Schicke junge Musiker machen Musik für alte Herrschaften. Nichts gegen alte Herrschaften, ich bin selbst schon 58. Aber was hier produziert wird, klingt nach dem Witz, in dem ein Arzt seinem älteren Patienten auf die Frage, ob er noch Sex haben könne, antwortet: "Ja, aber nichts Aufregendes, nur mit Ihrer Ehefrau". Unter "Fascination" verstehe ich etwas anderes, außer man ist davon fasziniert, wie es hier sogar gelingt, die keineswegs 'glatten' Deutschen Tänze Schuberts in Wiener Kaffeehausmusik zu verwandeln.
Im Klartext: Hier werden einige (schon bis zum Überdruss) bekannte "Hits" (Boccherini, Brahms, Dvorak) mit Arrangements von ein paar von Schuberts eigentlich für das Klavier komponierten Tänzen und einigen weiteren Stücken zu einer gefälligen Hintergrundmusik aufbereitet. Stücke im Dreivierteltakt sind überrepräsentiert, aber zu Wiener Kaffeehausmusik passt das eben am besten.