Zu Beginn des Films wird darauf hingewiesen, dass es sich um einen wahre Geschichte handelt. Im weiteren Verlauf fällt es einem schwer, dies zu glauben. Denn alle Protagonisten sind so knallblöd, dass sich das nur ein genialer Drehbuchschreiber ausgedacht haben kann, um seine Zuschauer zu unterhalten. Da gibt es einen depperten Autohändler, der nach einer dilettantischen Betrugsserie unbedingt zu Geld kommen muss und der ebenso unfähig eine Entführung seiner Ehefrau in Gang setzt, um an die Kohle seines bescheuerten Schwiegervaters zu kommen. Leider sind die Gangster, mit denen er sich einlässt ein Psychopath und ein durchgeknallter Sexmaniac. Nachdem diese ein erstes Blutbad angerichtet haben, vergrößert die mit Hinterwäldlern besetzte Polizei das Chaos. Es gibt nur einen ruhenden Pol: Franes McDormand, die hochschwangere Polizistin, die zielstrebig und von all der Blödheit um sie herum unbeeindruckt freundlich durch das Schneetreiben Süd-Dakotas furcht und den Fall schließlich löst. Bis in die letzte Nebenrolle hervorragend besetzt, ein rhytmisch schön durchkomponierter Film, in dem hin und wieder blutrünstige Momente wie dissonante Akkorde aufjaulen, teilweise brüllend komisch - Ich beneide jeden, der den Film noch nicht gesehen hat - denn der hat ein großes Vergnügen noch vor sich!