren gehört der Inselstaat zu den 117 Ländern, in denen McDonald's seine Pommes und Burger verkauft.

Der US-Journalist Eric Schlosser zeichnet in seinem aktuellen Buch Fast Food Gesellschaft nach, wie aus einem Drive-in-Restaurant, das Richard und Maurice McDonald 1937 in San Bernardino eröffneten, einer der mächtigsten Konzerne der Welt werden konnte - und wie dieses Unternehmen die Gesellschaft verändert hat. Dabei steht McDonald's stellvertretend für Burger King, Wendys, Taco Bell, Kentucky Fried Chicken und all die anderen Ketten.

Der Geburtsort des Fast Foods liegt in Kalifornien. Hier gab es bereits 1940 mehr Autos als in den übrigen USA, Drive-ins prägten das Stadtbild und es herrschte dank der vielen Forschungseinrichtungen und Militärstützpunkten eine enorme Technikgläubigkeit. Mit Hilfe von Maschinen lasse sich alles optimieren, so dachte auch Ray Kroc, der Gründer der McDonald's Corporation. Er kaufte den Brüdern McDonald 1954 die weltweiten Franchiserechte ab und übertrug die Ideen von Henry Ford auf die Restaurantküchen: Jeder Angestellte übt nur eine Tätigkeit aus und kann bei Bedarf leicht ersetzt werden. Geringe Englischkenntnisse genügen, so dass auch Einwanderer, Analphabeten - und Teenager eingesetzt werden können. "Etwa zwei Drittel der 3,5 Millionen Beschäftigten in Fast Food-Restaurants sind jünger als 20 Jahre." Sie arbeiten bei McDonald's, um sich Klamotten oder CD-Player leisten zu können - die Schule kommt meist zu kurz. Das oberste Ziel von McDonald's lautet Uniformität. Wer ein Restaurant eröffnen will, so Schlosser, erhält ein 700 Seiten dickes Buch. In der "Bibel" wird von der Inneneinrichtung bis zu den Maschinen alles vorgeschrieben - der Unternehmer, der die Filiale als Franchisenehmer übernimmt, hat alles so durchzuführen, wie es die Zentrale in Oak Brooks vorgibt. Dass die Speisen überall gleich schmecken, lässt sich leicht garantieren: Fast alles wird tiefgefroren geliefert. Um die riesigen Mengen an Kartoffeln und Fleisch garantieren zu können, musste sich die Landwirtschaft in den USA radikal verändern. Bis zu 400 Rinder pro Stunde werden in amerikanischen Schlachthöfen getötet und zerlegt - vor 20 Jahren war es noch 175. Das Fleisch wird zerhackt und zu Hamburger-Buletten (Patties) geformt. Damit die Schlachthöfe 24 Stunden betrieben werden können, stehen bis zu 100.000 Rinder in riesigen "Feedlots" vor den Schlachtanlagen. Die beiden größten Feedlots verursachen mehr Mist als die Bewohner der Städte Denver, Boston, Atlanta und St. Louis zusammen.

Diese Produktionsform hat Folgen: In jedem Patty stecken Fleischteile von Dutzenden Rindern - ein idealer Nährboden für Krankheitserreger. Schlosser präsentiert erschreckende Zahlen: "Jeden Tag erkranken in den USA 200.000 Menschen an einer über Lebensmittel übertragenen Krankheit, 900 müssen ins Krankenhaus, 14 sterben." Auch wenn das Fleisch nicht verunreinigt ist, sorgt der enorme Konsum von Burgern, Fritten und Softdrinks dafür, dass die Amerikaner immer dicker werden: "Fettsucht rangiert nach dem Rauchen auf Platz zwei der Todesursachen in den USA." Das Center for Disease Control and Prevention schätzt, dass jedes Jahr 280.000 Amerikaner an den Folgen ihres Übergewichts sterben. Und auch in Europa nimmt die Fettleibigkeit zu, wie ein Blick auf Deutschlands Straßen und in die Turnhallen deutscher Schulen beweist.

Schulkinder sind die Gruppe, die am stärksten von den Fast Food-Ketten umworben wird. Ein Achtjähriger gilt als idealer Konsument, da vor ihm noch 65 Jahre Konsum liegen. Außerdem bringen Kinder ihre Eltern mit, die dort ebenfalls essen. Mit speziellen Kinderclubs werden die Vorlieben der Kids gesammelt und neue Ideen getestet. Auch die Werbespots zielen auf kleine Kinder: Leuchtende Farben, ein Clown als Maskottchen, Spielzeug und das Essen ist wie ein Geschenk in einer Tüte verpackt. Alle Versuche, auf Kinder ausgerichtete Werbung einzuschränken, scheiterten an der Fast Food-Lobby und den republikanischen Abgeordneten, die von McDonald's und Co. mit Spenden bedacht werden. Die Maßnahmen wirken: "Jeden Monat besuchen etwa 90 Prozent der amerikanischen Kinder zwischen drei und neun ein McDonald's."

Den größten Erfolg versprechen sich die Fast Food-Konzerne jedoch von einem Bereich, in dem Kinder eigentlich vor äußeren Einflüssen geschützt sein sollten: von der Schule. Die amerikanischen Kommunen sind ähnlich pleite wie die deutschen und so wurden vor fünf Jahren die Schultore für Sponsoring und Werbung geöffnet. Pizza Hut finanzierte das Lernprogramm "Book It!", in dem die Prämien für bestandene Leistungen Pizzen sind. Und selbstverständlich bleiben die Schulküchen nicht vom Fast Food verschont. Die American School Food Service Association schätzt, dass 30 Prozent der Highschools heute Marken-Fast Food anbieten. Schlossers einprägsames Fazit: In den Schulen erreichen die Konzerne "ein Teenager-Publikum, das 50-mal größer ist als das von MTV."

Sicher: Die Lage in den USA ist extremer als in Europa, ein solch umfassendes Sponsoring in deutschen Schulen unvorstellbar. Da jedoch der Markt in den USA stagniert, konzentriert sich McDonald's auf den Rest der Welt. Deutschland sei besonders anfällig für amerikanische Einflüsse, so Eric Schlosser bei der Buchpräsentation in Berlin: "Die Deutschen sind den Amerikanern ähnlicher als jedes andere Volk der Welt." Heute veranstalte McDonald's bereits jedes Jahr 300.000 Kindergeburtstage und seit 1992 hat sich die Zahl der McDonald's-Filialen verdreifacht. Jedes Jahr kommen 5.000 neue Franchisenehmer hinzu.

Schlosser setzt auf die Verbraucher. Jeder müsse selbst entscheiden, ob er ein Fast Food-Restaurant betrete oder nicht. Allein die Tatsache, dass sein Buch gedruckt wurde, ist für ihn ein Zeichen, dass sich die Dinge geändert hätten und das Interesse steige. Es sei jedoch müßig, darüber zu spekulieren, ob McDonald's wegen des Buches Verlust mache - niemand könne seriös sagen, ob No Logo von Naomi Klein Nike geschadet oder genutzt habe. Schlosser hat auf alle Fälle vorgesorgt. Sein Buch ist sauber recherchiert. So sauber, dass seit Erscheinen in den USA keine einzige Klage auch nur eingereicht wurde.

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4.6 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wichtiges Buch! 12. Januar 2005
Format:Taschenbuch
Eric Schlosser hat mit diesem Buch (hoffentlich) einen Klassiker geschrieben. Wer glaubt, Mc Donald's und Burger King, Kentucky Fried Chicken und Co. seien nur Beispiele für den amerikanischen Traum im "Land der unbegrenzten Möglichkeiten", irrt. Schlosser zeigt, wie große und kleinere Fast Food-Ketten gnadenlos ihre Mitarbeiter ausbeuten, in Korruption und politische Skandale verwicklelt sind und wie gutgläubige Franchisenehmer in allen Ländern unter massiven Druck gesetzt werden. Darüber hinaus hat Schlosser gründlich recherchiert, was aufgrund dieser (Un-)Kultur der Umwelt, den Tieren und - nicht zuletzt - dem ahnungslosen Hungrigen im Burger-Restaurant angetan wird. Kot im Hamburger ist z.B. nicht nur verdammt eklig, sondern auch lebensgefährlich. Eric Schlosser bringt ans Licht, was sonst nur allzu gern verschwiegen wird. Dieses Buch des preisgekrönten Autors sollten so viele Leute wie möglich lesen.
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32 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Aufschlussreich und sehr gut recherchiert 16. Juni 2002
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Unsere Ernährungsgewohnheiten haben sich grundlegend geändert. Die Fastfood-Industrie boomt. Wer genießt es nicht, seinen Gaumen schnell mal bei Mc Donalds zu verwöhnen. Kindergeburtstage in diesen Restaurants sind der Renner. Kaum einer macht sich jedoch einen Gedanken, was er eigentlich zu sich nimmt, wenn er einen Hamburger und die ach so leckeren Pommes isst. Weiß er, unter welchen Bedingungen Fastfood produziert wird? Informieren wir uns über die Inhaltsstoffe, die im Fleisch stecken? Ahnen wir, auf welch subtile und raffinierte Weise unsere Geschmacksnerven manipuliert werden? Ahnen wir etwas von den Qualen der Tiere, die unter grausamen Bedingungen gezüchtet und in Schlachthöfe getrieben werden? Wohl kaum. Genau da setzt Eric Schlosser, ein amerikanischer Journalist, in seinem Buch an. Datailliert und schonungslos deckt er die "dunkle Seite von McFood & Co" auf. Zwar schildert er dabei amerikanische Verhältnisse, aber es fällt nicht schwer, Parallelen zu unserer Gesellschaft zu ziehen. Fast könnte das Buch deprimieren, doch der Autor macht in seinem letzten Satz dem Verbraucher Mut: "Selbst in dieser Fastfoodgesellschaft können Sie immer noch entscheiden." Was bleibt, sind Gedanken über unsere Einstellung zu unserer Nahrung, zu unserer Gesundheit und zu den geschundenen Tieren.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufklärungsarbeit pur 4. August 2005
Von Ba
Format:Taschenbuch
Fast Food Nation gehört zu jenen Büchern, die jeder in unserer schnelllebigen Zeit gelesen haben sollte.

Der Autor gibt detailliert Aufschluss über die Entwicklung des Fast-Food-Gewerbes und seine Auswirkungen auf die von ihm abhängigen Wirtschaftszweige in den letzten 30 Jahren. Mit der Zunahme der Produktion und auch der Veränderung innerhalb der Produktionsmethoden wurden die Bedingungen für die Arbeitgeber/innen und Arbeitnehmer/innen kontinuierlich schlechter. Der Autor berichtet über eine Veränderung der Firmenlandschaft, einer Abwanderung in rentablere Gegenden, sowie über die Schlechterstellung der Arbeitnehmer/innen in puncto Entlohnung, Arbeitsklima, Arbeitplatzsicherheit, erhöhte Gefahr am Arbeitsplatz, hygienische Versäumnisse und reduzierte Gewerkschaftsbildung. Der Wert des Arbeiters/in wird nicht über seine Person definiert, sondern ausschließlich über die erbrachte Leistung.

Es handelt sich um eine schockierende, aber unverzichtbare Aufklärung über den Wandel der Zeit und die Auswirkungen auf eine Gesellschaft, die sich durch Massenproduktion und Massenkonsum auszeichnet.

Was muten wir uns und unserem Körper eigentlich zu, wenn wir in einen Hamburger beißen und warum?

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