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Produktinformation
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„Der Kardinal ist in allergrößter Sorge. Die Priester haben Angst. Die Sache kocht hoch. Wir brauchen Ergebnisse.“ Das ist leichter gesagt als getan, zumal kurze Zeit später der zweite Mord geschieht: identische Umstände, auch diesmal schmiert der Täter das Wort „Mörder“ neben sein Opfer, das bei der Telefonseelsorge arbeitete. An eben die wendet sich Judith Krieger, Hauptkommissarin und eigentlich noch außer Dienst nach einem Einsatz, bei dem sie selbst töten musste, ganz privat, denn: nach wie vor fühlt sie sich „eingesperrt..... abgeschnitten, kalt gestellt....nicht dienstfähig. Traumatisiert.“ Schnell laufen die Fäden hier zusammen und die Ermittlerin, von ihrer Autorin mit einem unverwüstlichen und unverwechselbaren Instinkt ausgestattet, bringt schnell Tempo in den Fall.
Viele schillernde Spekulationen, aber nur wenige konkrete Spuren, aber: alle Richtungen der Ermittlungen erscheinen plausibel, glaubhaft und nachvollziehbar, das macht die Geschichte besonders füllig und fesselnd. „Kann ein Priester zum Mörder werden?“ Der Glaube an Gott, die Lehren der Katholischen Kirche und ganz persönliche Überzeugungen stehen im Mittelpunkt und es fällt besonders Manni, Judith Kriegers Kollegen, schwer, objektiv zu bleiben. Er muss aufpassen, dass die Ermittlungen nicht zu einem „persönlich motivierten Feldzug gegen die katholische Kirche ausarten.“
Schuld und Rache, Gefühle aus enttäuschten Beziehungen und unerfüllten Sehnsüchten, all das spielt nicht nur im engen Umfeld des Falles eine Rolle, Gisa Klönne zeigt meisterhaft, wo Schwächen, Defizite, nicht übernommene Verantwortungen, Versagen auch im Privatfeld Einzelner vorkommen und geschehen. So zeigt sich der Kriminalroman ebenso schillernd und vielfarbig wie das Chamäleon der jungen Bat, Grufti-Tochter einer Mitarbeiterin der Telefonseelsorge, übrigens eine der vielen, lebendig gezeichneten Figuren.
--Barbara Wegmann
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Routiniert und einfach spannend,
Von
Rezension bezieht sich auf: Farben der Schuld: Judith Kriegers vierter Fall (Gebundene Ausgabe)
Klönne, GisaFarben der Schuld Wie schon in den ersten drei Romanen um Kommissarin Judith Krieger schreibt Gisa Klönne auch diesen in kurzen, manchmal abgehackt wirkenden Sätzen. Auch hier gelingt es ihr wieder, in dieser sachlich nüchternen Sprache äußerst lebendige Charaktere zu schaffen bzw. zu festigen und einen Spannungsbogen zu erzeugen, der den Leser von Anfang bis Ende fesselt. Judith Krieger bleibt die Hauptperson auf Seiten der Kripo, auch wenn sie nach ihrem letzen Fall noch in einem internen Verfahren steckt und psychisch viel aufzuarbeiten hat. So ist der anfangs aktivere Ermittler auch Manni Korzilius, ihr langsam erwachsen werdender Partner. Nur am Rande tauchen die Kollegen Kühn und Meuser sowie Chef Millstädt auf, ausreichend aber um das Machtgerangel innerhalb der Abteilung am Leben zu erhalten. Der aktuell zu lösende Fall, ein Mord der Teil einer Serie wird, führt auf verschlungenen Wegen zu den Tabuthemen der katholischen Kirche und durch Judith Kriegers Trauma. Vor allem um die Rolle des Vaters im Leben jedes einzelnen geht es ' beleuchtet auch aus der ganz individuellen Sicht aller im Krimi auftauchenden Personen. Die sorgfältig recherchierte Detailkenntnis zu wirklich allen Aspekten ihres Romans macht auch diesen wieder zu einem Buch, das man nicht aus der Hand legen kann. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Farben der Schuld,
Rezension bezieht sich auf: Farben der Schuld: Judith Kriegers vierter Fall (Taschenbuch)
Der Titel und das Cover für diesen Krimi sind gut ausgewählt. So vielseitig die Farben des Chamöleons sind, das Haustier einer Protagonistin, so vielschichtig ist auch die menschliche Schuld.In dem neusten Fall von Kriminalhauptkommissarin Judith Krieger und ihrem Kollegen Manni Korzillius geht es um eine Mordserie an Priestern, wobei der erste eigentlich Arzt war, aber es war Veilchendienstag und er hatte sich verkleidet. Deshalb bleibt auch der Mörder, ein Ritter mit Schwert, zunächst unerkannt. Kommissarin Krieger ist noch physisch und psychisch angeschlagen, da sie bei ihrem letzten Fall den Täter erschossen hat. Sie leidet noch unter dieser Schuld und ist noch beurlaubt. Doch dann steigt sie stundenweise wieder ein. Verbindungen gibt es zu dem 18-jährigen Gruftimädchen Bea, genannt Bat, die den Mörder ihrer Freundin Jana finden möchte, die angeblich Selbstmord begangen hat. Ihre alleinerziehende Mutter arbeitet bei der Telefonseelsorge, die der ermordete Priester geleitet hat. Zunächst werden falsche Fährten verfolgt, z. B. waren beide Mordopfer sterilisiert. Hat der echte Priester Schuld auf sich geladen und den Zölibat missachtet? Als dann aber Bea "Bat" verschwindet, kommen sie dem Täter auf die Spur... Dieser spannende Krimi regt zum Nachdenken an. Auch die Kommissare, die während ihrer Ermittlungen unschöne Dinge aufdecken, denken über ihre Kindheit und Jugend nach, darüber wie ihre Eltern gehandelt haben und wie sie selbst handeln würden. Die Gedanken und Ermittlungen fesselten mich bis zum Schluß. Die Lösung am Ende war gut nachvollziehbar. Außerdem kam die Geschichte ohne blutige Szenen aus. Also ich kann diesen Krimi sehr empfehlen! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
wieder ein tolles Buch von Frau Klönne,
Von
Rezension bezieht sich auf: Farben der Schuld: Judith Kriegers vierter Fall (Gebundene Ausgabe)
Gisa Klönnes "Farben der Schuld" begeisterte mich wieder genauso wie die Vorgängerbände. Die Schriftstellerin besitzt die Gabe mit ihren Themen immer ins Schwarze zu treffen und Spannung aufzubauen ohne ihre Geschichte mit blutrünstigen Details zu spicken.Im Gegenteil, die Autorin zeigt auf, dass Verletzungen der Psyche grausamer sein können, als körperliche Grausamkeiten . Sie zerstören den Menschen und lassen in ihm einen Hass gären, der fatale Folgen haben kann.Die Themen , die Gisa Klönne in ihrem Buch wählt, handeln von Schuld und mangelnder Verantwortung. Was mich aber am meisten begeistert hat war, dass diesmal die Kinder von Priesters ein Ohr finden. Dass die katholische Kirche durch das Zölibat eine Doppelmoral vertritt, ist schon häufig als Buchstoff verwendet worden. Wie sich aber die Kinder, die aus Beziehungen mit Priestern stammen, fühlen, die ständig verleugnet werden und deren Existenz einen ständigen Makel darstellt, diese Seite wird viel zu wenig beleuchtet. Oder ist dies etwa beabsichtigt,weil, was nicht sein kann, das nicht sein darf ? Auch die Figuren der Judith Krieger und Manni Korzilius, der ermittelnden Kommissare, die wir schon aus den Vorgängerbänden kennen, haben mich wieder begeistert. Judith Krieger, die immer noch an den Folgen ihres letzten Falles zu knacken hat, der damit endete, dass Judith einen Mörder erschoss, wird vielschichtig und gut nachvollziehbar beschrieben und passt gut in das allgemeine Thema Schuld. Aber auch die Machtlosigkeit mancher Eltern ihren Kindern gegenüber, die ihnen entglitten sind und selbst bindungslos und tief veletzt ihr Leben versuchen zu ordnen, wurde gut dargetellt. Ein Buch ,welches mich nachdenklich und begeistert zurücklässt und das ich gerne weiterempfehle an Leser, die nicht nur den grausamen Kick suchen, sondern sich gern mit ambivalenten Themen auseinandersetzen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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