Auch in der 3. Staffel geht „Farscape" immer da einen Schritt weiter, wo andere Sci-Fi-Serien aufhören. Ein gutes Beispiel dafür ist die hervorragende Episode ‚Ein Riß in der Zeit', in der John Crichton und co. versehentlich in die Vergangenheit geschleudert werden und in einen Krieg geraten, der einst ein friedliches Ende gefunden hat, doch durch das Auftauchen der Zeitreisenden völlig verändert wird. Zeitreisen sind ein beliebtes Motiv in Sci-Fi-Serien, doch noch nie endete eine Zeitreise so düster und so dramatisch wie in „Farscape".
Ein weiteres Beispiel für den Mut und die Originalität von „Farscape" ist die Geschichte um Crichtons Verdoppelung. Auch das Thema Verdoppelung begegnet uns in Sci-Fi-Serien immer wieder(so musste sich schon Star Trek`s Captian Kirk mit einer Kopie seiner selbst herumschlagen), doch während in anderen Sci-Fi-Serien die Doppelgänger immer schnell wieder beseitigt werden, wird in „Farscape" die Kopie sogar zu einer Hauptfigur. Mehrere Episoden lang gibt es zwei John Crichtons, die beide ihre eigenen Storylines haben und die Staffel entscheidend prägen.
Darüberhinaus erleben wir in dieser Staffel den Tod einer beliebten Hauptfigur und die Einführung eines neuen weiblichen Charakters, der - wie kann es bei „Farscape" auch anders sein - nicht freiwillig zu Crichtons Crew stößt und einige Anpassungsschwierigkeiten hat.
Fazit: Die 3. Staffel von „Farscape" bietet originelle, spannende und mitunter sehr düstere Sci-Fi-Unterhaltung auf hohem Niveau. Die Effekte überzeugen ebenso wie die Storys. Man muss jedoch bereits sein, sich auf die zuweilen skurillen Ideen der Autoren einzulassen, so findet sich John Crichton z.B. während einer Episode in einer Comicwelt wieder.