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Farinelli [FR Import]
 
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Farinelli [FR Import]

Stefano Dionisi , Verso Enrico Lo , Gérard Corbiau    Nicht geprüft   DVD
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Stefano Dionisi, Verso Enrico Lo, Elsa Zylberstein
  • Regisseur(e): Gérard Corbiau
  • Format: Import
  • Sprache: Französisch
  • Anzahl Disks: 1
  • Studio: Inconnu
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000YXUUFI
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 48.506 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Über Sinnlichkeit 9. Juli 2007
Von Niclas Grabowski TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD
Nach Amadeus von Milos Forman ist dies mein liebster Film, in dem klassische Musik im Mittelpunkt steht. Und wie bei Amadeus geht es auch hier um die Konflikte, die das Genie mit den durchschnittlichen Menschen in seiner Umgebung austragen muss. Wobei wir allerdings in Farinelli gleich zwei solche Genies sehen können. Da ist zum einen Farinelli selbst, ein wunderbarer Sänger, dessen Stimme aber nur durch die Kastration vor dem Stimmbruch gerettet werden konnte. Und da ist Händel, der nach der Essenz in der Musik sucht, die barocken Verzierungen seines Zeitalters verabscheut und stattdessen menschliche Gefühle in der Musik darstellen will. Beide Genies finden leider nur schwer zueinander. Denn Farinelli ist Pop in Händels Augen.

Den wahren Konflikt muss Farinelli aber mit seinem eigenen Bruder austragen. Nicht nur, dass der komponierende Bruder den genialen Sänger nur auf die eigene Musik festlegen will. Er bemächtigt sich auch seiner Sexualität. Während Farinelli mit seiner Stimme und seiner leicht androgynen Ausstrahlung reihenweise Frauen flachlegt, ist es sein Bruder, der schließlich den Akt zu Ende bringt, denn der Kastrat kann zwar Liebe machen, aber nicht zeugen. Und so ist Farinelli auch die Geschichte einer Befreiung aus persönlicher Abhängigkeit, einer Emanzipation. Aber obwohl es zunächst scheint, dass die guten und bösen Rollen in diesem Film bereits sehr früh festgelegt sind, ist ganz am Ende dennoch Raum für eine Synthese. Und so dürfen wir uns trotz aller Grausamkeiten schließlich über eine Art von Happy End freuen.

Wie bei Amadeus auch wird die klassische Musik hier schon fast mit Sexualität gleichgesetzt. So sind die optisch stärksten Szenen (außer den Opernauftritten) die, die sich liebende Menschen im Bett zeigen. Auch diese Szenen kann man gut oder besser filmen, hier sind sie fast am besten gelungen. Ich hätte in einem Film, der von einem Kastraten handelt, keinesfalls soviel Erotik erwartet. Und so sieht sich der Film wunderschön an, sei es, dass Farinelli singt oder eine der hübschen Darstellerinnen beim Austausch von Zärtlichkeiten.

Bei meinem nächsten Date versuche ich es auch mal mit Barockmusik.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Cherubino
Format:DVD
Laschia ch'io pianga, mia cruda sorte, e que sospiri, la liberta - Lass mich dir klagen, mein grausames Schicksal, und was ich mir ersehne? Die Freiheit!" Diese wunderbaren Zeilen aus der Arie aus Händels Rinaldo bilden nicht nur den musikalischen Höhepunkt des Films, sondern beschreiben auch Leben und Fühlen des Hauptcharakters. Carlo Broschi, genannt Farinelli, lebt zwischen Virtuosität und Verzweiflung. Der Sänger,verehrt und bewundert, der Mensch, begehrt und verachtet gleichermaßen. An seinen Bruder Riccardo bindet ihn ein zwar innige, aber zerstörerisches Verhältnis. Dieser, ein nicht völlig unbegabter, wenngleich irgendwo uninspirierter Komponist, benutzt den unvergleichlich talentierten Kastraten, um seiner Musik zu Popularität zu verhelfen: "La tua voce e la mia musica" sagt Riccardo einmal, gehören zusammen.Dabei will er sich nicht eingestehen, dass es Carlos Gesang ist, den die Menschen hören wollen, nicht Riccardos Opern. Andererseits zentriert der Komponist seine Werke völlig auf die exeptionelle Stimme seines Bruders, überläd sie für ihn, der das gar nicht will, mit Verzierungen und technischen Finessen, er kastriert sein Talent, wenn man so will, um der Stimme des Sängers zu Diensten zu sein und merkt gar nicht, wie die Musik darunter leidet.
Farinelli indessen giert nach tiefgründigeren Werken, nach der Musik des Mannes, den er so verehrt und der ihn so verabscheut: Georg Friedrich Händel. Nichts mehr wünscht der Kastrat sich als die Anerkennung des großen Komponisten. Doch jeder Versuch, sich an Händel anzunähern, endet katastrophal. Händel sieht in ihm nicht mehr als eine "singing machine" und nicht einmal als es darum geht, sein Opernhaus Covent Garden zu retten, will er ihn mehr für sich singen lassen. Dabei verteidigt Farinelli den deutschen Komponisten, indem er all die Virtuosität sieht, die seinem Bruder abgeht, sogar gegenüber dem Prince of Wales in einem heftigen Streitgespräch. "Man wird Händels Namen noch voller Respekt aussprechen, während man den Euren längst vergessen hat!"

Schließlich singt Farinelli Händels Arien - ohne dessen Erlaubnis. Alexandra, die Frau, die die Person Carlo, nicht den Virtuosen Farinelli liebt, stiehlt die partitur des "Rinaldo" von Händel und Farinelli trägt sie in der Opera of the Nobility vor. Kurz, nachdem Carlo erfahren muss, dass sein eigener Bruder, Riccardo, es war, der ihn hat kastrieren lassen - ein Umstand, an den er sich durch Opium und Fieber nicht mehr erinnern konnte und über den sein bruder ihn stets belogen hatte - kurz nach dieser erschütternden Offenbahrung durch Händel, trägt er in dem denkwürdigsten Moment des Films die Arie "Laschia ch'io pianga" vor.
Und so wie Farinelli eine bittere Erkenntnis verarbeiten muss, muss es auch Maestro Händel selbst: Die Einsicht, dass der Kastrat wie niemand anderes in der Lage ist, seiner Musik Leben einzuhauchen, lässt den "eisernen" Händel zusammenbrechen.

Was ist zu dem Film noch zu sagen? Die Charaktere sind ein wenig sperrig, man wird nicht unbedingt beim ersten Mal mit ihnen warm. Aber mit der Zeit jedoch entdeckt man die Feinheiten in der Darstellung und kann sich in die Figuren einfühlen, ich selbst musste den Film mehrere Male sehen, damit sie sich mir richtig erschließen konnten. Aber umso reizvoller scheint doch, was nicht sofort offen zu Tage liegt.
Man hat es hier nicht unbedingt mit einer authentischen Künstlerbiographie zu tun und auch die musikalische Einschätzung ist nicht immer ganz korrekt: So ist Riccardo Broschi m.E. durchaus reizvoll als Komponist und Händels Arien durchaus nicht so unverschnörkelt und geradelinig, wie man annehmen könnte (wer "Dopo Notte" o.ä. kennt, weiß, was ich meine). Hinzu kommt, dass man den Eindruck gewinnen könnte, Farinelli sei der einzi nennenswerte Kastratensänger seiner Zeit gewesen. Dabei hatte aber auch Händel hochkarätige Sänger wie Cafarelli oder Senesino unter Vertrag, das sollte man wissen, denke ich.
Nun tut das dem Film als Kunstwerk aber keinen Abbruch. Man hat es mit einem sinnenberauschenden Werk zu tun, dass durch Bilder und Musik gleichermaßen betört. Eine Liebeserklärung an die barocke Ästhetik, wenn man so will. Und was auch zu loben ist: Bis in die Sprache hinein ist der Film detailverliebt - Die Italiener sprechen unter sich italienisch, auf dem internationalen Parkett verständigt man sich auf französisch, oft scheint aber der Akzent der Muttersprache noch durch und Händel flucht auch mal auf Deutsch. Mit einer solchen Präzision kann z.B. Amadeus keinesfalls aufwarten und das verleiht dem Film Authentizität und zusätzlichen Charme.
"One God, one Farinelli", man wünscht, man wäre dabei gewesen, um mit diesen begeisterten Rufen einstimmen zu können!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von SeventhS
Format:DVD
Ein phantastischer Film, dessen eindrucksvolle Bilder leider unter der VHS-Qualität leiden, vor allem, wenn man die Video-Kassette schon länger besitzt und den Film schon oft angesehen hat. In der heutigen Zeit dürfte es doch kein Problem sein, einen derart herausragenden Film auf DVD und in deutscher Sprache erscheinen zu lassen!

Stille Hoffnung: Ein DVD-Produzent möchte diesen Film auch gerne in deutsch und auf DVD haben... aber wann wird das sein?
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Die neuesten Kundenrezensionen
Farinelli DVD nur in französischer Sprache
Die DVD ist sehr gut, auch die Lieferzeit war gut. Aber leider ist der Film nur in französischer Sprache, in der Produktbeschreibung fehlt jedoch jeder Hinweis darauf.
Vor 17 Monaten von Hans-Georg veröffentlicht
schade das es keine Deutsche Version ist
Ich hatte mich riesig auf diesen film gefreud und leider übersehen das es nur französisch ist was ich leider beim kauf übersehen habe. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von mathias taucher veröffentlicht
Kleinod auf Disk
Wurde ja auch Zeit das dieser sensationelle Film endlich einmal auf BluRay heraus kommt. Nur leider muß man schon ein Wahrer Fan sein und die Dialoge im Hinterkopf haben um... Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Sven Ebert veröffentlicht
Achtung - NUR Französisch.
Grandiose Oper in ausgezeichnetem dramatischem Film, den ich bereits seit seinem Erscheinen kenne und besitze, seit längerem auch die DVD, die immerhin mit dem Originalton... Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Markus Schlögl veröffentlicht
Ein absoluter Genuß
Ich bin kein Klassik-Fan und habe diesen Film nur zufällig gesehen (gehört, muß man wohl besser sagen). Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Juli 2007 von Siglinde Steube
Ein ungewöhnlicher Film
In Farinelli taucht man in die schrille, skurrile Welt eines Ariensängers ein, der von seinem Vater in jungen Jahren kastriert wurde, um seine wunderschöne Stimme vor der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. April 2007 von Birgid Werner
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