"Die Farben der Insel" ist noch schöner als "Die Eismalerin". Es ist nicht einfach ein Fortsetzungsroman, sondern die beiden Bücher handeln von völlig unterschiedlichen Themen: In der "Eismalerin" trotzen die Menschen der kargen Natur ein menschliches Leben ab. In den "Farben der Insel" trotzt eine talentierte Frau der Gesellschaft die Freiheit ab, das zu tun, was sie am besten kann. Die eingefügten, trockenen Bildbeschreibungen wie aus einem Ausstellungskatalog, die manchmal abrupt zu einem neuen Kapitel führen, manchmal sanft überleiten, sind ein interessantes Stilmittel: Kurz und grell zeigen sie die Aussenansicht der inneren Auseinandersetzungen der Künstlerin gegen die einengenden Klischees vom Frau und Isländerin sein, wovon "Die Farben der Insel" eigentlich handelt.