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Faserland. Audiobook. 2 Cassetten [Hörkassette]

Christian Kracht
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (203 Kundenrezensionen)

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Hörkassette, 2000 --  

Kurzbeschreibung

2000
Einmal durch die Republik, von Nord nach Süd: Christian Krachts namenloser Ich-Erzähler berichtet von seiner Deutschlandreise. Er erzählt von SPD-Trotteln und Nazi-Schweinen, von Partys und Bars, von Himmelfahrtsnasen der Mädchen und vom Kotzen mit Stil, von der Schönheit der Leere und vom plötzlichen Wunder des Rauchrinemachens. Alles ist dem Erzähler klar, und gleichzeitig entgleitet ihm alles.
Christian Kracht erzählt mit Detailwut, in seinem Hass liegen Humor und Schwermut. Mit einem machmal slapstickhaften Blick auf die deutsche Provinzialität schreibt er den Roman einer Jugend, die sich ohne die klassischen Auswege der Rebellion oder der Anpassungdennoch nicht arrangieren will.
Der kleine Bildungsroman Faserland veränderte in Deutschland die Wahrnehmung einer ganzen Generation, von der es vorher hieß, sie habe gar keine Wahrnehmung

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Produktinformation

  • Hörkassette
  • Verlag: HÖR Verlag (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3895848425
  • ISBN-13: 978-3895848421
  • Größe und/oder Gewicht: 14,2 x 10,8 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (203 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.039.133 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Vielleicht sollte sich über Faserland nur jemand äußern, der weiß, was eine "Barbourjacke" ist. So oft wie dieses Kleidungsstück erwähnt wird, muss es jedenfalls etwas ungeheuer Tolles und Symbolträchtiges sein für junge, schicke Menschen mit dem nötigen Kleingeld, die an Sylter Stränden Champagner trinken oder mit Porsches Seevillen am Bodensee ansteuern.

Krachts Icherzähler lässt sich mittreiben, nimmt teil am müßigen Luxusleben, steigt in den besten Hotels ab, Hamburg, Frankfurt, Zürich, stilvolle Partys, viel Alkohol, noch mehr Zigaretten, und bleibt doch bei all dem seltsam unbeteiligt. Nur hin und wieder kann er sich für Momente zu ein klein wenig Hass oder Mitleid aufraffen. So etwas wie Begeisterung glimmt einzig in ihm auf, wenn er von Isabella Rossellini träumt, mit der er Kinder haben und auf einer Schweizer Alm leben möchte, weit weg von Deutschland, dieser großen Maschine im Norden, "die sich selber baut".

Karg ist dieses Faserland, sein Reiz steckt eher zwischen den Zeilen, vielfältige Deutungen sind möglich; vielfältig waren auch die Reaktionen auf das Buch, reichten von Begeisterung bis Abscheu. Nun können sich die Kritiker davon überzeugen, dass Christian Kracht ein ausgezeichneter Interpret seines Textes ist (was man wirklich nicht von vielen Autoren behaupten mag): ruhig und von sanfter Melancholie ist diese Stimme, der man gerne noch etwas länger -- die Lesefassung ist etwas gekürzt -- gelauscht hätte und die viele Fragen zurücklässt. Zum Beispiel, wie wohl Isabella Rossellini in einer Barbourjacke aussehen mag...

Spieldauer: 115 Minuten, 2 CDs. --Christian Stahl -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Gäbe es einen Literatur-Oscar, dann wäre hier eine Nominierung für die beste Nebenrolle der Saison durchaus drin.«
Eberhard Falcke, Die Zeit

»Wertvolle dokumentarische Einblicke in die Gedankenwelt einer ebenso orientierungslosen wie arroganten Jeunesse dorée.«
Martin Halter, Tages-Anzeiger, Zürich

»Endlich mal wieder ein Buch, über das Deutschland spricht.«
stern

»Christian Kracht schrieb mit dem Roman ›Faserland‹ einen der wichtigsten und traurigsten Texte der deutschen Literatur der neunziger Jahre.«
Florian Illies, Frankfurter Allgemeine Zeitung -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Überbewertet 19. Mai 2013
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Ich lese gerne und viel, aber dieses Buch ist das mit Abstand überbewerteste und langweiligste was mir bisher in die Hände gekommen ist. Der Autor erzählt keine nennenswerte Geschichte, oder eine Entwicklung der Charaktere. Hier wird einfach nur erzählt, ohne Hintergrund, Sinn oder Verstand, quasi so als müsste man sich mit langweiligen, belanglosen Geschichten die Langeweile auf einer langen Bahnfahrt vertreiben. So kann man dann ca. 100x lesen, dass sich der Protagonist eine Zigarette anzündet, oder ein paar Absätze darüber lesen, wie der Joghurt in der Barbour Jacke ausläuft und was für ein Notizbuch die Platznachbarin benutzt. Spannend und tiefgreifend...

Schlimmer ist eigentlich nur noch, dass die Geschichten auch noch komplett an den Haaren herbeigezogen sind. Freunde die man gerade erst in Hamburg getroffen hat, tauchen Tage später zufällig auf einer Party bei wildfremden Leuten in Heidelberg wieder auf. Freunde die zuletzt Briefe aus Afghanistan geschrieben haben, tauchen just an genau dem Abend, in genau der Bar wieder auf in der sich der Protagonist vor einer Minute ein Bier bestellt hat.

Viele Leute sagen "man müsste zwischen den Zeilen lesen". Ich denke Leute lesen zu VIEL zwischen den Zeilen. Diese Geschichte (die keine ist) ist einfach nur langweilig und dass der ein oder andere Markenname fällt, macht die Geschichte auch nicht interessanter.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ehrlich. Direkt. Ungenau. Genial. 21. September 2012
Format:Taschenbuch
Ich musste das Buch fürs Abitur lesen und ich finde es ist ein wahnsinnig gutes Buch.
Der Ich-Erzähler macht vielleicht keine Entwicklung durch, aber darum geht es auch nicht. Eine Figur muss sich nicht immer entwickeln.
Es ist ehrlich.
Der Ich-Erzähler ist nicht in der Lage sich zu entwickeln. Ist meiner Meinung nach nicht in der Lage Emotionen wirklich zu empfinden oder wahrzunehmen. Ist einfach ausgekaltet und hat starke Identitätsprobleme.
Reist durch Deutschland ohne Ziel, manchmal auch ohne Sinn und Verstand.
Weiß nicht wer er ist oder wo er hin will. Ist im Endeffekt heimatlos. Hat keine Wurzeln.

Dieses Buch beschreibt einfach nur eine gestörte Persönlichkeit, die unheimlich ambivalent, komplex und deshalb interessant und fesselnd ist.

Ich denke, alles in allem, ist es ein Buch für Leute die einen ehrlichen, direkten Schreibstil schätzen und die generell im Leben gerne hinter Fassaden gucken und die Welt, Menschen und Persönlichkeit eines Individuums nicht in ihrer Einfachheit sehen wollen, sondern es genießen die Komplexität zu sehen und zu finden.

Wer immer nur mit seiner rosaroten Brille durch die Gegend läuft und mehr auf Schein als auf Sein bedacht ist und sich lieber nur auf berühmte, klassische Autoren fixiert, anstatt sich auch mal auf neue Autoren einzulassen.. ja der findet das Buch wahrscheinlich scheiße.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch ich besitze eine Barbour Jacke... 9. Januar 2013
Von elis
Format:Taschenbuch
..dachte ich mir, und fand mich ab der ersten Seite in meine Jugend zurückversetzt. Nicht wegen der Handlung an sich, denn die Handlung im Buch ist keine, sondern wegen der treffsicheren Darstellung des Lebensgefühls während dieser Zeit. Identifizieren kann ich mich mit dem (Anti-)Helden auch nicht.
Es ist allerdings unglaublich, wie detailliert Kracht hier die 90er beschreibt, wenngleich aus der beschränkten Sicht eines Mittzwanzigers aus der upper class.
Die Umgebung und die Menschen um ihn herum sind treffend und teilweise mit ätzender Ironie beschrieben, man muss seinem rauchendend, trinkenden, klauenden, unsicheren und manchmal durchaus unsympathischen Protagonisten oft rechtgeben.
Einen definierten Handlungsstrang hat das Buch nicht, darauf ist es nicht ausgelegt, es ist eher ein Ausschnitt aus dem Leben der Hauptdarstellers, der so vor sich hinlpätschert. Eine Momentaufnahme, die manchmal
witzig ist ("ich sehe aus wie eine alberner Yachtbestizer, der abends in Marbella an Land geht"), oder manchmal auch tiefsinnig. Duch die Schreibweise, als ober der Hauptdasteller mit dem Leser spricht, ist es sehr einfach, sich in die Handlung hineinzuversetzen.
Anderseits erscheint mir das Buch wie eine Abrechnung mit diesem Typ Mensch, der ausser Interesse an Äusserlichkeiten bei gleichzeitiger innerer Leere nichts zu bieten hat. Unser Held ist in seiner Persönlichkeit wankelmütig, oberflächlich, ja teilweise menschenverachtend.

Jedenfalls, mir hat es gefallen, was hauptsächlich am Schreibstil liegt.
Wer aber eines spannendne Handlung erwartet, wird enttäuscht werden.
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Die neuesten Kundenrezensionen
1.0 von 5 Sternen Nicht zu empfehlen!
Schade um die Lebenszeit die ich mit diesem "kunstvoll" gestalteten Buch der Popliteratur verbracht habe. Es ist weder unterhaltsam noch lehrreich. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Arktos veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen nicht nur Schullektüre
Die Hauptfigur reist ziellos durch Deutschland. Die Menschen, die er trifft, scheinen nur aus ihrer Oberfläche zu bestehen. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Tyler Durden veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Seichte Literatur
Mir ist schleierhaft, wie man bei der Bewertung dieses Buches über eine Bewertung von einem Stern hinauskommt. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Frank Esper veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen ..auf der Suche nach dem Ich im Fatherland... großartig,...
Faserland ist ein Werk, bei dem man zwischen den Zeilen lesen und auf die leisen Töne achten muss, um es in seiner Vielschichtigkeit angemessen zu verstehen. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Peter Wurst veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Nachhall
"Faserland" beschreibt das Leben eines jungen Snobs. Dieses Leben, das - oberflächlich betrachtet - so leicht, ungezwungen und erstrebenswert erscheint, entpuppt sich bei... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von BÖCHERWURRRM veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Krachts existentielle Verlassenheitsbewältigung
Dieses schmale Bändchen mit gerade mal 158 Seiten war einerseits sehr verstörend, teilweise hoffnungslos, aber durchaus erhellend für einen fast gleichaltrigen... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Jens Henschel veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein besonderes Werk
Ein sehr gutes Buch. Schreibstil und Story sind auf den ersten Blick grottig, absolut katastrophal.
Jedoch ist Faserland ein Buch das verdtanden werden will und sein Wissen... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Zecke veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Die Kurzgeschichte, die ein Roman sein soll
Der sogenannte "Roman" von Christian Kracht, der den nichtssagenden Titel "Faserland" trägt, ist doch eher eine Kurzgeschichte. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von SEP.568 veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Langweilig
Ich musste ja schon viele Bücher für die Schule lesen, was ich auch mehr oder weniger gemacht habe. Aber das Buch Faserland von Kracht ist einer der schlimmsten. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Christoph veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Faserland
Das Buch habe ich bis heute noch nicht bekommen! Das ist nicht in Ordnung. Ich weiß leider nicht wie man das reklamiert.
Vor 6 Monaten von Abdelmalek veröffentlicht
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