"Fashion Now" ist ein "Must-have" für alle, die über Mode Bescheid wissen wollen. Aber nicht nur für die. Terry Jones, Chefredakteur von "i-D", des derzeit international wichtigsten Style-Magazins aus London, stellt hier die 150 wichtigsten Designer der Welt vor. Ihr Alphabet reicht von Ackermann bis Zero und bei den alten Meistern von Armani bis Yves Saint Laurent Rive Gauche.
Ob die Auswahl perfekt ist, kann ich nicht beurteilen. Obwohl ich Trendspotting als Sport betreibe, kenne ich nicht alle Namen, aber das ist auch nicht wichtig. In riesigen Bildteilen und mit Interviews (in englisch, schlecht übersetztem Deutsch und französisch) bekommt man in "Fashion Now" einen grandiosen Übernblick über die Szene. Und nicht nur das:
Dieses Buch vermittelt einen Eindruck von der Stimmung, die derzeit in der westlichen Welt herrscht, von ihren Ängsten (wenig Farbe in der Mode ist immer ein Ausdruck von ängstlichemn Rückzug) und von ihrer Sehnsucht nach Veränderung (viel Zerrissenes, die Kombi von Flohmarkt und High-Style, Glanz und Vintage). Damit ist "Fashion Now" ein sehr praktisches - und bilddschönes! - Nachschlagewerk für alle, die direkt mit Mode zu tun haben. Es ist außerdem eine Fundgrube für Soziologen und Psychologen, die wissen wollen, wo die Gesellschaft im Moment steht - nach meiner Interpretation dieses Buches vor einem neuen Optimismus. Die zitierten Designer sind das generelle Jammern leid, wenden sich von den bisher so beliebten Retro-Styles ab und trauen sich einen neuen Aufbruch zu. Modemacher waren schon immer die Vorreiter, die Avantgarde in der Schlacht um eine gute Zukunft, der wir als Fussvolk hinterherhinkten. Wer "Fashion Now" liest, kann aufholen.