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Schulbücher & Lernhilfen
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Produktinformation
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Bevor Tolkien sich 1916, während des Ersten Weltkrieges, bei den Lancashire Fusiliers meldete, schloss er sein Studium ab. Die Teilnahme am Kriegsgeschehen veränderte den jungen Mann und beeinflusste seine künstlerische Entwicklung entscheidend.
Seine Abneigung gegen die Unmenschlichkeit und die Grausamkeit des Krieges, sein Hang zur romantischen Epoche, seine Begeisterung für die Mythologie, seine tiefe Liebe zur englischen Landschaft und sein Faible für Sprachen, all jene Charakteristika waren später typisch für sein literarisches Werk.
Von 1918 bis 1920 war er Mitarbeiter am legendären Oxford English Dictionary. Und seit 1920 lehrte er bis 1959 als Professor für englische Sprache an verschiedenen Universitäten. Während dieser Zeit publizierte er unzählige wissenschaftliche Aufsätze, die von außergewöhnlicher Kompetenz zeugen und ihm große Anerkennung einbrachten. Doch neben seinen fundierten Abhandlungen schrieb er seit den dreißiger Jahren auch kurze Texte für seine Kinder. 1937 schließlich wurde das Kinderbuch »Der kleine Hobbit« (dtv junior Klassiker 7151) zum ersten Mal veröffentlicht. »Mit witziger Psychologie führt der Autor als Hauptkonflikt in Bilbo Beutlin, dem Hobbit, den oft burlesken Widerstreit zwischen Spießer und Abenteurer aus, zwischen der Sehnsucht nach behaglich idyllischem Leben, der Angst vor Gefährdung und der Kühnheit, List und Ausdauer eines Nachkommen aus altem Herrschergeschlecht: Verantwortungsscheu contra Bewährung, die keineswegs gesucht, aber doch glänzend geleistet wird, wenn alle äußeren Hilfen versagen.« (Süddeutsche Zeitung 1971) Der große Erfolg dieser zugleich spät- und vorzeitlichen, mythischen und total gegenwärtigen Geschichte veranlasste Tolkiens Verleger dazu, den Autor um eine Fortsetzung zu bitten. Erst 17 Jahre später wurde der Wunsch erfüllt. Mit der 1200 Seiten umfassenden Trilogie »Der Herr der Ringe« legte Tolkien sein literarisches Hauptwerk vor. Wenngleich er immer offen und konstruktiv gegenüber Kritik an seinen Texten war, so wehrte er sich vehement gegen die Behauptung, seine Bücher seien allegorisch oder politisch zu verstehen.
J.R.R. Tolkien verstarb 1973 im Alter von 81 Jahren in Bournemouth, wo er zuletzt gemeinsam mit seiner Frau gelebt hat.
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Wer sich für die Geschichte des Bauern Giles von Ham interessiert, hat derzeit (4/03) die Wahl zwischen einem von Hans Paetsch vorgelesenen Hörbuch (erschienen beim Hörverlag), einer bei dtv erschienenen deutsch/englischen Ausgabe oder einer Einbettung in die Fabelhaften Geschichten (Klett Cotta; inkl.'Der Schmied von Großholzingen' (Übs.:Karl A. Klewer) und 'Blatt von Tüftler' (Übs.: Margaret Corroux)).
Die Rezension des Hörbuchs kann an dortiger Stelle nachgelesen werden; ich kann's trotz deutlicher Kürzungen empfehlen.
Interessanter Weise sind die Übersetzungen beider Bücher merklich verschieden, obwohl beide von Angela Uthe-Spencker stammen. Die ältere Übersetzung (Klett Cotta) ist nach meinem Geschmack eher in Wortwahl und Sprachfluss mit der älteren Übersetzungen vom kleinen Hobbit bzw. vom Herrn der Ringe vergleichbar; die neuere (dtv) wirkt gelegentlich etwas steifer. (Dem Hörbuch liegt die ältere Übersetzung zugrunde).
Ein weiterer Unterschied ist in den Illustrationen zu finden. Bei Klett Cotta ist es eine Art 'Tuschkleckstechnik', wie sie auch auf dem Umschlag zu sehen ist, mit der vor jeder der drei Geschichten auf einigen Seiten inhaltliche Passagen in treffender Weise vorweggenommen werden; die Geschichten selbst enthalten keine weiteren Bilder. Ganz anders der Stil bei dtv, der eher an mittelalterliche Kirchenkunst erinnert. Diese Bilder finden sich zahlreich im ganzen Text wieder und beleuchten dort ebenfalls Abschnitte der Handlung. Mir gefällt allerdings die leider einzige Illustration auf dem Cover des Hörbuchs am besten; welch Frische und Witz wiese eine auf diese Art illustrierte Ausgabe auf!
Schlußendlich habe ich beide Bücher gern gelesen; die dtv-Ausgabe, weil in ihr Seite für Seite der englische Text der deutschen Übersetzung gegenübersteht und es mir Spaß macht, dabei selbst über passendere Wendungen zu sinnieren; die Klett-Cotta-Ausgabe, weil sie sich runder und etwas schnurriger liest und zudem zwei unerwartet andersartige kurze Geschichten enthält.
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