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am 29. Januar 2010
Orwell geht in seinem Buch sogar noch einen Schritt weiter wie in "1984". Er schildert zunächst den Aufstand der Tiere einer Farm gegen den brutalen, ständig betrunkenen Bauer, der sie gewalttätig unterdrückt und ausbeutet. Die Erhebung gegen diese "Gewaltherrschaft" gelingt auch. Doch indem man das Böse bekämpft, hat man noch lange nicht erreicht, dass sich das Gute einstellt.
Als 1917 die Bolschewiken und Menschewiken das zaristische Russland stürzten, beseitigten sie ein System, das für die meisten nur schwer erträgliche Zustände gebracht hatte. An ihrer Stelle setzte sich ein Regime mit einer Ideologie, die eine wunderbare Zukunft versprach aber schrecklichere Zustände herstellte als sie jemals geherrscht hatten. Ebenso ergeht es den Tieren auf der Farm. Die Befreiten errichten eine noch viel schlimmere Herrschaft. Das geschieht nicht gleich, es ist ein schleichender und erschreckender Weise nicht zu vermeidender Prozess.
Ist das das Los jeder freien Ordnung, dass sie zu einer Diktatur verkommt? Ist es das was Orwell uns sagen will? Nicht ganz! Ihm geht es darum zu zeigen, dass dies zwangsläufig nur dann so kommen muss, wenn das Bewusstsein für freiheitliche Werte untergraben wird. Das kann ein zunächst unmerklicher Prozess sein, der unter geschickter Anwendung der Sprache umso besser gelingt. Das Individuum soll sich an das Falsche gewöhnen und übernehmen. Das macht es steuerbar. Am Ende hat es keine eigene Stimme mehr und mäht und muht im Gleichtakt, bis es widerstandslos zur Schlachtbank geführt werden kann. Als erstes kommen die unangepassten dran, aber zum Schluss geht es allen an den Kragen, auch den Oberschurken. Sie hinterlassen eine Wüste. Beispiele gibt es genügend in der jüngeren Geschichte. Gerade das aufgeklärte 20. Jahrhundert hat sich besonders hervorgetan in der Verwirklichung von viel versprechenden und wenig haltenden Ideologien, deren verheerende Wirkungen noch lange nach halten.
Orwells Buch ist ein Aufruf an alle die Freiheitsrechte der Menschen als oberstes Heiligtum menschlichen Besitztums zu verstehen und sie zu hüten und zu bewahren wie der kostbarste Schatz, den die Menschen besitzen. Er hofft, dass der Mensch Weisheit genug dafür besitzt. Es ist eine fromme Hoffnung.
Die Freiheit ist immer dann in Gefahr wenn sich einer oder eine Gruppe von Menschen, eine Partei, eine Mehrheit usw. dazu versteigt sich als alleiniger Besitzer von "Wahrheit" zu begreifen. Und sie geht verloren, wenn daraus auch noch ein politischer Wille wird, der von den Machthabern umgesetzt wird. Ideologien versprechen die Menschen zu wahrer Größe zu bringen. In Wahrheit verkleinern sie ihn bis zur Unkenntlichkeit. Das kann man in neuerer Zeit gerade auch am Islam sehen wie ihn die Islamisten leben, wo der Einzelne nichts gilt, ihm aber das Paradies versprochen wird. Schon Friedrich Hölderlin hatte gesagt: "Immer haben die die Welt zur Hölle gemacht, die vorgeben, sie zum Paradies zu machen."
"Farm der Tiere" ist spannend zu lesen, obwohl man schon von Anfang an weiß wie alles ausgeht.
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Old Major hatte einen Traum, einen Traum den er allen anderen Tieren auf der Farm der Jones mitteilen will. Als hoch angesehener alter Keiler und preisgekrönt hat er das Ohr der Tiere und so lauschen alle seinen Worten, als er sich mit verheißungsvollen Worten an sie wendet. Der Mensch ist das größte Problem der Bauernhofgesellschaft. Er beutet die Tiere aus, ermordet und unterjocht sie, doch selbst produziert er nichts. Außer zum Ausbeuten ist der Mensch zu nichts gut, die Tiere sollten sich also befreien und gegen ihren Unterdrücker revoltieren. Kaum drei Tage nach seiner Ansprache ist Old Major friedlich entschlafen, doch mit seiner Vision einer freien Gesellschaft hat er eine glorreiche Vision hinterlassen.

Die drei einflussreichsten Schweine spinnen Old Majors Gedanken weiter und schaffen aufgrund seiner Rede den Animalismus, eine neue und gerechtere Gesellschaftsform. Unter der Führung von Schwatzwutz, Napoleon und Schneeball kommt es zur Revolution, die Jones werden vertrieben, zu Recht, denn Mr. Jones hatte sich seit geraumer Zeit nicht mehr um sie gekümmert. Umgehend werden die 7 Gebote des Animalismus erlassen und auf die Rückwand der großen Scheune geschrieben:

1. Alles was auf zwei Beinen geht, ist ein Feind
2. Alles was auf vier Beinen geht oder Flügel hat, ist ein Freund
3. Kein Tier soll Kleider tragen
4. Kein Tier soll in einem Bett schlafen
5. Kein Tier soll Alkohol trinken
6. Kein Tier soll ein anderes Tier töten
7. Alle Tiere sind gleich

Die Erinnerung an die Diktatur der Menschen soll in jeder Hinsicht getilgt werden, so wird die "Herren-Farm" in "Farm der Tiere" umbenannt und das Farmerhaus zum Museum umfunktioniert. Die Tiere sind glücklich nun endlich für sich selbst arbeiten zu dürfen und die erste eigene Ernte ist sogar ein weit größerer Erfolg als erwartet. Sogar ein Rückeroberungsversuch der Menschen wird im Laufe der Zeit abgewehrt. Doch die Schweine, welche mit der Zeit im Interesse der Gemeinschaft als Klügste begonnen haben Schreiben und Lesen zu lernen, um den Tieren das Wissen der Menschen zu erschließen erlangen immer mehr eine Führungsrolle auf der Farm...

Neben 1984 ist die Farm der Tiere wohl George Orwells bekanntestes Werk. Nicht nur wegen der brillanten Allegorie und Persiflage der frühen Sowjetunion, sondern vor allem weil das Buch als Zeichentrickfilm adaptiert auch schon durch das Kinder- und Feiertagsprogramm mancher TV-Sender gegeistert ist. Die Paralellen zwischen der Farm der Tiere und der Sowjetunion sind beinahe offensichtlich, allerdings braucht man den Schlüssel zum Verständnis (Napoleon=Stalin, Schneeball=Trotzki, Old Major=Lenin/Marx, Farmer Jones=Zar Nikolaus II.) nicht zu kennen, um das Grundthema einer mit der Zeit pervertierten Revolution zu begreifen.

Das Werk selbst profitiert eindeutig von seiner einfach verständlichen Sprache, die bei Orwell gerne kritisiert wird. Dessen ungeachtet wird gerne übersehen dass die Farm der Tiere gerade wegen ihrer Einfachheit auch einem jüngeren und sonst Literatur gegenüber weniger aufgeschlossenem Publikum zugänglich gemacht wird. "Alle Tiere sind gleich, Aber manche sind gleicher.", wie das schlussendlich letzte verbliebene Gebot auf der Farm der Tiere lautet ist nur ein Beispiel für die Interpretationsfähigkeit Orwells Meisterswerks. Diskutiert man über dieses Werk wird man im Gespräch vielleicht auf Betrachtungsweisen stoßen, die einem selbst gar nicht in den Sinn gekommen wären. Das Scheitern der animalistischen Vision ist keineswegs dogmatisch, erfasst aber zumindest den Kern der realen Problematik einer sozialistischen Revolution. Eine permanente innere Revolution, ohne Elitenbildung, ohne Verfolgung, Ausgrenzung und Ermordung von Regimegegnern findet in der Realität jedenfalls keine Beispiele, die Farm der Tiere aber so manche. Prinzipiell ist Orwells Theorie auch nicht auf den Kommunismus beschränkt, denn Visionen von einer freieren Gesellschaft und Revolutionen die am Ende ihre Ideale verrieten gab es schon viele.

Fazit:
Für jedermann verständlich, amüsant und vielfach interpretierbar, ein faszinierendes Werk.
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am 4. Oktober 2005
Mit 'Farm der Tiere' schuf der 1903 geborene George Orwell eine wunderbare Allegorie auf die Entwicklung der Sowjetunion nach der Oktoberrevolution 1917. Das Buch entstand 1943/44 wurde jedoch von sämtlichen Verlagen abgelehnt, weil man es nicht wagte die eindeutig auf Stalin zugeschnittene Kritik des Werkes öffentlich zu äußern - mit Verbündeten geht man nicht so um. Orwell selbst zog deshalb sehr hart mit den englischen Intellektuellen ins Gericht, was man auch im Nachwort des Buches gut nachlesen kann. Das Buch wurde dennoch erst 1945 nachdem sich der Bruch zwischen Ost und West abzeichnete veröffentlicht.
Inhalt und Interpretation: Die Herrenfarm wird von einem schlechten Farmer regiert. Nicht nur beutet er die Tiere aus, lässt sie schuften und gibt ihnen wenig zu essen, sondern er ist noch dazu wirtschaftlich am Ende (das zaristische Regime). Da steht eines Tages Old Major (Marx) ein altes Schwein auf und beruft eine Versammlung ein in der er all den Tieren der Farm seinen Traum erzählt. Er träumte von einer Welt ohne Knechtschaft, wo alle Produktionsmittel denen gehören, die dafür arbeiten. Noch ehe die Revolution ausbricht stirbt Old Major und die anderen Schweine übernehmen die Herrschaft, allen voran Napoleon (Stalin) und Schneeball (Trotzki). So stellen sie sieben Regeln auf und die wichtigste steht allen anderen voran: "Alle Tiere sind gleich".
Doch Macht korrumpiert sagt ein altes Sprichwort und so ist es auch hier. Die Schweine, die zunächst wirklich vorbildlich agierten, nehmen sich immer mehr heraus, verlangen von den anderen Tieren immer mehr Einsatz nur um letztlich selbst besser zu leben. Das geht so weit, dass eine Regel nach der anderen eine Änderung erfährt, die das widersprüchliche Handeln der Schweine überdecken soll. Als es zum Streit zwischen den beiden Anführern kommt wird Schneeball von der Farm verjagt und Napoleon übernimmt ein immer schlimmer werdendes Kommando. Der Machtmissbrauch gipfelt letztlich darin, dass Napoleon alle Regeln verwirft und nur noch eine gelten lässt. "Alle Tiere sind gleich, aber manche sind gleicher". Schließlich setzen sich die Schweine mit den Menschen wieder an einen Tisch, die Menschen stellen fest, dass es den Schweinen gelungen ist die Tiere noch mehr auszubeuten als die Menschen und so feiern sie Freundschaft. Als gelungenes Schlusswort hält Orwell fest, dass die Schweine nicht mehr von den Menschen zu unterscheiden waren.
Wie gesagt, das Buch gibt sehr gut - wenn auch in einer Fabel verklausuliert - die sowjetische Geschichte von 1917 bis in den zweiten Weltkrieg wieder. Aber man kann auch weiter greifen: es ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass Macht zum Missbrauch einlädt, eine Warnung an alle die ihr Heil in totalitären Regimes suchen.
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am 3. Februar 2016
Wunderschöne gebundene Ausgabe zu einem gelungenem Buchklassiker von Georg Orwell.
Das Buch ist klein, handlich und die Bilder sind deutlich.
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