Der Film wurde mir empfohlen, was man anhand der überwiegend negativen Kommentare hier kaum glauben kann. Der Film war sicherlich nicht der Schlechteste den ich gesehen habe, trotzdem muss auch ich ein bisschen Kritik üben. Doch zuerst zu den positiven Aspekten. Ich finde den Film von der Technik her echt gut gemacht. Die Kameraführung ist gut, die Musik passt sich den Situationen genau an und der Film vermittelt ein gewisses Flair und eine Spannung. In manchen Passagen erinnert er mich sehr an Ozons "Swimmingpool". Ein Haus am Meer, bewohnt von einer Patch-Work Familie, von denen jeder Einzelne "seine Leichen im Keller hat". Sehr unscheinbar Jaqueline Bisset und Stuart Wilson als "ältere Generation", Alice Evans als kühle Geliebte bzw. Quasi-Schwester, von der man von Anfang an weiß, dass sie zwei Seiten hat. Adam Garcia, als depressiver Überbleibsel, der an seinem Vater hängt und als Einziger dieses ganze Intrigennetz zu durchblicken scheint, wäre da nicht seine "Halb-Schwester", de ihn durch zahlreiche Liebesspiele vom eigentlichen Detektiv-Dasein abhält. Negativ ist mir aufgefallen, dass der Film ziemlich langatmig ist, sprich er hat mich nicht "gefesselt". Die Dialoge sind eher schwach und man durchschaut sehr schnell, wer die Guten und wer die Bösen sind, und wartet letztendlich nur noch darauf, dass es der Hauptdarsteller mitbekommt. Am ehesten identifizieren kann man sich mit Garcias Part, obwohl auch sein Charakter sehr kühl gehalten ist. Ebenfalls finde ich schade, dass man die Lovestory zwischen Garcia und Evans dazu benutzt, die Handlung aufzulockern, jedoch stimmt zwischen den beiden die Chemie- meiner Meinung nach- überhaupt nicht und ihr Zusammenspiel wirkt daher sehr unecht. Überhaupt scheinen die Schauspieler eher aneinander vorbei als miteinander zu spielen.
Als Zeitverschwendung würde ich den Film jedoch nicht betrachten, eher dann als leichte Unterhaltung. Von mir gibts daher insgesamt 3 Sterne.