Ich falle mal gleich mit der Tür ins Haus:
Das Buch ist nichts weiter als eine große Anleitung für die verschiedenen Produkte, die auf dem Markt erhältlich sind. Da macht sich dann natürlich sofort das Herausgabe-Datum bemerkbar.
GIMP unterstützt mittlerweile Farbmanagement und für Linux sind auch einige OpenSource-Produkte erschienen (viele lassen sich sogar unter Windows, OS X und Linux einsetzen). Manche beschriebenen Masken sind nicht mehr aktuell, da neuere Programmversionen erschienen sind.
An manchen Stellen fehlt mir die Information, warum es gerade so gemacht und welche Nachteile die Alternative hätte.
Die Grundlagen sind ziemlich Standard und kratzen nur an der Oberfläche. Für Leute, die sich schon ausgiebig über Wikipedia informiert haben, nutzlos.
Ich kann jedoch nicht außer acht lassen, dass es wohl für jemanden, der überhaupt keine Ahnung von Farbmanagement hat, ein guter Einstieg ist.
Zahlreiche Optionen der Programme werden außer acht gelassen, da sie für den Anfänger nicht wichtig sind. Das mindert zwar die Reizüberflutung, aber gerade deshalb sollte man keine 100%igen Ergebnisse erwarten.(logisch oder?)
Ich kann das Buch also jedem Grafiker und Fotograf empfehlen, der das Ganze nur als Hobby betreibt. Für das Geschäft würde ich sowieso Geräte empfehlen, die in dem Buch wegen zu hoher Kosten nicht behandelt werden.